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Ende des Traums vom Fliegen

Vorbei sind die Zeiten, da man guten Gewissens in den – mehr oder weniger – wohlverdienten Urlaub fliegen konnte. Auch Geschäftsleute, die derzeit noch auf Kurzstrecken wie Köln-Frankfurt durch die Lüfte schweben, müssen sich auf kritische Fragen ihrer umweltbewußten Zeitgenossen gefaßt machen.

Der Traum vom Fliegen? Klimaforscher und Umweltschützer sind skeptisch: „Der Flugverkehr ist bereits heute ein spürbarer Faktor im Klimageschehen der Atmosphäre“, erklärte Professor Ulrich Schuhmann am Mittwoch auf einem Seminar des Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Frankfurt.

Schuhmann, der sich bei der Deutschen Forschungsanstalt für Luft und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen von Berufs wegen mit der Auswirkung des Luftverkehrs auf die Umwelt befaßt, präsentierte eine Studie, wonach jährlich rund 1700 Milliarden „Passagierkilometer“ zurückgelegt werden, Tendenz steigend.

Die Zahl, welche sich aus der Multiplikation der Flugpassagiere mit den zurückgelegten Kilometern ergibt, belegt, daß das Linienflugzeug längst zum Massenverkehrsmittel geworden ist. Bei jährlichen Zuwachsraten von annähernd sechs Prozent wird sich der zivile Flugverkehr bis zum Jahr 2005 verdoppeln.

Die Treibstoffmengen, die dabei verbrannt werden, sprechen ebenfalls für sich: 176000 Tonnen Kerosin jährlich, wobei der Anteil der Militärs auf etwa ein Viertel veranschlagt wird. 20 Mal mehr Treibstoff wird allerdings für den Verkehr insgesamt verbraucht, wobei Kraftfahrzeuge den weitaus größten Anteil haben. Die neuesten Zahlen der Deutschen Lufthansa belegen, daß Flugpassagiere noch verhältnismäßig sparsam unterwegs sind: Im Durchschnitt benötigen sie 6,2 Liter Kerosin für 100 Reisekilometer.

Auch ein flüchtiger Blick auf die Schadstoffbilanz läßt die Airlines in einem günstigen Licht erscheinen: Nach einer Untersuchung des TÜV Rheinland betragen die Emissionen durch Zivilflugzeuge nur einen kleinen Bruchteil dessen, was im Verkehr insgesamt in die Luft geblasen wird. 0,7 Prozent lautet der Wert für Kohlenmonoxid, 0,8 Prozent für Kohlenwasserstoffe, und auch bei den Stickoxiden macht der Anteil der Luftfahrt nur ein Sechzigste! der verkehrsgebundenen Belastungen aus.

Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Verweilzeit der Schadstoffe wächst mit der Höhe, in der diese Substanzen entstehen. In bodennahen Schichten werden sie durch eine Vielzahl chemischer Reaktionen in etwa zwei Tagen umgewandelt; in zehn Kilometer Höhe muß man schon mit 30 Tagen rechnen.

In der darüber liegenden Luftschicht, die von der Concord ebenso durchflogen wird wie von einer Unzahl Militärjets, wird die Verweilzeit sogar in Jahren gemessen. Bedenklich ist auch, daß Stickoxide und Wasserdampf, der ebenfalls bei der Verbrennung entsteht, in den höheren Luftschichten normalerweise nur als Spurengase vorhanden sind. Das bedeutet, daß die Freisetzung dieser Gase die Zusammensetzung der Luft in diesen Schichten deutlich verändern kann.

Die komplexe Chemie der Atmosphäre führt dann zu einem scheinbar widersprüchlichen Verhalten der Stickoxide (NOx): In hohen Konzentrationen fördert NOx die Bildung von Ozon. Dies führt dazu, daß am Boden und bis in eine Höhe von etwa 15 Kilometern das für uns giftige Gas deutlich zugenommen hat. In niedrigen Konzentrationen fördern Stickoxide dagegen den Abbau von Ozon (O3), ein Vorgang, der schon seit geraumer Zeit in der hochliegenden Stratosphäre beobachtet wird. Diese Reaktion hat mit dazu beigetragen, daß der Vorrat an O3, welches in der Stratosphäre als Schutzschild vor krebserregenden UV-Strahlen wirkt, ständig abnimmt.

Als klimabildender Faktor könnte jedoch der von Flugzeugen abgegebene Wasserdampf noch weit drastischere Folgen haben. Wasserdampf spielt im Haushalt der Natur unter allen Treibhausgasen die wichtigste Rolle. Die zusätzlichen Wassertropfen aus den Triebwerken unserer Passagierjets entfalten ihre Wirkung vorwiegend als Kondensationskeime für die Bildung von Eiswolken (Cirruswolken). „Die Bewölkungszunahme aufgrund des Luftverkehrs ist heute bereits sichtbar“, erklärte Schuhmann, der diese Behauptung auch mit eindrucksvollen Satellitenaufnahmen belegen konnte.

Einige der gemessenen Kondensstreifen erreichten dabei Längen von bis zu 200 Kilometern bei einer Breite von zehn Kilometern. Die zusätzliche Bewölkung zwischen Frankfurt und Genua, gemessen an insgesamt 142 Tagen, betrug im Schnitt 0,4 Prozent.

„Diese Wolken aber haben einen weitaus größeren Einfluß auf den Treibhauseffekt als das Kohlendioxid“, betonte Schuhmann. Anders als „dicke“ Wolken können Cirruswolken die Temperatur am Boden erhöhen, weil sie für Sonnenlicht durchlässig sind, die von der Erde zurückgestrahlte Wärme aber nur zum Teil in den Weltraum entlassen. Modellrechnungen für die untersuchte Region gehen daher davon aus, daß die Temperatur dort im Mittel um 0,4 Grad Celsius erhöht wird.

Trotz dieses deutlichen Effekts war sich Schuhmann mit den anderen anwesenden Experten einig, daß die Diskussion um die ökologischen Auswirkungen des Flugverkehrs andere Probleme nicht verdrängen dürfe. Höchste Priorität sollte demnach ein weltweites Verbot der Fluorchlorkohlenwasserstoffe haben, die als Treibgase und Kühlmittel Verwendung finden. Sehr dringend sei auch die Verminderung der CO2-Massen aus Verbrennungsvorgängen, dann folge die Reduktion der Schadstoffe aus dem Verkehr am Boden, dann erst der Flugverkehr.

(erschienen in „DIE WELT“ am 9. August 1991)

Der Taifun und das Treibhaus

Ein tropischer Wirbelsturm (Zyklon, Taifun) traf am 29. April 1991 auf die Küste Bangladeschs und forderte mindestens 138000 Menschenleben. Neben dem Bericht einer Kollegin zu den Schäden im Land bin ich der Frage nachgegangen, inwiefern die globale Erwärmung beziehungsweise der Anstieg des Meeresspiegels damit in Zusammenhang stehen könnte.

Naturkatastrophen, so entsetzlich sie für die betroffene Region auch sein mögen, regen zum Nachdenken an. Auch die gewaltige Sturmflut in Bangladesch mit noch ungezählten Opfern bildet da keine Ausnahme. Die bange Frage lautet: Ist dieses Desaster eine Folge der schleichenden Erwärmung unseres Planeten? Ist das bereits ein Vorgeschmack auf die vielfach beschworene Klimakatastrophe? Und welche Rolle spielt bei alledem der allmähliche Anstieg des Meeresspiegels?

Die in dieser Frage maßgeblichen Experten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der wohl angesehensten Vereinigung von Klimaexperten, haben sich redlich bemüht, das Wirrwar aus Zahlen und Beobachtungen, aus Fakten und Behauptungen, zu entflechten. Sie gelangen zu dem Schluß, daß der Meeresspiegel bis zum Jahr 2030 um zehn bis 30 Zentimeter ansteigen wird, bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts wahrscheinlich sogar um 65 Zentimeter. Allenfalls eine drastische Reduktion der menschgemachten Treibhausgase könne an dieser Entwicklung etwas ändern, so versicherten die Experten bereits im November des vergangenen Jahres in einem gemeinsamen Report an die Genfer Weltklimakonferenz.

Doch nicht in allen Punkten sind sich die Wissenschaftler einig. Während nämlich Laien es für „natürlich“ halten, daß durch die zunehmende Erwärmung Eismassen schmelzen und damit den Wasserspiegel erhöhen, sieht die Wirklichkeit etwas komplizierter aus: Markiert man in einem Glas, in dem sich mehrere Eiswürfel befinden, den Pegelstand und wirft nach dem Schmelzen des Eises einen zweiten Blick auf den Eichstrich, so wird man feststellen, daß sich der Wasserpegel nicht verändert hat. Diese Beobachtung läßt sich allerdings nur auf das nördliche Polarmeer übertragen, wo eine gewaltige Eismasse auf dem Ozean treibt, nicht dagegen auf die wesentlich größere Antarktisregion.

Vermutlich spielt ein anderer Effekt eine weitaus größere Rolle: Wie die meisten Materialien dehnt sich auch flüssiges Wasser beim Erwärmen aus. Für George Woodwell, den Direktor des Woods Hole Research Centers an der amerikanischen Ostküste, steht die relative Bedeutung der beiden Effekte fest: „Ursache für den Anstieg des Meeresspiegels ist zunächst die Wärmeausdehnung des Wassers, dann das Abschmelzen der Gletscher“, erklärte er auf einer kürzlich in Turin abgehaltenen Konferenz der Sanpaolo-Stiftung zur Rolle der Ozeane beim Klimageschehen.

Dagegen vertrat Ferruccio Mosetti vom Triester Institut für Geodäsie und Geophysik die Meinung, daß die „thermische Expansion“ nicht für den Anstieg des Meeresspiegels verantwortlich gemacht werden könne. Die Durchschnittstemperatur des Oberflächenwassers sei nämlich – entgegen anderer Behauptungen – bisher konstant geblieben.

Diese Behauptung unterstützt Mosetti mit einem Hinweis auf starke zeitliche und regionale Unterschiede in den Meßdaten. Die durchschnittliche jährliche Erhöhung des Meeresspiegels während der letzten sechs Dekaden läßt sich zwar mit 1,6 Millimetern beziffern. Aber auch die Landmassen, von denen aus die Meßungen durchgeführt werden, ruhen nicht. So scheinen sich die Küstenregionen von Skandinavien, Sibirien und dem nördlichen Kanada zu heben, während sie etwa in den Niederlanden absinken.

Absolut sichere Aussagen über den weiteren Verlauf des Weltklimas sind unmöglich – darin sind auch die Experten sich einig. Außerdem, so war in Turin zu hören, müsse auch die Politik die Anstrengungen der Wissenschaft unterstützen. Durch eine verantwortungsbewußte Bevölkerungsplanung und vermehrte Anstrengungen beim Katastrophenschutz könne schon beim nächsten Desaster die Anzahl der Opfer drastisch gesenkt werden.

(erschienen in „DIE WELT“ am 3. Mai 1991)

Die Kapazität der Meere für CO2 ist begrenzt

Müllkippe und Speisekammer, Rohstoffquelle und Naturgewalt – die Ozeane der Erde haben viele Gesichter. Jedes Kind weiß heute, daß über zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind. Wie wichtig die Erforschung jener 361 Millionen Quadratkilometer ist, wurde auch auf der internationalen Konferenz „Ozeane, Klima und Menschen“ der San Paolo-Stiftung deutlich, die gestern in Turin zu Ende ging. Denn die Meere der Welt sind derzeit noch die größte Unbekannte im Klimageschehen der Erde.

3800 Meter beträgt deren durchschnittliche Tiefe; im pazifischen Marianengraben geht es sogar 11 521 Meter hinab. Diese unvorstellbare Wassermenge nimmt den weitaus größten Teil der Sonnenenergie auf, speichert diese in Form von Wärme und kann sie später wieder abgeben. Das Wechselspiel zwischen Meer und Atmosphäre ist die treibende Kraft für Wetterentwicklung und Klima, das sich als Mittelwert des Wetters über einen längeren Zeitraum definieren läßt.

Obwohl Wasser rund 800-mal schwerer als Luft und wesentlich zähflüssiger ist, zeigen die Luftmassen der Atmosphäre und das Wasser der Ozeane in mancher Hinsicht ähnliches Verhalten. Ein Zyklon, der einen Durchmesser von etwa 1000 Kilometern hat, läßt sich durchaus mit einem ozeanischen Wirbel von rund 20 Kilometern vergleichen. Ebenso haben marine Wirbel zwar nur ein Fünfzigstel der Größe ihrer atmosphärischen Verwandten, sind dafür aber auch über Monate hinweg stabil.

Ein weiteres Beispiel für den Energietransfer zwischen Meer und Atmosphäre ist das Phänomen El Niño, eine warme Strömung, die für die Fischer der peruanischen Küstenregion einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt. Das Christkind – so die deutsche Übersetzung von El Niño – taucht etwa alle drei bis vier Jahre zur Weihnachtszeit vor der Westküste Südamerikas auf und unterbricht dabei die Zufuhr kalter und nährstoffreicher Wassermassen an die Oberfläche. Für die Fischer Perus bedeutet das einen drastischen Rückgang ihrer Fänge, der sich durch einen Temperaturanstieg des Oberflächenwassers ankündigt.

El Niño wandert dann weiter in Richtung Australien und Asien, was regelmäßig zu Sturmfluten und Dürrekatastrophen führt, die 1982/83 besonders verheerend waren. Während Ozeanographen und Klimatologen El Niño früher als isoliertes Phänomen ansahen, ist Dr. David Anderson von der Universität Oxford heute der Meinung, daß die Meeresströmung eine periodische Schwankung in einem zusammenhängenden System aus Ozean und Atmosphäre darstellt. So ließe sich auch ein Zusammenhang mit dem zeitweiligen Ausbleiben des indischen Monsuns erklären. Das Gesamtphänomen El Niño und die als „südliche Oszillation“ bekannte Luftdruckschwankung werden daher neuerdings als „Enso“ bezeichnet, ein Kunstwort für die beiden Aspekte der gleichen Klimaerscheinung.

„In unserer Computersimulation deutet alles darauf hin, daß Enso 1991/92 wieder besonders stark sein wird“, warnt Anderson. Ein anderes Problem brennt allerdings noch dringender auf den Nägeln – die Frage nach der Rolle, welche die Weltmeere bei der kaum noch bestrittenen globalen Erwärmung spielen.

Dr. Philip Jones vom Labor für Klimaforschung der Universität East Anglia im britischen Norwich darf sich rühmen, den Datendschungel besonders gründlich durchforstet zu haben. Rund 80 Millionen Temperaturmessungen aus den Ozeanen unseres Planeten sichtete der Klimaforscher in zehnjähriger Kleinarbeit und korrigierte dabei die teilweise erheblichen Fehler, die sich über 140 Jahre hinweg in die Datenbank eingeschlichen hatten. Denn die Meßmethoden waren in diesem Zeitraum alles andere als einheitlich.

Während man vor dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise das Wasser noch mit einem Eimer an Bord holte und dort nach wenigen Minuten die Temperatur von einem Quecksilberthermometer ablas, sind die Sensoren heute meist in das Ansaugrohr für das Kühlwasser integriert. Dort aber – so ergab der direkte Vergleich – sind die Meßwerte zwischen 0,3 und 0,7 Grad höher als die im Eimer bestimmten.

Auch ist Eimer nicht gleich Eimer. Seitdem nämlich 1853 in Brüssel die „Internationale Vereinbarung über Messung, Sammlung und Austausch maritim meteorologischer Beobachtungen“ unterzeichnet wurde, holte man das Wasser mal mit Säcken aus Segeltuch, dann mit Holz- oder Metalleimern und seit dem Zweiten Weltkrieg endlich auch mit Plastikeimern an Bord. Da diese Behältnisse jeweils unterschiedlich gute Isolatoren sind und die genaue Meßmethode erst seit 1970 registriert ist, war Jones gezwungen, die meisten Meßwerte zu korrigieren und nicht wenige völlig außer Acht zu lassen. Dennoch ist das Ergebnis der Detektivarbeit eindeutig: „Die Durchschnittstemperatur der Erde ist in den letzten 100 Jahren um 0,5 Grad gestiegen“, sagt Jones.

Die Erwärmung – auch darin lind sich die Experten einig – ist auf die Freisetzung großer Mengen von Treibhausgasen durch den Menschen zurückzuführen. Zwar gibt es einen geradezu lebenswichtigen, natürlichen Treibhauseffekt, verursacht durch Wasserdampf md Kohlendioxid, ohne den die Erde ein kalter und unbewohnbarer Planet wäre. „Aber der Mensch bringt derzeit jährlich durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe und die Abholzung von Wäldern etwa 7,5 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zusätzlich in dieses fein balancierte System“, betont Georges Woodwell, Direktor des Woodshole Research Center im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts. Das entspricht umgerechnet rund fünf Milliarden Tonnen Kohlenstoff.

In dieser Rechnung sind die Weltmeere die große Unbekannte. Sie bilden den bei weitem größten Kohlendioxidspeicher, doch fallt es schwer, abzuschätzen, was angesichts zunehmender Temperaturen langfristig geschehen wird. 40.000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff werden allein in den tieferen, austauscharmen Schichten vermutet. An der Grenzschicht zur Atmosphäre befinden sich nochmals rund 800 Milliarden Tonnen. Hier findet auch ein reger Austausch mit der Luft statt. Ein Drittel bis zur Hälfte des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten CO2 werden so entsorgt, doch funktioniert diese Pufferfunktion nur über begrenzte Zeit.

Eine Möglichkeit, das Gas zu entfernen, wird von den fotosynthetischen Meeresorganismen demonstriert: Ein Sammelsurium meist winziger Organismen, das Phytoplankton, produziert aus Licht und CO2 ständig neue Nährstoffe. Der Kohlenstoff wandert in die Schalen und Gehäuse der Mikroorganismen und fallt nach deren Tod auf den Meeresgrund. Doch die dazu erforderlichen gewaltigen Zeiträume stehen der Menschheit nicht mehr zur Verfügung, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden.

(erschienen in „DIE WELT“ am 18. April 1991)

Schutz für den Tropenwald

Einen Rodungsstopp für alle Tropenwälder fordert Professor Gundolf Kohlmaier vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Frankfurt. Der Klimaforscher weiß, wovon er redet, denn der 57jährige hat in einem aufwendigen Computerprogramm den Einfluß der Pflanzenwelt auf das Weltklima simuliert. Ergebnis der Studie: Die ständig steigende Produktion des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) durch den Menschen kann kaum noch durch vermehrten Pflanzenwuchs aufgefangen werden.

Laborversuche hatten zuvor ergeben, daß der vermehrte CO2-Gehalt der Atmosphäre das Pflanzenwachsturn begünstigt. Bei der Photosynthese entziehen nämlich die grünen Pflanzen und Algen ihrer Umgebung das Kohlendioxid. Innerhalb gewisser Grenzen wirkt das Treibhausgas wie ein Dünger, so daß manche Forscher argumentierten, dieser Effekt könnte das überschüssige Treibhausgas „wegfangen“ und die schleichende Erwärmung der Atmosphäre verhindern.

Leider aber deutet Kohlmaiers Modell darauf hin, daß die 5,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die jährlich bei Verbrennungsprozessen aus den Schornsteinen von Kraftwerken, Industriebetrieben und Privathaushalten entweichen, von der Vegetation nicht mehr bewältigt werden können, wenn die zunehmende Vernichtung der Tropenwälder nicht gestoppt wird. Derzeit schrumpfen diese Regionen jährlich um 140.000 Quadratkilometer.

Kohlmaier, der sein Fachwissen auch in die Enquete-Kommission des Bundestages zum Schutz der Erdatmosphäre einbringt, fürchtet eine weitere Verschärfung des Treibhauseffekts. Wenn die Prognosen der Klimaforscher zutreffen, wird sich die globale Durchschnittstemperatur innerhalb von 50 Jahren um drei Grad erhöhen. Dann, so warnt Kohlmaier, setzt der Boden als einer der größten CO2-Speicher weitere 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff frei – fünfzig Mal so viel, wie jährlich durch die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas entsteht.

(erschienen in „DIE WELT“ am 5. April 1991, anlässlich der Verleihung des Philip-Morris Forschungspreis an Prof. Kohlmaier)

Was wurde daraus? Die Welternährungsorganisation FAO hat errechnet, dass alleine in Amazonien zwischen 1990 und 2010 annähernd 600.000 Quadratkilometer Regenwald verschwunden sind – dies entspricht fast der doppelten Fläche Deutschlands. Zwischen 2000 und 2005 schrumpften die bewaldeten Flächen in den meisten wichtigen Ländern aber nur noch um weniger als 1 Prozent, wie ich der Wikipedia entnehme. Eine noch verlässigere Datenquelle dürfte Our World in Data sein, wo man Zahlen der Welternährungsorganisation aufbereitet hat. Dort ist zu sehen, dass in den Jahrzenten zwischen 1990 und 2009 die jährlichen Verluste in Afrika mit etwa 0,5 % und in Amerika mit 0,25 %  zwar noch immer beträchtlich waren, dass aber im gleichen Zeitraum in Asien jeweils 0,25 % neuer Waldflächen wuchsen, und in Europa sogar 0,37 %. Das ist zwar noch immer kein Grund zum Jubeln, scheint mir aber weniger ausgeprägt als der gefühlte bzw. von den Medien transportierte Schwund.

Klimakatastrophe durch Golfkrieg?

Nachdem die internationale Streitmacht sich bereits am ersten Tag der kriegerischen Auseinandersetzungen die Lufthoheit über den Irak und Kuwait gesichert hat, gibt es nach wie vor Befürchtungen, daß die Kämpfe zu einer ökologischen Katastrophe ohnegleichen führen könnten.

Schätzungsweise ein Drittel der 1000 kuwaitischen Ölquellen wurde durch die irakischen Besatzungstruppen vermint. Nach unabhängigen Schätzungen könnten bei einer Sprengung täglich 1,5 Millionen Barrel Rohöl verbrennen, das entspricht etwa 140 Millionen Litern.

Ausgelöst wurden die Spekulationen über eine drohende Umweltkatastrophe, in deren Gefolge auch ein „nuklearer Winter“ nicht ausgeschlossen werden könne, durch eine Konferenz, die vor zwei Wochen in London von Penny Kamp organisiert wurde. Kamp war bisher vornehmlich als Autor zu Umweltthemen in Erscheinung getreten.

In Anwesenheit von Vertretern der Ölindustrie, Mitgliedern der Friedensbewegung und einer Reihe von Umweltingenieuren beschrieb John Cox, Vizepräsident der Kampagne für Nukleare Abrüstung und Berater einer Ölfirma, ein Weltuntergangsszenario und warnte vor einer ökologischen Katastrophe ohne Beispiel. Dieser Vermutung wiedersprach unter anderem John Houghton, Direktor des Britischen Wetteramtes: „Wir glauben nicht, daß es ein größeres Klimaproblem geben wird.“

Nach den wissenschaftlichen Grundlagen für die widersprüchlichen Äußerungen befragte die WELT einen der renommiertesten deutschen Klimaforscher. Professor Christian-Dietrich Schönwiese ist Direktor des Instituts für Meteorologie und Geophysik der Goethe-Universität in Frankfurt und Mitglied des IPCC, (Intergovernmental Panel on Climate Change), einer weltweiten Vereinigung von Klimaexperten.

Die Äußerungen des britischen Chemieingenieurs John Cox haben in der Öffentlichkeit große Besorgnis über die möglichen Folgen eines Golfkrieges hervorgerufen. Cox behauptet unter anderem, daß eine Sprengung der kuwaitischen Ölquellen durch irakische Truppen gewaltige Brände hervorrufen würde. Das brennende Öl und die entstehenden Rußwolken. so Cox, würden zu einem Ozonloch von gigantischen Ausmaßen führen, möglicherweise würde auch der Monsunregen ausbleiben und so eine Milliarde Menschen mit dem Hungertod bedrohen.

Schönwiese: Das halte ich für äußerst spekulativ, auch für sehr unwahrscheinlich.

Glauben Sie, daß sich hier ein kompetenter Wissenschafller geäußert hat? Herr Cox scheint bisher noch nicht als Umweltexperte in Erscheinung getreten zu sein.

Schönwiese: Es ist leider so, daß sich jetzt viele selbsternannte Wissenschaftler äußern. Ich habe die Namensliste der letztjährigen Weltklimakonferenz durchgesehen; das waren immerhin 150 Leute weltweit plus 200 weitere, die die Texte kritisch durchgesehen haben. Dabei ist mir dieser Name nie untergekommen. Ich kenne ihn (Cox) also schlicht nicht. Es passiert häufiger, daß ich Meinungsäußerungen höre zu Klimaproblemen von Leuten, die mir aus der klimatologischen Wissenschaft her vollkommen unbekannt sind.

Werden die Gefahren eines Golfkrieges in den Medien realistisch dargestellt?

Schönwiese: Zwar habe ich nicht alles verfolgt, was da geschrieben und gesagt wurde, aber das, was ich höre, scheint mir übertrieben zu sein.

Die Ölmengen, die schlimmstenfalls in Kuwait verbrennen (Schätzungen gehen von 1,5 Millionen Barrel täglich aus), scheinen im Vergleich zum weltweiten Verbrauch von täglich 50 Millionen Barrel eher klein. Wie kann man da zu der Behauptung gelangen, über dem indischen Subkontinent drohe ein riesiges Ozonloch?

Schönwiese: Mit dem Ozonloch hat das gar nichts zu tun, höchstens mit dem Treibhauseffekt. Durch die Verbrennung wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Durch die Energienutzung, indirekt auch durch die Brandrodungen werden jährlich 26 Milliarden Tonnen diese Treibhausgases freigesetzt. Ich schätze, daß in Kuwait nur etwa ein Tausendstel dessen entstehen könnte. Das heißt, es dürften einige Millionen Tonnen sein, die in die Atmosphäre gelangen und dann auch nicht ein ganzes Jahr lang, sondern, wenn man Pech hat, einige Monate, vielleicht aber auch nur einige Tage. Mit anderen Worten: Das Ausmaß der CO2-Freisetzung im Zuge des Golfkrieges ist viel viel kleiner als die Freisetzung durch die Weltenergienutzung. Außerdem entstehen durch brennende Ölfelder auch Rußpartikel.

Zu diesem Szenario gibt es Modellrechnungen zum sogenannten nuklearen Winter im Falle eines weltweiten Atomkrieges. Man geht dabei von ähnlichen Annahmen aus, allerdings mengenmäßig und auch räumlich sehr viel umfangreicher. Bei diesen Berechnungen ergibt sich, wie der Name schon sagt, eine Abkühlung. Wenn ich das Szenario „Weltatomkrieg“ jetzt mit dem Golfkrieg vergleiche, so ist im Falle des Golfkrieges das Ausmaß sehr viel geringer; entsprechend geringer ist auch der Einfluß auf das Weltklima. Meine Studenten haben mich heute bereits um eine kurze Stellungnahme gebeten. Ich meine: Die durch einen Golfkrieg verursachten Klimaänderungen sind verschwindend gering, wenn überhaupt welche auftreten. Die ökologischen Folgen, insbesondere wenn es zu einem Einsatz biologischer Waffen kommt, könnten nach meiner Meinung verheerend sein. Allerdings bin ich nicht der Fachmann, um diese Frage im Einzelnen zu beurteilen.

Ihr Kollege, Prof. Paul Crutzen vom Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie verweist darauf, daß der Rauch die Ozonschicht dennoch bedrohen könne, indem die Rußpartikel – wenn sie bis in diese Schichten der Atmosphäre vordringen – das Ozon dort „wegdrücken“.

Schönwiese: Dem kann ich nicht folgen. Die Rußpartikel und das Ozonloch haben miteinander überhaupt nichts zu tun. Der Abbau des Ozons in der Stratosphäre hängt mit den Fluorchlorkohlenwasserstoffen zusammen, insbesondere den Chloratomen, die in diesen Substanzen enthalten sind. Ich halte Herrn Crutzen für einen sehr kompetenten Fachmann, aber dieser Argumentation kann ich nicht folgen.

(erschienen in „Die WELT“, am 18.1.1991)

Buchbesprechung: Der Treibhauseffekt

Zum Treibhauseffekt wurden mittlerweile Tausende von Untersuchungen vorgenommen; entsprechend viele Fachartikel, Zusammenfassungen und Empfehlungen verwirren den interessierten Laien. Da tut es gut, eine Schilderung der Problematik aus erster Hand zu bekommen. Christian Schönwiese, Mitglied der Enquete-Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre, trennt zusammen mit dem Physiker Dr. Bernd Diekmann menschengemachte von natürlichen Klimaänderungen, unterscheidet Fakten von Spekulationen und gelangt so zu Schlussfolgerungen, die zu ignorieren wir uns nicht länger leisten sollten.

Der Treibhauseffekt“ – Der Mensch ändert das Klima. Rowohlt Verlag. 220 S., 8,80 Mark.

(erschienen in der WELT am 8. November 1990. Aktualisiert am 7.Mai 2017)

Klimapolitik: „Das läuft nicht besonders gut“

Interview mit Professor Christian Schönwiese, einer der führenden Klimatologen in Deutschland und Mitautor des IPCC-Reports.

In dem Report wird nicht ausgeschlossen, dass die beobachteten Klimaveränderungen natürlichen Ursprungs sein könnten. Was sagen Sie denjenigen, die daraus ableiten, dass derzeit noch kein Handlungsbedarf bestünde?

Schönwiese: Im Grunde wurden hier zwei Hypothesen genannt, neben der bereits erwähnten gibt es auch die Möglichkeit, dass die natürlichen Klimaschwankungen die menschgemachten abgedämpft haben, so dass ohne natürliche Klimaschwankungen die menschgemachten noch größer gewesen wären. Diese Hypothese beruht auf Forschungsergebnissen, die wir hier in Frankfurt erarbeitet und kürzlich vorgestellt haben.
Nach diesen Ergebnissen würde der vom Menschen verursachte Temperaturanstieg in den letzten hundert Jahren bereits ein Grad Celsius ausmachen, wenn diese Temperaturerhöhung nicht teilweise durch natürliche Prozesse wie zum Beispiel Vulkanausbrüche abgeschwächt worden wäre. Im Moment – so viel ist richtig – beruht der Handlungsbedarf auf den Modellrechnungen, und nicht auf den beobachteten Klimaveränderungen.
Das was diese Modelle vorhersagen, bedeutet aber, dass innerhalb von zehn bis zwanzig Jahren Veränderungen eintreten werden, die größer sind als die natürlichen Schwankungen. Sehr wesentlich ist auch, dass das Klima mit Jahrzehnten Verzögerung auf die menschlichen Klimaveränderungen reagiert. Mit anderen Worten: Das was wir jetzt beobachten, wurde wahrscheinlich schon vor Jahrzehnten von der Menschheit verursacht. Wenn wir heute sofort reagieren würden, dann dauert es noch Jahrzehnte, bis das Klima reagiert. Deshalb sollte man frühzeitig reagieren, auch Aufgrund von Wahrscheinlichkeits- und Risikoaussagen, weil das Risiko insgesamt zu groß ist.

Was erhoffen Sie sich von der Weltklimakonferenz?

Schönwiese: Die Konferenz hat einen „wissenschaftlichen Vorlauf“, bei dem das Ergebnis der Studie nochmals zusammenfassend dargestellt wird. Wie ich sehe, sind Politiker dabei nicht anwesend, das läuft also nicht besonders gut. Auch sind nicht alle Wissenschaftler anwesend, die die Studie geschrieben haben, sondern nur eine gewisse Auswahl, dafür aber Behördenvertreter und alle möglichen Leute, die mit dem Thema eigentlich gar nichts zu tun haben. Also das läuft ein bisschen seltsam aus meiner Sicht.
In der zweiten Phase sollen dann die Politiker dazukommen und die Weichen stellen zu einer Weltklimakonvention, wie wir hoffen.
Das heißt, wir wünschen uns, dass der Vorschlag der Enquete-Kommission des Bundestages „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“, auch von anderen übernommen wird. Darin ist eine Reduktion der CO2-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2005 vorgeschlagen. Wir hoffen, dass sich in der Weltklimakonvention, die für 1992 geplant ist, möglichst viele Länder verpflichten, CO2 um einen festen Prozentsatz zu reduzieren, und aus den FCKW-Gasen auszusteigen.
Ob das wirklich zustande kommt ist die große Frage. Wahrscheinlich wird es so sein, dass z. B. die Entwicklungsländer nicht bereit sein werden, diese Maßnahmen zu beschließen, weil hier andere Problem dringender sind. Aber auch in den Industrieländern gibt es Widerstände, etwa in den USA oder in Japan, wo es von Seiten der Wirtschaft kräftige Gegenbewegung gibt. Dort stellt man sich auf den Standpunkt, die Abschätzungen der Klimatologen seien viel zu vage, um jetzt schon konkrete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Was kann die Regierung, was der Einzelne gegen den Treibhauseffekt tun?

Schönwiese: Die Enquete-Kommission hat festgestellt, dass im Bereich der CO2-Emissionen besonders die privaten Haushalte gefordert sind. Diese könnten zur angestrebten Reduktion des Kohlendioxids rund ein Drittel beitragen, hauptsächlich durch verbesserte Wärmedämmung in Häusern und den Austausch „stromfressender“ Geräte zugunsten von sparsameren Typen.
Privatleute, die etwas tun wollen, können hier schon einen erheblichen Beitrag leisten. Die Ausbeute der Energiegewinnung könnte auch durch Kraft-Wärme-Kopplung verbessert werden, einer Technik bei der die Wärme weitergenutzt wird, die bei der Energieerzeugung anfällt. Derartige Maßnahmen könnten nochmals ein Fünftel der angestrebten CO2-Minderung bewirken. Ein weiteres Fünftel wäre durch eine Verlagerung von fossilen Brennstoffen auf die Kernenergie sowie auf Energien wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft einzusparen.
Bei der Kernenergie gibt es hier allerdings heftige politische Auseinandersetzungen, so dass die Enquete-Kommission sich darauf geeinigt hat, die Anzahl der Kernkraftwerke nicht weiter zu erhöhen. Man muss auch sehen, dass der Beitrag der Kernenergie alleine nur etwa vier Prozent ausmacht. Man hofft nun, im Bereich der Solarenergie weiter voran zu kommen, doch gibt es auch hier viele Skeptiker.

Wo ist der Forschungsbedarf derzeit am Größten?

Schönwiese: Es gibt trotz einem riesigen Aufwand noch erhebliche Schwächen in den Klimamodellen. Verdunstung, Wolkenbildung und Niederschlag sind drei Faktoren, die von den Modellen nur unzureichend erfasst werden. In den Ozeanen ist über die Bewegung der kalten Wassermassen noch recht wenig bekannt. Weitere Schwachpunkte sind die Verknüpfung von atmosphärischen mit ozeanischen Vorgängen, das Verhalten driftender Meereismassen und – nicht zu vergessen – die gesamte „Biosphäre“, vor allem der Einfluss der Pflanzenwelt auf das Klima, welcher in den Modellen nicht enthalten ist.
Auch in zehn oder zwanzig Jahren wird man noch nicht das ideale Modell haben, das alle diese Faktoren einschließt. Darum sollte man nicht nur die Entwicklung der Klimamodelle fördern, sondern auch die Analyse der Beobachtungsdaten. Dies wird derzeit stark vernachlässigt.

(erschienen in der WELT am 31. Oktober 1990. Überarbeitet am 30. April 2017)

Was ist daraus geworden? Das Interview und der dazugehörige Artikel zum 1. Report des IPCC wurden vor mehr als 25 Jahren veröffentlicht. Ich dokumentiere sie hier auch, um den Klimawandelskeptikern und -Leugnern einen Gelegenheit zu geben, die alten Aussagen und Vorhersagen zu überprüfen und mit den aktuellen Messdaten und Trends der letzten Jahrzehnte zu vergleichen. Schönwiese ist mittlerweile als Professor emeritiert, auf der Webseite seines alten Instituts hat er aber eine Fülle von Publikationen und Vorträgen öffentlich gemacht, wie zum Beispiel diese aktuelle Präsentation im Senckenberg-Museum.