Aktuell finden Sie hier 255 Beiträge aus 34 Jahren Tätigkeit. Komplett sind zwar nur die ersten 6 Jahre – aber auch den Rest werde ich noch nachliefern!

20222021202020192018201720161993199219911990198919881987

2022 (2)
  • 23. Februar - Bei Kinderwunsch an Jod und Folsäure denken
    Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel und -zusätze ist groß, zumeist nutzen diese Präparate aber nur den Herstellern. Diesen Standpunkt, den ich über Jahrzehnte in zahlreichen Studien bestätigt fand, vertritt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es wörtlich: „Für gesunde Menschen in Deutschland, die sich ausgewogen und vielfältig ernähren, sind […]
  • 16. Februar - Ein Jungbrunnen für die Muskeln?
    Inspiriert von einem Fachartikel, den ich für Univadis.de geschrieben habe, habe ich das Wort „Urolithin“ gegoogelt. Binnen einer halben Sekunde findet die Suchmaschine 180.000 Einträge. Der oberste stammt von der Wikipedia, ist äußerst knapp und belehrt mich: „Die Urolithine sind eine Gruppe natürlicher Phenole, die beim Abbau von Ellagsäure und Ellagitanninen im Verdauungstrakt entstehen.“ Ellagsäure […]
2021 (8)
  • 14. Juli - Denguefieber mit Bakterien bekämpft
    Mit Hilfe natürlich vorkommender Bakterien haben australische Wissenschaftler einen bedeutenden Erfolg gegen das Denguefieber errungen: Auf einer Testfläche im indonesischen Yogyakarta reduzierte die biologische Infektionskontrolle unter mehr als 8000 Versuchsteilnehmern die Zahl der Erkrankungen auf ein Viertel, und die Zahl der Klinikeinweisungen auf ein Siebtel. Finanziert wurde die Studie von der Tahija-Stiftung, dem Wellcome Trust, […]
  • 12. Juli - Müdigkeit mit Nervenstimulator verringert
    Forschern der US-Luftwaffe ist es gelungen, mit einem Nervenstimulator die Übermüdung freiwilliger Versuchspersonen nach einer durchwachten Nacht zu lindern. Sie benutzten dazu ein Gerät von der Größe eines Rasierapparates, das an den Hals gehalten wird und mit winzigen Stromschlägen den unter der Haut verlaufenden Vagusnerv anregt. Über die von der US-Raumfahrtbehörde NASA finanzierte Studie berichtete […]
  • 08. Juni - Gewalt als Folge einer Kopfverletzung?
    Dass gewalttätige Menschen häufiger im Gefängnis landen als friedliche Zeitgenossen dürfte niemanden überraschen. Die Frage, warum jemand eine Körperverletzung begeht, ist aber nicht so einfach zu beantworten. In der Fachzeitschrift Lancet Psychiatry haben Wissenschaftler nun eine Studie veröffentlicht, wonach Frauen, die in schottischen Gefängnissen einsitzen, extrem häufig Kopfverletzungen erlitten haben. Und eben diese Frauen hatten eindeutig häufiger […]
  • 28. April - Vorhersage der Schuppenflechte
    Nicht nur lästig und häufig quälend, sondern oft auch traumatisierend – so erleben viele Patienten die Hautkrankheit Schuppenflechte (Psoriasis). Angesichts silbriger Hautschuppen oder roter Flecken fühlen sie sich entstellt und ausgegrenzt, obwohl die Psoriasis nicht ansteckend ist. Dazu kommt trotz Medikamenten bei annähernd der Hälfte der rund 2 Millionen Betroffenen in Deutschland ein ständiger Juckreiz. […]
  • 26. April - Keine Entwarnung nach Corona
    Es sind Zahlen, die mittlerweile fast jeder kennt: Mehr als 3 Millionen Menschen haben sich in Deutschland mit dem neuen Corona-Virus infiziert, mehr als 80.000 sind damit gestorben. Vergleichsweise wenig weiß man aber bisher über jene, die an COVID-19 (so der Fachbegriff der Erkrankung) litten und nicht in die Klinik mussten. War´s das oder kommt […]
  • 12. April - Elektrostimulator lindert Nervenschmerzen
    Schmerzen und Missempfindungen, die häufig als Spätfolge der Zuckerkrankheit auftreten, können durch ein Implantat gelindert werden, das am Rückenmark eingepflanzt wird und dort mit schwachen Elektroimpulsen die Übertragung von Schmerzsignalen ans Gehirn unterbricht. Dies ist das Ergebnis der bislang größten Studie ihrer Art mit 216 Patienten in mehreren US-Kliniken. Sie wurde vom Hersteller des Implantats, […]
  • 08. April - Corona: Löchriger Schutz nach Infektion
    Menschen, die sich auf natürliche Weise mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) angesteckt haben, sind danach mindestens ein halbes Jahr lang deutlich weniger anfällig für eine zweite Infektion. Dieser „natürliche Schutz“ ist aber weniger gut als mit den meisten Impfungen, und insbesondere ältere Menschen sind auch nach einer ersten Corona-Infektion weiterhin stark gefährdet. Dieser Schluss kann aus […]
  • 07. April - Krebsrisiko durch Sonnenschäden abgeschätzt
    Wer oft, lange, und ungeschützt in der Sonne weilt, erhöht damit sein Risiko, eine Aktinische Keratose zu bekommen. Sie gilt als Vorstufe für das Plattenepithelkarzinom, den zweithäufigsten bösartigen Hauttumor. Wie hoch das Risiko dafür genau ist, haben Wissenschaftler nun anhand von Daten der Krankenversicherung Kaiser Permanente aus Nordkalifornien geschätzt, die diese Studie auch finanziert hat. […]
2020 (6)
  • 08. August - Ammoniumnitrat
    Chemische Verbindung mit der Summenformel NH4NO3. Bedeutsam als Düngemittel (gemischt mit Kaliumchlorid) und als Bestandteil von Sprengstoffen im Bergbau. Jährlich werden aus den Ausgangsstoffen Ammoniak und Salpetersäure weltweit mehrere Millionen Tonnen produziert. Zum Einsatz als Flüssigdünger kamen beispielsweise in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2017/18 etwa 145.000 Tonnen Ammoniumnitrat-Harnstofflösung. In reiner Form ist Ammoniumnitrat ein farbloses, an […]
  • 21. Juli - Vitiligo – Weiße Flecken auf dunkler Haut
    Eine fortschreitende, nicht ansteckende Hautkrankheit, die bislang nicht geheilt werden kann. Typisch sind scharf begrenzte, hellrosa bis kalkweiße Flecken. Sie treten oft symmetrisch auf, bilden einen auffälligen Kontrast zur natürlichen Hautfarbe, und finden sich vorwiegend an den Körperöffnungen, sowie am Rumpf und den Extremitäten. Dies ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch insbesondere für dunkelhäutige Menschen […]
  • 28. April - So erkennt man einen Experten
    Ob Corona oder Klima, Gentechnik oder Atomkraftwerke – ständig treffe ich auf Facebook, Twitter und in den Medien auf Leute, die als Experten auftreten, obwohl sie offensichtlich keine Ahnung haben. Das frustriert mich nicht nur als Wissenschaftsjournalist, ich sehe darin auch eine echte Gefahr für unsere Gesellschaft. Deshalb habe ich heute mal zur Abwechslung einen […]
  • 23. Januar - Krebspatienten oft schlecht ernährt
    Etwa jeder dritte Krebspatient, der in einer Schwerpunktpraxis versorgt wird, ist unzureichend ernährt. Herausgefunden hat dies ein Team um Professor Hans Hauner, Leiter des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München. Veröffentlicht wurden die Erkenntnisse jetzt in der Deutschen Medizinischen Wochenzeitschrift. Bisher gab es keine derartigen Untersuchungen zu ambulanten Patienten in Deutschland. Dies, obwohl […]
  • 05. Januar - Google-Technik soll Brustkrebs erkennen
    Die Mammographie ist ein Verfahren, bei dem Röntgenbilder der weiblichen Brust angefertigt werden. Ziel ist es, eine Krebserkrankung möglichst früh zu erkennen, genauer zu erfassen, oder auszuschließen. Die schwierige Aufgabe erfordert ein langes Fachstudium, und selbst Radiologen mit großer Erfahrung liegen mit ihren Beurteilungen nicht selten daneben. Die Folge sind falsche Alarme („falsch Positive“), die […]
  • 03. Januar - Ganz kurz: Übergewicht und Demenz
    Erkranken dicke Frauen häufiger an einer Demenz? Diese Frage haben sich Forscher um Sarah Floud vom Nuffield Department of Population Health an der Universität Oxford vorgenommen, und dafür Daten aus der „Million Women Study“ angeschaut. Wie der Name schon sagt haben daran – in den Jahren 1996 bis 2001 – mehr als eine Million Frauen […]
2019 (20)
  • 06. Oktober - Reiche Frauen leben am längsten
    Über Ungleichheit wird zu Recht viel diskutiert. Beim wertvollsten Gut – unserer Lebenserwartung – gibt es mindestens zwei Dinge, die entscheidend sind. Reich zu sein ist das Eine. Eine Frau zu sein das Andere. Und am besten ist die Kombination aus beidem: Wie jetzt eine Studie ergab, leben die reichsten Norwegerinnen im Durchschnitt fast 16 […]
  • 22. September - Überbewertete Krebskiller?
    Sie gelten als einer der größten Fortschritte im Kampf gegen den Krebs, und ihre Entdecker Tasuku Honjo und James P. Allison erhielten auch prompt den Nobelpreis für Medizin des Jahres 2018: Immuncheckpoint-Inhibitoren sind eine neue Klasse von Medikamenten, welche die eingebauten Bremsen des Immunsystems zu lösen vermögen. Vor allem beim „schwarzen Hautkrebs“ (Melanom) und bei […]
  • 25. August - Sich regen? Von wegen!
    Eine, vom Nationalen Krebsinstitut mitfinanzierte, Langzeitstudie zeigt, dass US-Amerikaner unverändert lange auf ihrem Hintern sitzen. Damit verbringen sie sechs bis acht Stunden täglich – eine Zeitspanne, die sich zwischen 2001 und 2016 kaum verändert hat. Herausgefunden hat dies ein Team um die Epidemiologin Dr. Lin Yang von der Forschungsstelle Cancer Epidemiology and Prevention Research, CancerControl […]
  • 17. August - Hilfsstoffe in Tabletten: Von wegen „inaktiv“
    Viele der angeblich „inaktiven“ Hilfsstoffe in Tabletten könnten Nebenwirkungen verursachen, warnen Experten des Massachussetts Institute of Technology (Cambridge) in der Zeitschrift Science Translational Medicine. Für ihren Bericht haben die Mediziner um den Schweizer Dr. Daniel Reker zwar keine eigenen Experimente angestellt. Allerdings durchforsteten sie zwei große Arzneimitteldatenbanken nach Inhaltsstoffen und verglichen diese Informationen mit Literaturangaben […]
  • 26. Juli - Hautkrebserkennung: Software schlägt Doktor
    Allmählich müssen Hautärzte (Dermatologen) sich Sorgen machen, dass Kollege Computer ihnen Konkurrenz macht. Grund dafür ist die zunehmende Leistungsfähigkeit von Programmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), die selbstständig lernen können. Das Ergebnis eines, vom Bundesministerium für Gesundheit finanzierten Projektes lässt jedenfalls Staunen: Nachdem die Software mit mehr als 12000 Bildern von klinisch bestätigtem […]
  • 26. Juli - Maschine konserviert Schweinehirn
    Ganz schön gruselig wirkt auf den ersten Blick eine Reihe von Experimenten, über die der Neuroforscher Professor Nenad Sestan von der Yale School of Medicine und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Nature berichten: Von Dutzenden abgetrennten Schweineköpfen ist da die Rede, die noch vor Ort in der Schlachterei präpariert und später im Labor an eine […]
  • 24. Juli - Strom holt Gedächtnis zurück
    Nicht zum ersten Mal ist es gelungen, mit der Methode der transkraniellen Hirnstimulation das Gedächtnis älterer Menschen vorübergehend zu verbessern. Die Arbeit, über die Laborleiter Robert M. G. Reinhart von der Boston University und sein Kollege John A. Nguyen in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience berichten, ist dennoch etwas Besonderes, denn die beiden Wissenschaftler haben bei […]
  • 06. Juli - Weniger Behinderungen bei MS-Patienten
    Zu den vielen erfreulichen Dingen, über die ich in jüngster Zeit für meinen Kunden Univadis berichten durfte, gehört auch eine neue Studie aus Schweden. Sie zeigt, dass Patienten mit der häufigsten Form der Multiplen Sklerose heutzutage länger mobil bleiben, und weniger schnell Behinderungen erleiden, als noch vor 20 Jahren. Finanziert wurde diese Studie nicht von […]
  • 01. Juli - Ein Rezept für Hautkrebs: Achtlos in der Sonne
    In der Hitze des Sommers sendet die Sonne ein Warnzeichen, wenn sie vom Himmel brennt. Allzu vielen Menschen scheint dies jedoch egal zu sein, ergab eine Stichprobe, die Hautärzte am Rande des Oktoberfests erfasst haben. Neun Tage lang hatten die Experten Besuchern beim Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest kostenlose Untersuchungen der Haut angeboten. Das wichtigste Ergebnis lautet: Menschen, […]
  • 19. Juni - Autismus: Schlaue Brille hilft, Emotionen zu erkennen
    Eine neuartige Technik unterstützt autistische Kinder dabei, Gesichtsausdrücke und Emotionen besser zu erkennen. Wie Forscher in der Fachzeitschrift JAMA Pediatrics berichten, haben sie dazu eine App entwickelt, die auf Smartphones läuft und mit einer intelligenten Brille zusammenarbeitet, die von Google bereit gestellt wurde. Da der Zeitaufwand für das Training und die Kosten relativ gering wären, […]
  • 28. Mai - Entwarnung für Chorknaben
    Kinder, die in einem Chor mitsingen, haben weniger Probleme mit dem Stimmapparat, so das Ergebnis einer Untersuchung aus Spanien. Die Befürchtungen vieler Eltern, die vielen Übungsstunden könnten die Stimme ruinieren, sind demnach unbegründet. In einer spezialisierten Klinik (geleitet vom Erstautor der Studie, Pedro Clarós) wurden im Rahmen dieser Studie 752 Mitglieder von Kinderchören und 743 […]
  • 03. Mai - Gefahr beim Gassi gehen
    Gassi gehen kann die Gesundheit fördern. Bei schwächeren alten Damen mit großen Hunden erhöht sich aber das Risiko für Stürze und Knochenbrüche Hunde, die plötzlich an der Leine zerren, sind besonders für schwächere Seniorinnen ein ernst zunehmendes Frakturrisiko. Eine Hochrechnung aus US-amerikanischen Notaufnahmen kommt zu dem Ergebnis, dass dies zuletzt etwa 4400 Mal pro Jahr […]
  • 26. April - Vergleichsstudie zur Aktinischen Keratose
    Gefährliche Hautschäden lassen sich am besten und am günstigen mit einer Salbe behandeln, die fünf Prozent des Wirkstoffes Fluorouracil enthält, so das Ergebnis einer Vergleichsstudie aus den Niederlanden. Die aktinische Keratose ist eine weit verbreitete Frühform des Hautkrebses (genauer: des Plattenepithelkarzinoms), die sich bei mehr als einem Drittel aller Menschen über 50 Jahren findet. Charakteristisch […]
  • 23. April - Parkinson – Eine Zwischenbilanz
    Nur wenige Nervenleiden haben mich so oft beschäftigt wie die Parkinson-Krankheit. Vielleicht wurde mir deshalb die Ehre zuteil, in diesem Jahr mehrere Mitteilungen für die Deutsche Parkinson-Gesellschaft zu verfassen, die kürzlich auf einer Pressekonferenz anlässlich des Welt-Parkinson-Tages verbreitet wurden. Die Originaltexte können Sie direkt dort nachlesen; für diese Seite will ich lediglich ein paar Highlights herausstellen: Weltweit hat […]
  • 26. März - Mammographie: Weniger Schmerzen durch „Selbstbedienung“
    Aus Frankreich kommt eine Studie die helfen könnte, Frauen bei der Röntgen-Untersuchung der Brust (Mammographie) Schmerzen zu ersparen. Überraschend dabei ist, dass dies offenbar ohne Qualitätsverluste möglich ist. Ein Nachteil könnte sein, dass die Röntgenassistentinnen mehr Zeit für die Untersuchung benötigen. Das Verfahren nennt sich „Selbst-Kompression“, was bedeutet, dass die Frauen bei einer Mammographie selbst […]
  • 04. März - USA: Pharmawerbung nimmt Patienten ins Visier
    Umgerechnet 8,5 Milliarden Euro haben Pharmafirmen, Gerätehersteller und Verbände im Jahr 2016 in den USA ausgegeben, um direkt bei kranken Menschen und anderen „Verbrauchern“ für ihre Produkte zu werben. Die Ausgaben für diese sogenannte „Direct-to-Consumer (DCT)“-Werbung haben sich damit in nur 20 Jahren mehr als vervierfacht. Insgesamt wurden rund 30 Milliarden Dollar ausgegeben – das […]
  • 01. März - Google weiß, wo es die Deutschen juckt
    Mit einer ziemlich ungewöhnlichen Methode haben Forscher ermittelt, an welchen Stellen die Deutschen der Juckreiz (Pruritus) plagt und welche Krankheiten dafür vermutlich verantwortlich sind. Wie sie in der Fachzeitschrift „Hautarzt“ berichten, nutzten sie dafür ein Werkzeug, das eigentlich vom Suchmaschinenbetreiber Google für die Werbung entwickelt wurde. Der sogenannte Google-AdWords-Keyword-Planner soll helfen, Websitebesucher zu gewinnen, die […]
  • 21. Januar - Crowdfunding statt Krankenkasse?
    Auf der Internetplattform GoFundMe werben schwerkranke Krebspatienten um Spender für Therapien, die Krankenkassen nicht bezahlen wollen. Eine Studie in der Fachzeitschrift Lancet Oncology fand heraus, dass mehr als 13000 Menschen bereit waren, dafür zu bezahlen – obwohl die Wirkung dieser Therapien nicht bewiesen ist, und sie möglicherweise sogar das Leben verkürzen. Dass die Arbeiten von […]
  • 08. Januar - Kombiprogramm hält Senioren länger fit
    Wie kann man die Selbstständigkeit von Senioren erhalten, die noch in ihrer eigenen Wohnung leben, aber schon Probleme mit Alltagsaktivitäten haben, wie zum Beispiel kochen, das Bett oder die Wäsche zu machen? Diese Frage haben sich Forscher und Ärzte an der Johns-Hopkins-Universität im US-amerikanischen Baltimore gestellt. Das Besondere daran ist, dass das Team um Professor […]
  • 03. Januar - Training reduziert Sturzgefahr bei Älteren
    Ältere Menschen, die mindestens ein Jahr lang zwei bis drei Mal wöchentlich trainieren, erleiden weniger Stürze und Sturzverletzungen. Dies berichten Dr. Philipe de Souto Barreto von der Universitätsklinik Toulouse und seine Kollegen in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine. Die Wissenschaftler haben allerdings keine eigene Untersuchung gemacht, sondern die Ergebnisse anderer Leute in einer sogenannten Meta-Analyse zusammengefasst. […]
2018 (1)
  • 05. Oktober - Harrison´s – Die Mutter aller Medizinbücher
    Zwei Bände, sechs Kilogramm, 476 Kapitel, fast 4000 Seiten im Großformat – Das ist für mich derzeit das Non-Plus-Ultra unter den Standardwerken der Medizin. Bestellt hatte ich Harrison´s Principles of Internal Medicine vorab bereits im April via Amazon, und dabei von dem garantierten Niedrigstpreis profitiert. Nu ja, so niedrig war er dann auch wieder nicht: Ich […]
2017 (5)
  • 04. Mai - Suchen bei PubMed
    Mit 27 Millionen Einträgen ist PubMed die größte, frei zugängliche Literaturdatenbank für die Biomedizin. Sie wird von den US-Nationalen Gesundheitsinstituten finanziert, ist deshalb natürlich englischsprachig, erfasst 5633 Zeitschriften (Stand 2016) und wächst jährlich um ca. 500.000 Einträge. Es folgt eine kleine Anleitung mit Beispielen, wie man aus dieser Flut von Informationen neue Fachpublikationen anhand von Titel, Autor, Stichwort […]
  • 10. Januar - Fragwürdige Zelltransplantationen gegen ALS
    Versuche, die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) mit der Transplantation von Stammzellen zu behandeln, könnten bei Patienten übertriebene Hoffnungen wecken, fürchte ich angesichts zweier wenig erfolgreicher Studien in Italien und Tschechien: Präsentiert wurden beide Studien im Spätjahr 2016 auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Society for Neuroscience in San Diego. Insgesamt waren 44 Patienten behandelt worden, allerdings hatte […]
  • 06. Januar - Selumetinib – wirksam gegen Neurofibrome, aber nicht verfügbar
    Eine seltene Erbkrankheit, die bei Kindern Nerventumore verursacht, kann offenbar mit dem Wirkstoff Selumetinib erfolgreich bekämpft werden, zeigt eine kleine Studie mit 24 Teilnehmern. Das als Neurofibromatose Typ 1 (NF1) bekannte Leiden verursacht häufig Geschulste, die nicht operiert werden können. Diese inoperablen plexiformen Neurofibrome wurden jedoch bei allen 24 Kindern in der Studie gebremst, und […]
  • 05. Januar - Spinale Muskelatrophie: Hoffnung durch Antisense-Technik
    Mithilfe einer neuartigen genetischen Technik ist es Wissenschaftlern erstmals gelungen, das Fortschreiten der Spinalen Muskelatrophie (SMA) bei Säuglingen und Kleinkindern zu verlangsamen – einer fatalen und bislang kaum aufzuhaltenden neurodegenerativen Erkrankung. „Dies ist eine vielversprechende Behandlungsmethode für die häufigste genetische Todesursache im Kindesalter“, so Prof. Christine Klein, Leiterin des Instituts für Neurogenetik an der Universität […]
  • 04. Januar - Impfstoff gegen Ebola
    Schon im kommenden Jahr könnte ein hochwirksamer Impfstoff gegen das gefürchtete Ebola-Virus in den besonders gefährdeten Ländern Afrikas zur Verfügung stehen. Grund für diesen Optimismus ist der Ausgang mehrerer Studien mit fast 6000 Menschen, die vorwiegend in Guinea in direkten oder indirekten Kontakt mit Ebola-Infizierten Personen gekommen waren, und die den neuen Impfstoff „rVSV-ZEBOV“ bekommen […]
2016 (6)
  • 11. August - Multiple Sklerose früh behandeln
    Nach der Diagnose sollten Patienten mit Multipler Sklerose (MS) möglichst schnell behandelt werden. Das fordert einer der renommiertesten Experten auf diesem Gebiet, Professor Ludwig Kappos, Chefarzt Neurologie am Universitätsspital in Basel. Er stützt sich dabei auf eine Studie, bei der Patienten mit unterschiedlichem Behandlungsbeginn über elf Jahre hinweg verfolgt und auf ihren Gesundheitszustand hin überprüft wurden. […]
  • 11. August - Computer gegen Retinitis pigmentosa
    Mit den unterschiedlichsten Ansätzen versuchen Forscher, die Ursache für die Augenkrankheit Retinitis pigmentosa (RP) aufzuhalten: den fortschreitenden Zerfall der Fotorezeptor-Zellen in der Netzhaut auf der Rückseite des Auges. Erste Anzeichen sind meist eine Verkleinerung des Gesichtsfeldes und eine Verschlechterung der Nachtsicht Zwar gibt es einige Erfolgsmeldungen aus frühen Versuchen, das Leiden mit einer Gentherapie zu […]
  • 10. August - Asthma – Wege zur Vorbeugung
    Vom Sport über die Hundehaltung bis zum „Genuss“ von Rohmilch reicht die Liste der Maßnahmen, die dem Asthma vorbeugen oder Beschwerden bei bereits Erkrankten lindern sollen. Dies zeigen mehrere Studien, die Arbeitsgruppen aus Deutschland, Schweden und Kanada in den vergangenen Monaten veröffentlicht haben. Ein Grund für die Suche nach Präventionsmöglichkeiten dürfte sein, dass die Häufigkeit […]
  • 05. August - Lehrreicher Krankenhausreport
    Wie gut sind unsere Krankenhäuser? Diese Frage hat Utta Seidenspinner im Auftrag des ZDF untersucht, und weil mich diese Frage beruflich ebenso wie privat interessiert habe ich die gleichnamige 45 Minuten lange Sendung angeschaut, kritisch hinterfragt und – auch für Sie – das Wichtigste mitgeschrieben. Beginnen wir mit einigen Fakten: Fast 2000 Krankenhäuser gibt es in […]
  • 29. Juli - Gute Laune aus dem Handy
    Man mag den Kopf schütteln über den aktuellen Hype um das Handy-Spiel Pokémon Go, aber lassen Sie es uns positiv sehen: Beim Fangen der virtuellen Viecher kommen die Spieler wenigstens in Freie und lernen ihre Umgebung kennen. Das scheint mir allemal besser als Extreme-Couching, Koma-Saufen und andere angesagte Freizeitaktivitäten. Nun haben Psychologen der Universität Basel zusammen […]
  • 14. Mai - Gekaufte Patienten?
    Habe mir gerade eine Reportage von Klaus Balzer in der ARD angesehen, zur der ich unbedingt meinen Senf geben möchte. Das Ganze hatte den Titel: Der gekaufte Patient? – Wie Pharmakonzerne Verbände benutzen und lief unter dem Etikett „Die Story“. Nun ja, Geschichten erzählen ist das Eine, Journalismus – investigativer zumal – ist eine andere Sache. […]
1993 (73)
  • 16. Dezember - Keuchhusten: Angst verhindert Impfung
    Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 100 Kinder und Säuglinge an Keuchhusten. Sie sterben umsonst, denn schon heute gibt es einen Impfstoff, der vor dem Erreger der Krankheit, dem Bakterium Bordetella pertussis schützt. „Die Todesrate wird auf Null, maximal aber zwei oder drei Kinder sinken, wenn eine flächendeckende Impfung in Deutschland Realität wird“, erklärte […]
  • 15. Dezember - Debatte über Tamoxifen-Studie
    Über die Notwendigkeit einer deutschen Präventionsstudie zum Einsatz des Antiöstrogens Tamoxifen bei Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko konnte auf einem Symposium der Dr. Mildred Scheel Stiftung keine Einigkeit erzielt werden. Entsprechende Studien laufen bereits in den Vereinigten Staaten, Australien, Italien und – nach einer fünfjährigen Diskussion – in Großbritannien. Für das 9. Treffen der Stiftung waren […]
  • 09. Dezember - Ärztliche Entscheidungen unter der Lupe
    Fehlendes Wissen, fehlende Daten und fehlende Zeit sind die größten Hindernisse für unsere Ärzte, wenn es darum geht, immer wieder die bestmögliche Behandlung für jeden einzelnen Patienten zu ermitteln. Diese Erfahrung ist für Professor Gerhard Riecker, Direktor der Medizinischen Klinik I am Münchner Klinikum Großhadern Anlaß, die Medizin als „Kunst im Umgang mit unsicherem Wissen“ […]
  • 09. Dezember - Krebsvorsorge auf dem Prüfstand
    Der Kampf gegen den Krebs ist meist auch ein Kampf gegen die Zeit. Je früher ein bösartiges Geschwür entdeckt wird, desto größer sollten deshalb die Chancen auf Heilung sein. Ob aber die verschiede­nen Früherkennungsverfahren, die heute angeboten werden, alle sinnvoll sind, ist wissenschaftlich keinesfalls gesichert. Das Nationale Krebsforschungsinstitut der Vereinigten Staaten (NCI) hat deshalb den […]
  • 03. Dezember - Neues vom „Aids-Skandal“
    Im Skandal um den Vertrieb von nicht ausreichend auf HIV getestetem Blutplasma sind in den vergangenen Tagen neue Details bekannt geworden. Im Falle der Koblenzer Firma UB Plasma wurden jeweils zwei bis vier Proben von verschiedenen Einzelspendern zusammen getestet, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Norbert Weise. Durch dieses Vorgehen sei die Sensitivität des Antikörpertests vermindert worden. […]
  • 03. Dezember - Weniger Hürden für die Gentechnik
    Verbraucherinitiativen und Umweltschutzverbände, die der Gentechnik kritisch gegenüberstehen, sehen sich ab Anfang nächsten Jahres einer ihrer wichtigsten Waffen beraubt: Öffentliche Anhörungen werden im Rahmen von Genehmigungsverfahren für die meisten Produktions- und Forschungsanlagen abgeschafft. Auch wenn die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen diskutiert wird, müssen besorgte Anwohner ebenso wie weitgereiste Fundamentalisten künftig auf das Medienspektakel einer öffentlichen […]
  • 03. Dezember - Neue Arzneien gegen die Depression
    In den 1990er Jahren wurde ich häufig von meinen Kunden auf medizinische Fachkonferenzen geschickt, einschließlich sogenannter Satellitensymposien, die dort von den Herstellern neuer Medikamente veranstaltet wurden. Dabei traten reihenweise mehr oder weniger renommierte Ärzte auf, die – natürlich gegen Honorar – ihre Argumente für die neuen und gegen die alten Präparate vortrugen. Die Kosten der […]
  • 02. Dezember - Hautkrebs mit „Genspritze“ geschrumpft
    Der erste klinische Ver­such zum direkten Gentransfer wurde erfolgreich abgeschlossen. Wie Gary Nabel und seine Mitarbeiter vom Medizinischen Zentrum der Universität Michigan in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift PNAS berichten, konnte das „therapeutische Potential“ und die Sicherheit der Methode an fünf Patienten bestätigt werden, die unter einem malignen Melanom des Stadiums IV litten. Im Rahmen […]
  • 02. Dezember - Hepatitis C: Die lange Suche nach dem Virus
    Während der „Aids-Skandal“ in der vorigen Woche seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte, wurden in Bonn zwei Männer geehrt, die sich abseits der großen Schlagzeilen um die Sicherheit von Blutpräparaten verdient gemacht haben. Daniel Bradley und Michael Houghton gelang es in zwei Jahrzehnten hartnäckiger Detektivarbeit, das Hepatitis C-Virus aufzuspüren – einen Erreger, der ebenso wie das Immunschwächevirus […]
  • 01. Dezember - Parvoviren – Verbündete gegen Krebs?
    Die Verbündeten von Jörg Schlehofer sind alles andere als groß. Rund fünf Millionen Parvoviren müßte man aneinanderreihen, um auf eine Strecke von nur einem Zentimeter zu kommen. Selbst unter dem Elektronenmikroskop sind die Winzlinge nur als kleine graue Pünktchen zu erkennen. Dennoch hoffen Schlehofer und sein belgischer Kollege Jean Rommelaere darauf, Parvoviren als hochpräzise Werkzeuge […]
  • 01. Dezember - Antisense-RNS: Blockade mit System
    Manchmal zahlt es sich aus, der Herde nicht zu folgen: Als Georg Sczakiel vor sieben Jahren von den ersten Versuchen erfuhr, Gene mit „Gegen-Genen“ zu hemmen, wurden Forschungen auf diesem Gebiet noch als „sehr riskant für den persönlichen Werdegang“ eingestuft. Heute ist Sczakiel Leiter einer sechsköpfigen Arbeitsgruppe am Zentrum für angewandte Tumorvirologie des DKFZ. Er […]
  • 01. Dezember - Rezepte gegen das Waldsterben
    Der Wald kommt unter die Räder. So lautete bisher die auf den Punkt gebrachte Befürchtung von Naturschützern, Umweltforschern und Forstbesitzern. Immer deutlicher wurde in den letzten Jahren, daß die beachtlichen Erfolge bei der Luftreinhaltung zunichte gemacht werden durch die scheinbar unaufhaltsame Zunahme der Verkehrs, durch unser aller Drang nach der Freiheit auf den eigenen vier […]
  • 01. Dezember - Dioxin – Wie gefährlich ist es wirklich?
    Dioxin ‑ ein einziges Wort genügt, um auch heute noch, 17 Jahre nach dem Chemieunfall im italienischen Seveso, Angst und Schrecken zu verbreiten. Die Bilder der vom Gift entstellten Gesichter, der toten Tiere und der Bagger, die monatelang den verseuchten Boden abtrugen, haben ihre Spuren hinterlassen. Als 1982 auch noch die 2400 Einwohner des amerikanischen […]
  • 01. Dezember - Mikrochip soll Blinden helfen
    Die Entwicklung eines Mikrochips, der im Auge von Blinden die Funktion bestimmter Sehzellen ersetzen könnte, steht nach fünfjähriger Arbeit kurz vor dem Abschluß. John Wyatt vom Massachusetts Institute of Technology und sein Kollege Joseph Rizzo wollen mit dem elektronischen Bauteil die Funktion von Stäbchen und Zäpfchen übernehmen, zweier Zelltypen in der Netzhaut, die bei bestimmten […]
  • 25. November - Mineralfasern schuld am Sick-Building-Syndrom?
    Mineralfasern könnten wenigstens zum Teil die Ursache von Erkrankungen sein, die als „Sick building syndrome“ (SBS) zusammengefaßt werden. Dagegen war weder für die Luftqualität noch für die Zahl der Raucher in Büroräumen ein eindeutiger Zusammenhang mit den Beschwerden von Angestellten herzustellen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Cornell im US-Bundesstaat New York nach der […]
  • 25. November - Strom öffnet Hautporen
    Durch kurze elektrische Impulse kann die Durchlässigkeit der Haut für Arzneimittel erheblich verbessert werden. Amerikanischen Wissenschaftlern ist es am Massachusetts Institute of Technology mit dieser Methode gelungen, den Transport verschiedener Medikamente durch die Haut bis zum Zehntausendfachen zu erhöhen. Die Arbeit von Robert Langer und James Weaver ist deshalb so bedeutsam, weil die menschliche Haut […]
  • 11. November - Wege zu sauberem Blut
    Horst Seehofer hat keine Angst vor Bluttransfusionen. „Niemand kann absolute Sicherheit versprechen“, räumte der Bundesgesundheitsminister zwar gegenüber dem Nachrichtensender n-tv ein. Dennoch würde er sich bei Bedarf eine Transfusion verabreichen lassen. Kaum ein Drittel der Bundesbürger teilt indessen die Zuversicht des umstrittenen Politikers, wie eine Umfrage des Wickert-Instituts ergab. Selbst die Zahl der Blutspenden ist […]
  • 05. November - Rückenwind für sanfte Landwirtschaft
    Forschungsmittel von etwa 17 Mio. DM, die das Land Nordrhein-Westfalen in den letzten zehn Jahren an der Bonner Universität in der Förderung einer umweltverträglichen und standortgerechten Landwirtschaft investiert hat, haben sich inzwischen amortisiert. Dieser Meinung ist zumindest Professor Wilfried Werner, Sprecher des Lehr- und Forschungsschwerpunktes, an dem derzeit 15 verschiedene Institute beteiligt sind. „Die Fördergelder […]
  • 01. November - Neue Medikamente in der Onkologie
    Ein neuer Kunde bot mir die Chance, die neuesten Entwicklungen in der Krebsmedizin ausführlich zu recherchieren und auf relativ breitem Raum darzustellen. So entstand 1993 im Kontakt mit annähernd 30 Gesprächspartnern diese Momentaufnahme zu einigen Wirkstoffen, die mittlerweile Therapiestandard sind – aber auch von mehreren Kandidaten, die letztendlich erfolglos blieben. „Wir haben nichts in der […]
  • 31. Oktober - Eine Socke für die Gasleitung
    Gewaltige Probleme bei der Umstellung der Gasversorgung sind für Berto Schnichels nichts Neues: Der Betriebsdirektor der Bonner Stadtwerke erinnert sich noch an den Beginn der sechziger Jahre: „Bei Goch am Niederrhein hatten sie damals so viele Lecks – da waren fast schon Gasfelder in der Straße.“ Keine Schlamperei am Bau, sondern die „einfache“ Umstellung der […]
  • 08. Oktober - Genanalysen – Chancen und Risiken
    Fluch und Segen zugleich birgt die Möglichkeit einer Gendiagnose, wie der Amerikaner Henry T. Lynch aus eigener Erfahrung zu berichten weiß. Der grauhaarige Wissenschaftler von der Creighton Universität im Bundesstaat Nebraska hat seine ganze Karriere der Untersuchung erblicher Krebserkrankungen gewidmet – eine besonders bösartige Form des Darmkrebses, das Lynch-Syndrom, trägt sogar seinen Namen. Auf einem […]
  • 01. Oktober - Streit um Genfood
    Von „Genfraß“ und „Frankenfood“ reden die einen, „bessere, gesündere und billigere Lebensmittel“ versprechen die anderen: Nahrung, die zumindest teilweise mit Hilfe gentechnischer Methoden produziert wird, erregt in jedem Fall das Gemüt des deutschen Verbrauchers. Der will, wie Umfragen belegen, lieber naturbelassene Kost. Trotzdem werden die Verpackungen vorerst keinen Hinweis auf die Art der Herstellung tragen, […]
  • 30. September - Buchbesprechung: Die veränderte Zelle
    Während in Deutschland die Behandlung „unheilbar“ krebskranker Menschen mit Hilfe der Immuntherapie noch in den Kinderschuhen steckt, verfügt der Amerikaner Steven Rosenberg über ausreichend Erfahrung, um ein ganzes Buch dem Thema zu widmen. Nach gut zwanzig Jahren angewandter Spitzenforschung zog der vom US-Magazin Newsweek als „medizinischer Superstar“ bejubelte Rosenberg eine erste Bilanz: Seine Autobiographie „Die […]
  • 24. September - Politiker misstrauen Gentests
    Die Genomanalyse ermöglicht die Früherkennung von Krankheiten. Doch je weiter die menschlichen Gene entschlüsselt werden, desto größer ist auch die Möglichkeit, das neue Wissen zu mißbrauchen. Das ergab eine Studie im Auftrag des Büros der Technikfolgenabschätzung des Bundestages (TAB). Für Forschungspolitiker entsteht daraus die Forderung nach gesetzlichen Regelungen für die Nutzung der Genomanalyse. Die immer […]
  • 16. September - Neue Rezepte gegen die Fallsucht
    Es kann jedem passieren, zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort: Eine vorübergehende Geistesabwesenheit oder mitten im Satz das völlige Unvermögen, die eben noch präsenten Worte zu formulieren, zählen zu den vergleichsweise harmlosen Varianten epileptischer Anfälle. Für Unbeteiligte oftmals erschreckend sind dagegen die von Medizinern als „Grand mal“ (französisch: Großes Übel) beschriebenen Erscheinungsformen: Wie ein […]
  • 14. September - Winterdepression: Johanniskraut könnte Lichttherapie verstärken
    Bei der Therapie von Patienten mit saisonal abhängiger Depression (SAD) zeigt ein Johanniskraut (=Hypericum) -Extrakt eine gute Wirkung und Verträglichkeit, berichtete Professor Siegfried Kasper, Bonn. In der ersten kontrollierten Studie zur Wirkung des Johanniskraut-Extraktes bei diesem Krankheitsbild untersuchte Kasper 20 SAD-Patienten. Gefragt wurde nicht nur nach der Wirkung des Hypericum-Extraktes, sondern auch danach, ob die […]
  • 14. September - Schizophrenie: Minussymptomatik schwer zu behandeln
    Neuentwickelte Medikamente zur Therapie der chronischen schizophrenen Minussymptomatik haben bisher nur zu „sehr bescheidenen“ Erfolgen geführt, wenn auch diese Präparate weniger unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Dies sagte Professor Hans-Jürgen Möller anläßlich des Symposiums „Fortschritte in der Diagnostik und Therapie schizophrener Minussymptomatik“ an der Psychiatrischen Klinik Bonn. Dieser Symptombereich der Schizophrenie, der unter ande­rem mit Effektverarmung, ver­minderter […]
  • 09. September - Dioxin – die Fakten
    Seveso ist überall heißt ein Klassiker der Umweltschutz-Literatur. Untertitel des 1989 erschienen Werkes von Egmont R. Koch und Fritz Vahrenholt: „Die tödlichen Risiken der Chemie.“ Es steht auch in meinem Bücherschrank und hat wesentlich zur Sensibilisierung gegenüber der Umweltverschmutzung beigetragen. Der so aufgebaute Druck dürfte wesentlich dazu beigetragen haben, dass innerhalb weniger Jahre sehr strenge […]
  • 28. August - Saurier aus dem Genlabor
    Die Dinosaurier kommen! Wer glaubt, daß die Aufregung um Tyrannosaurus rex und Konsorten nach einer Flut von Büchern und Bausätzen, von Gummitieren und Sonderausstellungen, allmählich ihren Höhepunkt überschritten habe, der wird wohl am 2. September eines Besseren belehrt. Das Datum markiert die Premiere des Spielberg-Films „Jurassic Park“ in deutschen Kinos. Vieles spricht dafür, daß der […]
  • 26. August - Gentherapie gegen Rheuma geplant
    Nachdem ich die Redakteursstelle bei der WELT aufgegeben hatte, folgten meine ersten Jahre als Freier Journalist für Medizin & Wissenschaft. Häufig habe ich dann ein Thema mehreren Regionalzeitungen gleichzeitig angeboten, was vor dem Internet bei nicht überlappenden Verbreitungsgebieten der Print-Ausgaben problemlos möglich war. Manchmal wurde auch noch eine Fachversion erstellt, beispielsweise für das Deutsche Ärzteblatt […]
  • 25. August - Lebensqualität bei Schwerkranken
    Erfolge bei der Behandlung schwerkranker Patienten werden heute nicht mehr ausschließlich anhand klinischer Parameter gemessen. Zunehmend betonen Ärzte, Kranke und deren Angehörige die Bedeutung der Lebensqualität. Während diese schwer zu quantifizierende Eigenschaft in Australien sogar schon bei der Zulassung von Arzneimitteln berücksichtigt wird, steckt ihre Erforschung und Bewertung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. „Die […]
  • 19. August - Fehler bei Aids-Tests unvermeidlich
    Für viele ist es ein beängstigender Gedanke: „Stell Dir vor, Du machst einen Aids-Test und wartest auf das Ergebnis … “ Über 20 Millionen Mal haben Deutsche bisher den Mut zu diesem Schritt aufgebracht, fast zehntausend von ihnen mußten – zumindest kurzfristig – mit der Diagnose „HIV-Infiziert“ leben. Die Arbeit einer australischen Forschergruppe hat nun […]
  • 05. August - AIDS-Therapie: Streit um den Zeitpunkt
    Vorbeugen ist besser als abwarten, sollte man meinen. Was für Zahnärzte selbstverständlich ist, wird jedoch von vielen Aidsforschern bestritten. Die Frage, wann eine Behandlung mit dem lebensverlängernden Standardmedikament Azidothymidin (AZT) beginnen sollte, ist zum heißen Eisen geworden. Auslöser der Debatte war eine großangelegte Untersuchung, die den Verdacht nahelegte, daß zu viele teure Pillen an Infizierte […]
  • 30. Juli - Maßnahmen gegen Sommersmog
    Die von Umweltminister Klaus Töpfer in der letzten Woche vorgelegte Sommersmog-Verordnung der Bundesregierung ist unter Beschuß geraten, noch bevor sie dem Bundesrat zur Beratung zugeleitet werden konnte. Die Festlegung von Konzentrationswerten für Stickoxide, Benzol und Ruß erleichtert zwar verkehrsrechtliche Maßnahmen durch die örtlichen Behörden – eine deutliche Verminderung des bodennahen Ozons aber wird Kritikern zufolge […]
  • 30. Juli - Gentherapie heilt Immunschwäche
    Ein Rückblick ins Jahr 1993, als das Forschungsgebiet der Gentherapie im Aufbruch war. Als gelernter Molekularbiologe war ich von den Möglichkeiten fasziniert und bin heute ein bisschen enttäuscht, dass man nicht schneller vorangekommen ist. Enttäuscht bin ich aber auch von Roland Mertelsmann, den ich damals auf mehreren Dienstreisen kennen gelernt habe, und dessen Name auf […]
  • 20. Juli - Kraftwerke auf Rädern
    Als „Medizinische Wunder auf Rädern“ werden Männer vom Schlage eines Miguel Indurain immer wieder beschrieben. Mit seinem rekordverdächtigen Kreislaufsystem ist der Baske auch in diesem Jahr wieder Favorit auf den Gewinn der Tour de France. Doch auch seine Mitstreiter fallen – im medizinischen Sinne – aus dem Rahmen: „Ich bin mir ziemlich sicher, daß sie […]
  • 15. Juli - Überleben mit dem Aidsvirus
    Seit 15 Jahren ist Aldyn McKean mit dem Immunschwächevirus infiziert. Trotzdem erfreut sich der New Yorker bester Gesundheit. Warum der Aids-Aktivist nicht schon lange der drohenden Krankheit erlegen ist, weiß niemand. Von der Antwort auf dieses medizinische Rätsel erhoffen sich Wissenschaftler wichtige Hinweise auf neue Strategien im Kampf gegen den Erreger, der nach neuesten Schätzungen […]
  • 05. Juli - Kola-Halbinsel: Die Zerstörung einer Landschaft
    Die müden Augen hinter den klobigen Brillengläsern verraten, daß Jewgeni Kowalewski sich nicht besonders wohl fühlt. Der stellvertretende Bezirksdirektor des Amtes für Umweltschutz windet sich unter den bohrenden Fragen der ausländischen Journalisten, ist sichtlich bemüht, den Abgrund zwischen neuer Offenheit und altem Denken zu überwinden. Was tun die kärglich ausgestatteten Behörden in Murmansk, 200 Kilometer […]
  • 01. Juli - Einer gegen den Rest der Welt
    Einen Tag lang hatte Professor Richard Lindzen seine Zuhörer beschworen, einer überwältigenden Mehrheit der weltbesten Klimaforscher keinen Glauben zu schenken. Es gibt keinerlei Hinweise auf eine vom Menschen verursachte globale Erwärmung, so das Credo des streitbaren Amerikaners. Jegliche Maßnahmen zum Klimaschutz seien überflüssig, ja gefährlich, weil sie Geld verschlingen würden, das anderswo besser investiert wäre. […]
  • 24. Juni - Urahn des AIDS-Virus gefunden?
    Auf der Suche nach dem „Urahnen“ des menschlichen Aids-Virus HIV-I hat eine Münchner Forschergruppe das bislang urtümlichste Immunschwächevirus aufgespürt. Lutz Gürtler, Josef Eberle und Albrecht von Brunn vom Max-von-Pettenkofer-Institut der Universität berichteten über ihren aufsehenerregenden Fund auf der 9. Internationalen Aids-Konferenz, die kürzlich in Berlin stattfand. Das Virus, dem die Biologen den Namen MVP 5180 […]
  • 19. Juni - Robert Gallo: Ideen gegen AIDS
    Beim Duell der Rivalen gab es dieses Jahr auf der 9. Internationalen Aidskonferenz einen klaren Sieger: In Berlin gewann der Amerikaner Robert Gallo gegen den Franzosen Luc Montagnier deutlich nach Punkten. Gallo ist Abteilungsleiter am Nationalen Krebsinstitut der USA und wird von Kollegen und Konkurrenten gleichermaßen als brillant, erfolgreich und wenig zimperlich bei der Wahl […]
  • 18. Juni - Noch kaum Gentech-Arzneien aus Deutschland
    Auch wenn die Gentechnik immer häufiger die Schlagzeilen beherrscht – auf dem bundesdeutschen Arzneimittelmarkt spielen die Erzeugnisse der modernen Biologie vorerst nur eine untergeordnete Rolle, zumindest was die Zahl der zugelassenen Präparate betrifft. Rund 57000 Arzneimittel sind derzeit in deutschen Apotheken erhältlich. Unter ihnen befinden sich nach Angaben des Berliner Bundesgesundheitsamtes gerade 176 Präparate aus […]
  • 17. Juni - AIDS-Forschung: Fortschritte nur für die Reichen?
    „Jeder schwarze Punkt repräsentiert 500 Infektionen mit dem Aidsvirus“, sagte Michael Merson – und warf einen kummervollen Blick auf die Landkarte Afrikas, die wie eine gewaltige, dunkle Wolke über den Köpfen der Delegierten schwebte. Acht Millionen Menschen sind auf dem Kontinent bereits mit dem Immunschwächevirus HIV infiziert, weltweit sind es über 13 Millionen, verlautete auf […]
  • 11. Juni - Kommentar: Das Sterben geht weiter
    Das alljährliche Aids-Spektakel geht zu Ende, das Sterben geht weiter. Auf der 9. Internationalen Aids-Konferenz in Berlin wurden, wie auch schon bei den acht vorangegangenen Treffen, zahlreiche Maßnahmen vorgestellt, mit denen sich die Seuche ohne Zweifel eindämmen ließe. Die wichtigste Forderung: Geld. Geld für Aufklärungsmaßnahmen würde nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation die Zahl der Neuinfektionen […]
  • 11. Juni - AIDS-Impfstoffe in früher Entwicklung
    Die größte medizinische Fachkonferenz, die jemals auf deutschem Boden stattfand, geht heute in Berlin zu Ende. Knapp 15000 Teilnehmer hatten fünf Tage lang darüber beraten, wie die weltweite Aidsepidemie wirkungsvoll bekämpft werden kann. Erwartungsgemäß wurde aber auch auf der 9. Internationalen Aidskonferenz kein Durchbruch im Kampf gegen die Seuche erzielt. Zwar konnten die anwesenden Wissenschaftler […]
  • 10. Juni - AIDS-Prävention mit Methadon
    (Beitrag vom 10. Juni 1993 zu den Conference-News auf dem 9. Internationalen AIDS-Kongress in Berlin) Another success story on the use of Methadone for the treatment of injection drug users was presented by Dr. Jörg Gölz from Berlin on Tuesday. „Good social rehabilitation“ was achieved in 63 percent of 647 persons after a two-year treatment […]
  • 10. Juni - Langzeitüberleben mit AIDS
    Im Rückblick womöglich interessant sind die frühen Diskussionen über die Balance der Immunzellen und deren Einfluss auf den Verlauf einer HIV-Infektion bzw. AIDS-Erkrankung. Daher erlaube ich mir, erneut einen meiner englischsprachigen Artikel zu dokumentieren, der am 10. Juni 1993 in der Kongress-Zeitung zur 9. Internationalen Aids-Konferenz in Berlin stand: Long-term survival for all HIV-infected people […]
  • 09. Juni - AIDS: Kein Heilmittel in Sicht
    Mit jährlich 2,5 Milliarden Dollar könnte man bis zur Jahrtausendwende 10 Millionen Menschen vor der Ansteckung mit dem Aidsvirus bewahren. Umgerechnet auf die Weltbevölkerung entspricht dieser Betrag einer Büchse Cola pro Person oder einem Zwanzigstel der Kosten des Golfkriegs. Mit dieser Rechnung verblüffte Dr. Michael Merson die rund 15000 Teilnehmer des 9. Internationalen Aids-Kongresses in […]
  • 09. Juni - Die Visionen des Dr. Gallo
    Meine relativ ordentlichen Englisch-Kenntnisse waren die Eintrittskarte für die Mitarbeit bei einem ganz besonderen Projekt: Der Kongress-Zeitung zur 9. Internationalen Aids-Konferenz, die im Juni 1993 in Berlin stattfand. Auch weil´s vielleicht von historischem Interesse sein könnte, hier mein Bericht über den Vortrag von Robert Gallo, der trotz fragwürdiger Aktionen im Zusammenhang mit der Entdeckung des […]
  • 01. Juni - Bremsklötze für Aids-Gene
    Georg Sczakiel erinnert sich gerne daran, was die Kollegen noch vor wenigen Jahren von seinen Versuchen hielten, das Aids-Virus mit sogenannten Antisense-Genen zum Schweigen zu bringen: Nichts. „Kaum einer hielt das Konzept für erfolgversprechend“, umschreibt der Leiter einer sechsköpfigen Arbeitsgruppe am Heidelberger Krebsforschungszentrum höflich die damalige Skepsis. Die Kollegen werden umdenken müssen. Zumindest im Reagenzglas […]
  • 01. Juni - Gentherapie gegen AIDS?
    Ausgerechnet mit Hilfe von Aids-Viren, die im Labor ihrer todbringenden Eigenschaften beraubt wurden, wollen amerikanische Wissenschaftler einen neuen Versuch starten, der noch immer unheilbaren Immunschwächekrankheit beizukommen. Die brisante Idee, die selbst unter Experten Stirnrunzeln hervorruft, entpuppt sich erst bei näherer Betrachtung als wohldurchdachte Strategie, das Aidsvirus mit den eigenen Waffen zu schlagen. Um nämlich diejenigen […]
  • 24. Mai - Krebshilfe fördert Palliativmedizin
    Knapp 37 Millionen DM hat die Deutsche Krebshilfe in den letzten zehn Jahren in die Palliativmedizin investiert. Mittlerweile gibt es nach Angaben des Vorstandsmitglieds der Deutschen Krebshilfe Dr. Robert Fischer bundesweit 30 stationäre Hospiz- und Palliativeinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leiden terminal krebskranker Menschen zu lindern. Als Vorreiter bei der Fortentwicklung des Palliativ-Gedankens hat […]
  • 18. Mai - Zu wenig Selen in Pflanzenkost
    Bei den aus Gesundheitsgründen häufig empfohlenen pflanzlichen Diäten müsse auf den Selenspiegel geachtet werden, meint Dr. Jörg Brüggemann von der Bundesanstalt für Getreide-, Kartoffel- und Fettforschung in Detmold. Wegen des niedrigen Selengehaltes in deutschem Brot könne eine solche Diät Selenmangel provozieren. Diesen bringen manche Ernährungswissenschaftler mit Herz-Kreislaufkrankheiten in Verbindung. Die Welternährungsorganisation FAO hält eine tägliche […]
  • 18. Mai - Gentechnik für Lebensmittel: sicher oder nicht?
    Schon vor 30 Jahren wurde über die Sicherheit gentechnisch veränderter Lebensmittel gestritten. Die Diskussion war wichtig, aber im Gegensatz zu Bio-Sprossen und Bibeleskäs ist bisher niemand an Genfood gestorben. Hier im Rückblick zwei Standpunkte, über die ich damals mit wenigen Tagen Abstand in der Ärzte-Zeitung berichtet habe: Pro Gentechnisch modifizierte Lebensmittel sind a priori nicht […]
  • 14. Mai - D2-Mission: Eigenlob und Fremdkritik
    Eine erste Bilanz der zweiten deutschen Spacelab-Mission D-2 zogen der Programmwissenschaftler Peter Sahm und Projektwissenschaftler Manfred Keller im deutschen Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen bei München unmittelbar nach der Landung der Raumfähre Columbia in der vergangenen Woche. Dabei hatten die beiden Forscher nur Positives zu vermelden. Die D-2-Mission sei mit ihren 88 Experimenten die komplexeste und qualifizierteste Spacelab-Mission […]
  • 17. April - Freilandversuche für „Gen-Rüben“ genehmigt
    Rund 14.000 Zuckerrüben und exakt 384 Kartoffeln sollen im Laufe der nächsten Wochen auf niedersächsischen und bayrischen Ackern angepflanzt werden. Nichts Besonderes, sollte man meinen, doch die Pflänzchen haben es in sich: beide Gewächse sind gentechnisch verändert. Für Reinhard Nehls, Laborchef bei der Kleinwanzlebener Saatzucht (KWS) in Einbeck, liegen die Vorteile der modernen Biologie buchstäblich […]
  • 15. April - Gentherapie gegen Mukoviszidose geplant
    Ethische Bedenken? Robert Williamson kann die Gedankengänge des Fragestellers nicht nachvollziehen, fühlt sich scheinbar persönlich angegriffen. „Ich sehe absolut kein ethisches Problem darin, die Behandlungsmöglichkeiten für eine große Anzahl von Menschen zu verbessern, die an einer sehr schweren Erbkrankheit leiden.“ Der hemdsärmelige Molekularbiologe von der Londoner St. Mary’s Hospital Medical School wird spätestens Ende des […]
  • 10. April - Antisense-Medikamente gegen das Aids-Virus
    Ein neues Konzept im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids erproben Wissenschaftler am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Mit sogenannten Antisense-Genen will man die Vermehrung des Erregers in menschlichen Zellen verhindern. Wie das funktionieren soll und welche Erfolge man vorzuweisen hat, wollte ich von Dr. Georg Sczakiel wissen, dem Leiter der sechsköpfigen Arbeitsgruppe. Sczakiel: Das Antisense-Prinzip beruht […]
  • 08. April - Polio-Opfer lehnten Impfung aus Glaubensgründen ab
    Bei der jüngsten Poliomyelitis-Epidemie in den Niederlanden sind bislang 68 Erkrankungen erfaßt worden, zwei dieser Patienten sind an der Krankheit gestorben. Das hat Dr. Tom van Loon aus Bilthofen auf einem Symposium, das im Hygieneinstitut der Universität Bonn stattfand, berichtet. Wie der Leiter der Virologischen Abteilung am Reichsinstitut für Volksgesundheit und Umwelthygiene Bilthofen erläuterte, wurden […]
  • 02. April - Grüne Gentechnik hat viele Schwellenländer erreicht
    Während in Deutschland noch heftig darüber gestritten wird, ob gentechnisch veränderte Nutzpflanzen unter freiem Himmel angebaut werden dürfen, erfreuen sich die Produkte der grünen Gentechnik weltweit zunehmender Akzeptanz. Mehr als 800 Genehmigungen wurden seit 1985 allein in den OECD-Staaten für Freilandversuche erteilt. Auch viele Schwellenländer setzen die Gentechnik mittlerweile in der Pflanzenzucht ein; nicht zuletzt […]
  • 24. März - Software-Test: Lotus Organizer
    Zeit ist nicht nur Geld, sondern auch die Voraussetzung dafür, das Leben zu genießen. So gesehen ist konsequente Pla­nung ein Ausdruck von Weis­heit, ein nobles Unterfangen, bei dem jede Hilfe willkommen sein sollte. Hierbei bekommen Terminka­lender der gehobenenen Preis­klasse zunehmend Konkurrenz durch Computerprogramme wie den „Organizer“ der Firma Lo­tus. Voraussetzung für den Ein­satz dieser pfiffigen Software […]
  • 24. März - Neue Chancen durch vernetzte Computer
    Es soll ja Menschen geben, für die das Internet immer noch Neuland ist, die lieber Kommissionen einberufen, statt zu Digitalisieren, und die lieber Daten schützen, statt Menschen. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man im Erdgeschoss des Klinikums vom Röntgengerät durchleuchtet wird, und die Kollegen im dritten Stock Stunden später die gleiche Prozedur […]
  • 24. März - Computerkauf: Service ist Glücksache
    Der Test einer Fachzeitschrift bestätigt die eigenen Erfahrungen und ist für mich Anlaß zu einer Abrechnung mit der Computer-Branche, deren unausgereifte Produkte mich gefühlt mehrere Jahre meines Lebens gekostet haben. Wer glaubt, dass früher alles besser war, ist offenbar zu jung, um jemals einen Drucktreiber von Hand installiert zu haben… Fast jeder Computerneuling stellt sich […]
  • 09. März - Schlüssellochchirurgie: Beim Lungenkrebs meist fraglich
    Die minimal-invasive Chirurgie (MIC} gewinnt auch bei Thoraxoperationen zunehmend an Bedeutung. Allerdings sind der Methode bei der Behandlung maligner Lungentumoren Grenzen gesetzt – bei jenen Eingriffen also, die den größten Teil der Thoraxchirurgie ausmachen. Obwohl sämtliche deutschen Spezialkliniken mittlerweile die MIC in ihrem Repertoire haben, schätzt Professor Dr. Joachim Hasse aus Freiburg den Anteil dieses […]
  • 04. März - Deutsche Herzchirurgen kritisieren Focus-Rangliste
    Äußerst kritisch beurteilen deutsche Herzchirurgen den Versuch des neuen Nachrichtenmagazins „Focus“, eine Rangliste der 500 besten Ärzte Deutschlands zu erstellen. „Der Schluß, daß ein Chirurg, der 3000 Operationen im Jahr durchführt, besser ist als sein Kollege mit jährlich 700 Operationen, ist nicht gestattet“, sagte Professor Dr. Peter Satter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- […]
  • 25. Februar - Forscher hoffen auf Antisense-Medikamente
    Man könnte es als einen Versuch mit molekularen Bremsklötzen bezeichnen, was einige Wissenschaftler planen, um die Vermehrung von Aids-Viren in menschlichen Zellen zu verhindern. Als eine „sehr weit fortgeschrittene Form der Chemotherapie“ bezeichnet Fritz Eckstein vom Göttinger Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin den Versuch, Medikamente zu entwickeln, die Teile der viralen Erbinformation blockieren oder zerschneiden können. […]
  • 22. Februar - Kommentar: Die Angst vor der Gentechnik
    Wer sich in Deutschland eine fundierte Meinung zur Gentechnik bilden will, hat’s schwer. Die Berichte sind oft widersprüchlich. Ganzseitige Anzeigen der „Deutschen chemischen Industrie“ fördern eher das Miß- denn das Vertrauen. Auf der Mattscheibe wird ebenfalls gestritten, und das auf allen (deutschen) Kanälen. Je nach Gemüt und Sachverstand präsentieren da Experten und solche, die sich […]
  • 03. Februar - Vitaminpille gegen Mißbildungen?
    Schon seit Jahren sind Wissenschaftler sicher: Die Einnahme des Vitamins Folsäure könnte die Zahl schwerer Geburtsfehler deutlich senken. Was aber nutzt Expertenwissen, wenn es die Hauptbetroffenen nicht erreicht? Frauenärzte und Ernährungskundler sind sich einig: Wenn alle Frauen im gebärfähigen Alter täglich 0,3 Milligramm des wasserlöslichen Vitamins erhalten würden, ließen sich alleine in Deutschland jährlich mindestens […]
  • 01. Februar - Nachgefragt: Was UV-Strahlung mit Pflanzen macht
    In meinem ersten Beitrag für „Bild der Wissenschaft“ hatte ich jede Menge Platz, um ein ziemlich komplexes Thema ausführlich darzustellen. Hintergrund war die steigende UV-Belastung infolge des Ozonloches und die Frage: „Wie reagieren eigentlich Pflanzen auf die veränderten Bedingungen?“. Die kurze Antwort: Unter starker Sonnenbestrahlung wachsen viele Pflanzen nicht nur schlechter, auch ihre Bestandteile verändern […]
  • 20. Januar - Deutschland – Aussteigerland?
    Mein 2. Fernsehbeitrag lief ebenfalls im ZDF. Das Thema war erneut das Gentechnikgesetz, diesmal gedacht als sogenannter „Einspieler“, der das Publikum auf die nachfolgende Diskussion im Magazin WISO einstimmen sollte. Auch hier musste ich mich damit behelfen, den Beitrag vom Fernseher abzufilmen…
  • 18. Januar - Misteltherapie gegen Krebs kommt auf den Prüfstand
    Die umstrittene Misteltherapie zur Behandlung von Krebsleiden soll jetzt erstmalig in Deutschland in einer multizentrischen Studie auf ihre klinische Relevanz hin überprüft werden. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen ist diese wissenschaftliche Untersuchung Placebo-kontrolliert und teilweise auch doppelblind angelegt. Etwa 300 bis 400 Patienten mit Tumoren im Rachen- und Mundbereich nehmen an der Untersuchung teil, die […]
  • 12. Januar - Viele Anwendungen für Fibrinkleber
    Die Fibrinklebung – vor 20 Jahren noch graue Theorie – hat sich mittlerweile zu einer der vielseitigsten medizinischen Techniken entwickelt. Besonders eindrucksvoll sind die Erfolge der Fibrinklebung in Kombination mit endoskopischen Methoden. Welche Anwendungsmöglichkeiten es für die Fibrinklebung gibt und welche Erfolge bei verschiedenen Erkrankungen mit dieser Methode bereits erzielt worden sind, war in Thema […]
  • 06. Januar - Blutzucker in fünf Sekunden bestimmt
    Biosensoren werden immer leistungsfähiger, immer kleiner und immer billiger. Schon heute können gut 100 verschiedene Stoffe mit den „biologischen Spürnasen“ nachgewiesen werden. In Zukunft sollen die hochempfindlichen Meßfühler, deren wichtigste Bestandteile Eiweiße oder Mikroorganismen sind, auch in der Medizin eine wichtige Rolle spielen. Ein Gerät von der Größe eines Brillenetuis, das gestern in Bonn auf […]
1992 (37)
  • 30. Dezember - Weniger Nebenwirkungen der Strahlentherapie
    In den Industrieländern können vier von zehn Krebskranken heute von Chirurgen und Strahlentherapeuten gerettet werden. Durch die Weiterentwicklung der Bestrahlungstechniken will man am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg diese Erfolgsquote weiter steigern. Denn noch immer sterben jährlich in Europa rund 265.000 Menschen, weil ein örtlich wachsender Tumor nicht auf Dauer in Schach gehalten werden kann. […]
  • 18. Dezember - Krebspatienten zur Alternativmedizin befragt
    Mindestens die Hälfte aller Krebspatienten erproben im Verlauf ihrer Behandlung Methoden der Alternativmedizin. Wie Dr. Reinholf Schwarz, Leiter der Psychosozialen Nachsorge-Einrichtung der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg auf einer Tagung des Bonner Tumorzentrums bemerkte, hat das jedoch wenig mit einem gestörten Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient zu tun. Schwarz präsentierte das Ergebnis einer Befragung an insgesamt 78 […]
  • 16. Dezember - EPIC-Projekt fragt nach Krebs und Ernährung
    Die Vorbereitungen für das europäische EPIC-Programm, mit dem der Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebsentstehung genauer untersucht werden soll, sind abgeschlossen. Das vor vier Jahren gestartete Projekt „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ tritt damit in die zweite Phase. In sieben Ländern Europas sollen jetzt insgesamt 400.000 Menschen in das Programm einbezogen werden. Sie werden […]
  • 04. Dezember - Beschleunigter Abschied von den Ozonkillern
    Vertreter von 91 Nationen haben in der vergangenen Woche den Ausstieg aus der Anwendung und Produktion der ozonzerstörenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) beschlossen – und zwar bereits zum Ende des Jahres 1995 und damit fünf Jahre früher als bisher vorgesehen. Was sich zunächst wie ein großer Erfolg anhört, ist beim näheren Hinsehen eine Vereinbarung mit zahlreichen Lücken. […]
  • 26. November - Polymerase-Kettenreaktion: Eine Idee für 300 Millionen
    Selten hat eine Technik der Wissenschaft so schnell auf die Sprünge geholfen wie im Falle der Polymerasekettenreaktion . Die zündende Idee, welche es ermöglichte, Erbinformationen gezielt und praktisch nach Belieben zu vermehren, kam dem Amerikaner Dr. Kary Mullis auf der Fahrt ins Wochenende an einem lauen Maienabend im Jahr 1983. Nun erhielt er dafür den […]
  • 25. November - Biologischer Sekundenkleber
    Noch keine 20 Jahre ist es her, daß ein körpereigener „Klebstoff“ an der Universitätsklinik Wien den ersten Patienten vor dem Tod rettete: Bei einer Herzoperation traten massive Blutungen aus einer Gefäßprothese auf. Die Blutgerinnung war gestört, die Arzte scheinbar hilflos. Dann erinnerte man sich, daß im gleichen Krankenhaus mit „Fibrinkleber“ experimentiert wurde. In einem verzweifelten […]
  • 10. November - Ein Gesetz gegen die Gentechnik
    Zwei Jahre hatte ich als Redakteur in der Wissenschaftsredaktion der WELT gearbeitet; nun war es Zeit aufzubrechen und neue Ufer zu erkunden. Meinem ehemaligen Chefredakteur Manfred Schell habe ich die Eintrittskarte zum Fernsehen zu verdanken, sowie Bodo Hauser, der mir als absolutem Neuling vertraute und ein Top-Team zur Seite stellte. Gestaunt habe ich vor allem […]
  • 22. Oktober - Der Computer in der Westentasche
    Nachdem ich mich als Redakteur bei der „WELT“ verabschiedet hatte, taten sich mir als Freier Journalist zahlreiche neue Möglichkeiten auf. So kann ich auch mal auf die Computermesse Orgatech und durfte meinen Spieltrieb an diversen Testgeräten ausleben. Vorbei sind die Zeiten, in denen zukunftsorientierte Manager ihre Weltanschauung nur mit einer gewaltigen Kraftanstrengung zur Schau stellen […]
  • 22. Oktober - Wertvollen Daten drohen viele Gefahren
    Computerviren und Softwareklau, Leichtsinn und Sabotage, Bedienungsfehler und Stromausfall – den wertvollen Daten der Firma drohen ungezählte Gefahren. Niemand kann die Verluste beziffern, die der deutschen Volkswirtschaft entstehen, weil mühsam zusammengetragene Informationen von einer Minute zur anderen vernichtet werden. Der Gießener Wirtschaftsingenieur Bernd Schrum erwartet für das laufende Jahr Schäden von mindestens rund 230 Millionen […]
  • 01. September - Schutz vor Hepatitis A
    Ein Impfstoff gegen das Hepatitis-A-Virus wird in Kürze auch in der Bundesrepublik erhältlich sein. Nach Angaben der Herstellerfirma wird damit erstmals ein langanhaltender Schutz vor dieser infektiösen Variante der Leberentzündung möglich. Von besonderem Interesse dürfte der neue Impfstoff für die drei Millionen Tropenreisenden sein, die Deutschland alljährlich mit Reiseziel Afrika oder Asien verlassen. Denn obwohl […]
  • 08. August - Pleite im Orbit
    Die Raumfahrt ist nicht gerade mein Spezialgebiet. Umso mehr bin ich meinem damaligen Ressortleiter Anatol Johansen dankbar, dass er diese Einladungsreise an mich weitergereicht hat. So durfte ich neben Pleiten, Pech und Pannen auch den Start der Raumfähre Atlantis erleben und das Kontrollzentrum in Houston besuchen: Alles andere als reibungslos verläuft die Mission der US-Raumfähre […]
  • 03. August - AIDS-Konferenz: Nur begrenzte Möglichkeiten gegen HIV
    Vermutlich mein erster Beitrag für die Ärzte-Zeitung war dieser Bericht von der 8. Internationalen AIDS-Konferenz in Amsterdam. In den folgenden Jahren wurde AIDS/HIV einer meiner Schwerpunkte. Weil die meisten dieser Texte für Ärzte waren, habe ich sie hier nur ausnahmsweise mit aufgenommen. Bitte wie stets beachten: Meine Artikel sind keine Ratschläge sondern Zeitdokumente – in […]
  • 24. Juli - AIDS-Konferenz: Düstere Bilanz
    Die achte internationale Aidskonferenz ging heute in Amsterdam zu Ende. Über zehntausend Teilnehmer sind nun auf dem Heimweg, zurück in ihre High-Tech-Laboratorien, zurück auch in die Hospitäler, in denen ungezählte Aidskranke dahinsiechen. Sie sterben, während Presse, Funk und Fernsehen letzte Vorbereitungen treffen für die Olympischen Sommerspiele. Ab morgen wird das Ringen um Medaillen die Menschheit […]
  • 24. Juli - „AIDS-Impfstoff noch vor dem Jahr 2000“
    Kurz vor der 8. Internationalen AIDS-Konferenz konnte ich in Paris am ehrwürdigen Institut Pasteur mit Luc Montagnier sprechen, der das Virus neun Jahre zuvor entdeckt hatte. Es ging um die Sicherheit der Bluttransfusionen und das Sexualverhalten junger Menschen, um die Hoffnung auf einen Impfstoff und die Rolle der Politik, aber auch um den Streit mit […]
  • 22. Juli - AIDS: Kein Impfstoff in Sicht
    Ein Durchbruch bei der Bekämpfung der tödlichen Immunschwäche Aids ist auch auf dem 8. Internationalen Aids-Kongreß, der derzeit in Amsterdam stattfindet, nicht zu erwarten. Weder gibt es ein Medikament, das Aids heilen könnte, noch einen allgemein zugänglichen Impfstoff, der gesunde Personen vor einer Infektion mit HIV schützen könnte. Vorwürfe an die Wissenschaft sind dennoch fehl […]
  • 22. Juli - AIDS: Wo versteckt sich das Virus?
    Ein Rätsel, das Aids-Forscher schon seit Jahren beschäftigt, will Dr. Ralph Steinman von der New Yorker Rockefeller-Universität gelöst haben. Steinman und andere Wissenschaftler präsentierten auf der 8. Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam Daten, wonach das Immunschwächevirus bestimmte Blutzellen als Trojanische Pferde mißbraucht. Blutzellen – Steinman hat sogenannte dendritische Zellen des Blutes im Verdacht – sollen HIV […]
  • 08. Juli - Schockierend hohe Zahl von Abtreibungen
    Jährlich werden weltweit zwischen 36 und 53 Millionen Abtreibungen vorgenommen, bis zu 22 Millionen davon heimlich. Das entspricht 150.000 Abtreibungen täglich. Jeder dritte Schwangerschaftsabbruch findet dabei unter unsicheren Verhältnissen statt, jeden Tag bezahlen rund 500 Frauen diese riskanten Eingriffe mit ihrem Leben. In einer jetzt veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Thema Geburtenkontrolle wird die […]
  • 08. Juli - AIDS-Konferenz ´92: Mythen gegen Fakten
    Spekulationen, wonach ein bisher unbekanntes Virus für mindestens ein Dutzend Aids-Erkrankungen in den Vereinigten Staaten verantwortlich sein könnte, wurden jetzt auf der 8. Internationalen Aids-Konferenz in Amsterdam zurückgewiesen. Ein entsprechender Bericht des US-Nachrichtenmagazins „Newsweek“ hatte unter den mehr als 10.000 Delegierten für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. In dem Artikel berichtete Dr. Jeffrey Laurence von der Universität […]
  • 03. Juli - Wie Japan seine Umwelt schützt
    Seveso, Bhopal, Tschernobyl – in Japan heißt das Synonym für Umweltkatastrophe Minamata. In den frühen fünfziger Jahren starben in der gleichnamigen Bucht vor dem Distrikt Kumamoto erst die Fische, dann die Katzen. Die Warnzeichen blieben unbeachtet; erst Jahre darauf erkrankten die ersten Menschen. „Hirnschäden unbekannter Herkunft“ lautete die Diagnose; schockierende Bilder gingen um die Welt. […]
  • 03. Juli - Ein Atlas kaputter Wälder
    Der erste gesamtdeutsche Waldschadensbericht liegt nun auch als anschauliche Karte vor. Mitarbeiter des Berliner Umweltbundesamtes haben in Bilder gefaßt, was zuvor nur in langen Zahlenreihen festgehalten war: Die Abbildung zeigt den Anteil geschädigter Bäume am Gesamtbestand in Prozent. Vor allem in den neuen Ländern, aber auch im Bayerischen Wald ist die Situation am schlimmsten. Dort […]
  • 19. Juni - Wie giftig ist PVC?
    Ein Verbot des chlorhaltigen Kunststoffes Polyvinylchlorid (PVC) fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die zur Herstellung nötige Spaltung des Kochsalzes in Chlor und Natrium sei „die zweite Todsünde der Menschheit“. Als „organisierte Vergiftung“ wird gar die gesamte Chlorchemie angeprangert. Ganz anderer Ansicht sind die „chlorreichen sieben“ Hauptproduzenten des Kunststoffes, die sich in Deutschland zur Arbeitsgemeinschaft PVC und […]
  • 12. Juni - Umweltpolitik: Viele Ideen, wenig Action
    Eines der Hauptthemen des Umweltgipfels in Rio ist die Bedrohung der Menschheit durch die von Wissenschaftlern vorhergesagte globale Erwärmung. Weniger häufig wird darüber gesprochen, daß die gleichen Experten auch sehr konkrete Vorschläge unterbreitet haben, wie das Problem am besten anzugehen sei. Für die Bundesrepublik, die in den Augen vieler Entwicklungsländer eine Vorreiter-Rolle hat, gibt es […]
  • 12. Juni - Prognosen zur Erderwärmung erneuert
    Rechtzeitig zur UNCED-Konferenz vermelden wissenschaftliche Fachzeitschriften eine wahre Flut an neuen Meßwerten, Theorien und Prognosen zum Ausmaß der heiß diskutierten globalen Erwärmung. Auch die Enquetekommission „Schutz der Erdatmosphäre“ des Deutschen Bundestages legte dieser Tage ihre alarmierenden Befunde in Buchform vor. Die Aussagen der Experten sind eindeutig: „Als Folge einer Politik des Abwartens wird sich die […]
  • 29. Mai - Umwelt-Gipfel: Japan will nicht Zahlmeister sein
    Hochrangige japanische Regierungsvertreter haben signalisiert, daß die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt nicht bereit ist, eine zweistellige Milliardensumme bereitzustellen, um einen Erfolg der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) zu sichern. Japans Chefdelegierter für die am 3. Juni in Rio de Janeiro beginnende Konferenz, Nobutachi Akao wies entsprechende Spekulationen in den Medien zurück und sagte vor […]
  • 25. Mai - Die „Erklärung von Rio“ – Ein Papiertiger?
    Präzise formuliert und völkerrechtlich verbindlich sollten die Prinzipien für den Umgang mit der Umwelt in einer „Erdcharta“ festgelegt werden. Die hochfliegenden Erwartungen an den Gipfel von Rio, die noch vor kurzem zu hören waren, haben sich mittlerweile verflüchtigt. Nach monatelangem zähen Ringen zwischen Nord und Süd wurde aus der Charta eine ebenso vage wie unverbindliche […]
  • 25. Mai - Umweltgipfel: Was die Experten empfehlen
    Einen ,,Aktionsplan für die neunziger Jahre“ und darüber hinaus soll die Agenda 21 darstellen. Dieses Dokument wird zwar rechtlich unverbindlich bleiben, dafür aber auf rund 800 Seiten konkrete Vorschläge unterbreiten. Regierungen und Behörden, Industrie, Banken und Umweltschützer – jeder kann hier die gebündelte Weisheit der Experten zum Thema „Umwelt und Entwicklung“ nachlesen. Auf der letzten […]
  • 25. Mai - WHO: Alarm vor dem Umweltgipfel
    „Bewahrung und Verbesserung der Gesundheit aller Menschen sollten im Zentrum der Diskussion um Umwelt und Entwicklung stehen.“ Der Appell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhallte fast ungehört. Die Diskussion um den Umweltgipfel wird bestimmt von der Sorge um Ozonloch und Tropenwald, von Schlagworten wie „Öko-Kolonialismus“ und „CO2-Steuer“. Vielleicht hätte die Schlagzeile „Jährlich 40 Millionen Tote …“ es […]
  • 04. Mai - Jetzt handeln, fordert Klimaforscher Hartmut Graßl
    Unmittelbar vor dem „Umweltgipfel“ von Rio wuchs das Interesse der Öffentlichkeit an den Folgen der globalen Erwärmung. Mein damaliger Chefredakteur Manfred Schell hatte nicht nur das journalistische Gespür sondern auch ein offenes Ohr für die Thematik. Gemeinsam haben wir deshalb einen der renommiertesten deutschen Klimaforscher interviewt: Professor Hartmut Graßl (geb. 1940), Direktor am Max-Planck-Institut für […]
  • 25. April - Kommentar – Scheinheilige Scheichs
    Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Wenige Wochen vor dem Umweltgipfel in Rio hat sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) in seltener Einmütigkeit gegen jegliche Art von Energiesparmaßnahmen ausgesprochen. Die handfeste Weigerung, konkrete Schritte gegen die fortschreitende globale Erwärmung zu ergreifen, wird mit der Sorge um das wirtschaftliche Wachstum der Entwicklungsländer, „einschließlich der Ölexportländer“ […]
  • 07. März - „Michelangelo“ griff 10000 Rechner an
    Die von einigen Experten angekündigte massenhafte Zerstörung wichtiger Daten durch den Computervirus „Michelangelo“ blieb gestern weitgehend aus. Gleichwohl schätzte der Präsident des amerikanischen Industrieverbandes Computerviren, daß weltweit mindestens 10000 IBM-kompatible Rechner Opfer des Virus wurden. Dieser Zahl stehen etwa fünf Millionen PC gegenüber, die ,,Michelangelo“ hätte befallen können. Zuvor hatten der Hamburger Professor Klaus Brunnstein […]
  • 05. März - Harter Kampf gegen zweierlei Parasiten
    Korruption und Vetternwirtschaft in der Politik sind in Kenia so alltäglich wie die Aquatorsonne. Diese Erkenntnis war es, welche die Hauptgeldgeberländer des ostafrikanischen Landes kürzlich dazu bewog, die milliardenschwere Entwicklungshilfe drastisch zu kürzen. Weitgehend unbekannt ist aber die Tatsache, daß Bestechlichkeit und Unterschlagung auch den wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Fortschritt in dem Entwicklungsland behindern. Robert Dransfield […]
  • 14. Februar - Kommentar: Gentechnik-Verhinderungsgesetz
    Das Gentechnikgesetz, das am 1. Juli 1990 in Kraft trat, hat sich nicht bewährt. Nicht, daß irgendein Vorfall bekannt geworden wäre, bei dem wegen laxer Sicherheitsvorkehrungen Menschen zu Schaden gekommen wären. Auf Beispiele dafür, wie genetisch veränderte Organismen tiefgreifende Veränderungen unserer „natürlichen“ Umwelt bewirken können, wartet man ebenfalls seit fast zwanzig Jahren gespannt, aber vergeblich. […]
  • 11. Februar - Fibrinkleber nicht mehr wegzudenken
    Der Fibrinkleber spart Blutkonserven und ermöglicht erst neue Operationstechniken. Mit den vielfältigen Einsatzbereichen des Fibrinklebers, aber auch mit Kosten/Nutzen-Abschätzungen für das Therapeutikum beschäftigten sich über 600 Experten auf dem Kongreß „Update and Future Trends in Fibrin Sealing in Surgical and Non-Surgical Fields“, der vom 15. bis 18. November 1992 in Wien stattfand. Der Fibrinkleber – […]
  • 28. Januar - Wasser bleibt Mangelware
    Wollte man die Wassermassen unseres Planeten gerecht verteilen, so stünde jedem Erdenbürger die unvorstellbare Menge von 300 Milliarden Litern zur Verfügung. Doch die Realität sieht anders aus. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leben 1200 Millionen Menschen ohne das für uns so selbstverständliche saubere und sichere Trinkwasser. 1800 Millionen sogar leiden unter mangelhaften bis katastrophalen sanitären […]
  • 22. Januar - Technik gegen Dioxine
    Die Technik der Abfallverbrennung hat in den letzten zwölf Jahren rapide Fortschritte gemacht. Bei mehreren derzeit laufenden Müllverbrennungsanlagen bleibt die Konzentration der in den Abgasen freigesetzten Schadstoffe schon jetzt unter den Werten, die gemäß der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung erst 1995 erreicht werden sollen. Diese Angaben machte Professor Hubert Vogg vom Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK) gestern vor der […]
  • 18. Januar - Klima-Kommentar: Bittere Erkenntnis
    Sechs Monate vor der UNO-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ in Rio de Janeiro schrillen – wieder einmal – die Alarmglocken. „Wissenschaftlich gesichert“ und damit aktenkundig ist jetzt die Erkenntnis, daß die zunehmende globale Erwärmung, der schwindende Ozonschild, die Zunahme verheerender Wirbelstürme und die sich ständig ausbreitenden Waldschäden auf die Aktivitäten von rund sechs Milliarden Menschen zurückzuführen […]
  • 18. Januar - Experten: Klimakatastrophe droht
    Die globale Klimasituation, besonders der Treibhauseffekt, hat sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen dramatisch zugespitzt. Als gesichert gilt, daß die Erwärmung der Erde nicht auf natürliche Schwankungen zurückzuführen, sondern das Resultat menschlicher Aktivitäten ist. „Damit sind die letzten Zweifel an der Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen ausgeräumt“, teilte der Vorsitzende der Bundestags-Enquetekommission zum Schutz der Erdatmosphäre, Klaus Lippolt (CDU), […]
1991 (76)
  • 27. Dezember - Forschung für die Ärmsten der Armen
    Im Forschungsinstitut Icrisat nahe dem indischen Hyderabad kämpfen Forscher gegen den Hunger in der Welt. Wichtigste Waffe sind dabei uns unbekannte Pflanzen wie Sorghum und Perlhirse. Sie ermöglichen – im Gegensatz zu den Hochleistungsgewächsen der grünen Revolution – auch in einer unerbittlichen Umwelt noch akzeptable Ernten für eine weiter wachsende Weltbevölkerung. 750 Millionen Menschen, die […]
  • 01. Dezember - Am Patienten vorbei
    Über ein Drittel aller vom Arzt verschriebenen Medikamente werden nicht eingenommen. Von den ausbleibenden Heilerfolgen einer ärztlichen Behandlung ganz abgesehen, beläuft sich allein der wirtschaftliche Schaden in den alten Bundesländern nach einer Schätzung auf fünf bis sieben Milliarden Mark. Einige Leitlinien für das ärztliche Verhalten, mit denen dieses Problem der „Non-compliance“ abgemildert werden kann, präsentierte […]
  • 28. November - Warum Allergien zunehmen
    Die Zunahme allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten ist nicht mehr wegzudiskutieren. Welche Rolle dabei den Luftschadstoffen zukommt, ist zwar noch nicht zweifelsfrei geklärt, doch mehren sich die Hinweise darauf, daß unter anderem Feinstäube und Dieselrußpartikel eine Rolle spielen. Weniger eindeutig ist die Datenlage beim Tabakrauch. Hier stehen scheinbar überzeugenden Befunden, mit denen ein solcher […]
  • 22. November - Wenn die Neuronen im Gleichtakt schlagen
    Wie schafft es unser Gehirn, Objekte, die beispielsweise auf dem Arbeitstisch herumliegen, überhaupt als Objekte zu erkennen? Für die meisten Menschen existiert dieses Problem überhaupt nicht, denn man „sieht“ ja die Kaffeetasse und den Kugelschreiber, kann diese Gegenstände mit großer Selbstverständlichkeit greifen und von der Unterlage unterscheiden. Für die Hirnforscher ist dies allerdings keine gültige […]
  • 13. November - Der lange Weg zum intelligenten Roboter
    Der erste Schritt ist getan: Deutsche Wissenschaftler haben eine Nervenzelle und einen Transistor miteinander verbunden. Die Nervenzelle als biologische Einheit erzeugt einen äußerst schwachen Stromimpuls, der an das elektronische Bauteil weitergeleitet und dort tausendfach verstärkt wird. Während die Ulmer Forscher ausgehend von der „biologisch-technischen Synapse“ langfristig an die Entwicklung neuer Sensoren denken, ist die Fantasie […]
  • 08. November - Ethische Fragen drängen sich auf
    Im jüngsten Kino-Kassenschlager, dem „Terminator II„, wird der Zuschauer mit einer recht gewalttätigen Vision geschockt: Intelligente Maschinen, von Menschen erdacht und gebaut, sollen im Jahr 1997 die amerikanische Verteidigung übernehmen. Als die Militärs feststellen, daß die Supercomputer ein eigenes Bewußtsein entwickeln, versucht man den Stecker zu ziehen. Die Maschinen antworten mit einem atomaren Gegenschlag; drei […]
  • 05. November - Fleißig arbeiten und wissenschaftlich denken
    Der Robert-Koch-Preis, einer der höchsten deutschen Wissenschaftspreise, wurde gestern in Bonn verliehen. Preisträger der mit 100.000 Mark dotierten Auszeichnung sind der Belgier Walter Fiers und der Japaner Tadatsugu Taniguchi. Die Robert-Koch-Medaille in Gold für das Lebenswerk eines Forschers erhielt Professor Werner Schäfer, „einer der großen Pioniere der Virusforschung in Deutschland“, wie der Laudatio zu entnehmen […]
  • 30. Oktober - Sprechende Maschine
    Einen Computer, der Texte erkennt und vorliest, präsentierte Professor Terrence Sejnowski in einer amerikanischen Fernsehshow. Die Zuschauer waren begeistert von der ersten TV-Demonstration eines künstlichen neuronalen Netzes. Ein perfektioniertes System könnte etwa Blinden aus der Zeitung vorlesen; öffentliche Bibliotheken ließen sich per Telefon abfragen. Nur Marvin Minsky, der jahrelang gepredigt hatte, daß derartige Leistungen nur […]
  • 28. Oktober - Interview mit Wolf Singer
      Wolf Singer ist einer der renommiertesten deutschen Hirnforscher, (inzwischen ehemaliger) Direktor am Max-Planck-Institut in Frankfurt und war später Mitbegründer des Frankfurt Institute of Advanced Sciences. Ich durfte ihn für die Reihe „WELT im Gespräch“ interviewen, und hier ist das Ergebnis: Das Gehirn des Menschen ist zweifellos das komplizierteste Gebilde, das wir kennen. Viele Wissenschaftler […]
  • 23. Oktober - Reaktionen ohne Hilfe des Gehirns
    Wer sich mal die Finger verbrannt hat, weiß die blitzschnelle Reaktion seines Nervensystems zu schätzen. Denkt man nämlich über die eigene Ungeschicklichkeit nach, so wird man zu dem Schluß kommen, daß ein „primitiver“ Reflex uns vor weitaus Schlimmerem bewahrt hat. Eine tiefgründige Analyse der Wechselwirkungen zwischen heißer Flamme und nackter Haut wäre in dieser Situation […]
  • 22. Oktober - Forschung unter einem Zeltdach
    Eine – nicht nur für Schweizer Verhältnisse – gewagte Ausstellung ist noch bis zum 3. November vor den Toren Zürichs zu bewundern. Auf 60.000 Quadratmeter Fläche präsentiert sich die Crème de la crème der eidgenössischen Wissenschaft. Rund 300 aktuelle Forschungsprojekte, von der Tiefbohrung über sprechende Maschinen bis zur Atmosphärenforschung, werden vorgestellt. Neben „harten“ Themen wie […]
  • 17. Oktober - Richard Ernst: Nobelpreis für die NMR-Spektroskopie
    Richard Ernst, der diesjährige Nobelpreisträger für Chemie, war unmittelbar nach der Bekanntgabe des schwedischen Karolinska-Instituts auch für die eifrigsten Pressevertreter nicht zu erreichen. Der Grund: der 58jährige Schweizer befand sich gerade in der Luft, irgendwo zwischen Moskau und New York. Ernst, der an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich als Professor für Physikalische Chemie tätig […]
  • 16. Oktober - In der Welt der elektrischen Düfte
    Elektrische Düfte durchziehen das Labor von Garry Lynch an der University of California in lrvine bei Los Angeles. Elektrische Düfte? Dr. Ursula Stäubli, die vor Jahren aus der Schweiz hierhergekommen ist, um den Geheimnissen des Lernens auf die Schliche zu kommen, muß etwas weiter ausholen. Bei trainierten Ratten war es ihr gelungen, die Erinnerung an […]
  • 12. Oktober - Ozon: Oben gut, unten schlecht
    Während Hiobsbotschaften aus der Antarktis das Augenmerk auf das dortige Ozonloch lenken, will Umweltminister Klaus Töpfer mit strengeren Grenzwerten ein Zuviel an Ozon am Boden bekämpfen. In 30 bis 50 Kilometer Höhe bildet dieses Gas einen Schutzschild, der vor den UV-Strahlen der Sonne schützt – und damit auch vor Sonnenbrand, Hautkrebs und Augenkatarakten. In diesen […]
  • 11. Oktober - Hirnforschung von der Keule bis zur Gentechnik
    „Hirnschäden sind so alt wie die Menschheit“, sagt Stanley Finger, Professor für Psychologie an der Washington University im amerikanischen St. Louis. Er deutet dabei auf den drei Millionen Jahre alten Schädel eines Australophitecus, der offensichtlich von hinten mit einer Keule erschlagen wurde. Vor etwa zehntausend Jahren, noch während der Steinzeit also, wurden bereits „Operationen“ durchgeführt, […]
  • 09. Oktober - Die fantastische Welt in unseren Köpfen
    Die Vergabe des Medizinnobelpreises an zwei deutsche Wissenschaftler zu Beginn dieser Woche rückt einen Forschungszweig ins Licht der Öffentlichkeit, der bisher trotz gewaltiger Fortschritte eher ein Schattendasein führte. Zwar hatte der amerikanische Kongreß die neunziger Jahre vollmundig zur „Dekade des Gehirns“ erklärt; für den Mann auf der Straße aber blieb diese Verlautbarung ebenso bedeutungslos wie […]
  • 09. Oktober - Giftkunde für Anfänger
    Ein Großteil aller Gifte, Drogen und Psychopharmaka wirkt direkt auf das Gehirn. Durch so prominente Vertreter der Gattung wie Strychnin, Curare und Valium wird die Signalleitung zwischen den Nervenzellen gestört – mit den bekannten Folgen. Erst kürzlich fand man auf der Oberfläche der grauen Zellen auch einen Ankerplatz für das Rauschgift Cannabis. Der Ankerplatz (Rezeptor) […]
  • 08. Oktober - Schraubenwurmfliege ausgerottet
    Einen Triumph bei der biologischen Schädlingsbekämpfung konnten Vertreter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen gestern in Washington feiern: Gänzlich ohne Chemikalien ist es gelungen, die gefährliche Schraubenwurmfliege (Eintrag in der Encyclopedia of Live: Cochliomyia hominivorax) in Afrika auszurotten. „Wir haben eine Katastrophe verhindern können“, erklärte Patrick Cunningham, Leiter der FAO-Schraubenwurmbekämpfung in Nordafrika, in […]
  • 08. Oktober - Kommentar: Formel für den Erfolg
    Gestern haben – wieder einmal – Wissenschaftler der deutschen Max-Planck-Gesellschaft einen Nobelpreis erhalten, diesmal den Preis für Medizin und Physiologie. Es handelt sich um die Professoren Bert Sakmann und Erwin Neher, Nummer 27 und 28 auf der langen Liste der Preisträger, die diese Organisation hervorgebracht hat. Es drängt sich die Frage auf, warum die Max-Planck-Gesellschaft […]
  • 07. Oktober - Mehr Reis mit weniger Pestiziden
    Das überraschende Ergebnis langjähriger Versuche in den Reisfeldern Indonesiens präsentierte Dr. Peter Kenmore jetzt auf einem Seminar der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen in Rom. Demnach führt der Einsatz von Insektiziden in dieser Region nicht wie bisher angenommen zu einer besseren Ernte, sondern vermindert sogar die Erträge der Reisbauern. „Statt wie früher üblich […]
  • 12. September - Hat die Homosexualität eine biologische Ursache?
    Die Hirnstruktur homosexueller Männer unterscheidet sich in mindestens einer Region deutlich von der ihrer heterosexuellen Geschlechtsgenossen. Dieses Resultat einer Autopsie an insgesamt 41 Gehirnen, das jetzt in der Fachzeitschrift ,,Science“ (Band 253, S. 1034) veröffentlicht wurde, dürfte die Diskussion über die biologischen Wurzeln sexuellen Verhaltens weiter anheizen. Simon LeVay aus San Diego, der diese Studien […]
  • 07. September - Hunderttausende Bauern sterben an Pestiziden
    Alljährlich sterben auf den Feldern der Dritten Welt hunderttausende von Bauern an Vergiftungen, die durch den Einsatz von Pestiziden hervorgerufen werden. Die Zahl derjenigen, die langanhaltende Hirnschäden erleiden, könnte sogar in die Millionen gehen, wie Toxikologen jetzt in der Fachzeitschrift „Lancet“ berichteten. Angeklagt – und von der Fachwelt für schuldig befunden – sind vorwiegend Substanzen, […]
  • 06. September - Gentherapie nicht ausgeschlossen
    Der Aufbau eines Forschungszentrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch schreitet zügig voran. Auf die erst kürzlich im In- und Ausland ausgeschriebenen leitenden wissenschaftlichen Positionen haben sich mittlerweile schon über 200 hochkarätige Forscher beworben. Gründungsdirektor Professor Detlev Ganten äußerste sich gestern in Bonn optimistisch über die weitere Zukunft der für deutsche Verhältnisse einmaligen Institution. Die klinische […]
  • 28. August - Fehlendes Eiweiß wird ersetzt
    Ein Durchbruch auf dem Gebiet der Gentherapie wird aus den Niederlanden vermeldet. Dort gelang es – zunächst im Tierversuch an Rhesusaffen – fremdes Erbmaterial mit Hilfe eines Mäusevirus in blutbildende Stammzellen zu übertragen. Jetzt soll diese Methoden einer geringen Zahl von Patienten zugutekommen, die von einer seltenen Immunschwäche – der ADA-Defizienz – betroffen sind. Bei […]
  • 24. August - Guten Appetit!
    Nur wenige Gourmets können sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, Nigerianische Riesenratten oder Schwarze Leguane zu verspeisen. Dennoch – nach einem Vorschlag des amerikanischen National Research Council (NRC) sollen insgesamt 40 Arten exotischer Tiere und kleinwüchsige Formen „gewöhnlicher“ Kühe, Schweine und Schafe künftig einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten. Der – ernstgemeinte […]
  • 16. August - Ein Gentest beseitigt alle Zweifel
    Erstmals haben Wissenschaftler jetzt die Identität eines Mordopfers mit genetischen Methoden festgestellt. Wie das Wissenschaftsmagazin „Nature“ jüngst vermeldete, isolierten englische Forscher genetisches Material aus den Knochen eines Mädchens, das 1981 im Alter von 15 Jahren ermordet wurde. Die Leiche wurde zwar erst acht Jahre später gefunden, dennoch gelang es Alec Jeffreys von der Universität Leicester […]
  • 14. August - Klimastudien in der Polarnacht
    Nach langer, unfreiwilliger Unterbrechung unterhält Deutschland jetzt wieder eine Forschungsstation in der Arktis. Die in Ny-Ålesund auf der norwegischen Insel Spitzbergen gelegene, nach dem Pionier der deutschen Polarforschung, Carl Koldewey, benannte Station wurde am vergangenen Samstag offiziell eröffnet. Ny-Ålesund befindet sich auf 79 Grad nördlicher Breite und war bis vor wenigen Jahren die nördlichste Bergwerkssiedlung […]
  • 09. August - Ende des Traums vom Fliegen
    Vorbei sind die Zeiten, da man guten Gewissens in den – mehr oder weniger – wohlverdienten Urlaub fliegen konnte. Auch Geschäftsleute, die derzeit noch auf Kurzstrecken wie Köln-Frankfurt durch die Lüfte schweben, müssen sich auf kritische Fragen ihrer umweltbewußten Zeitgenossen gefaßt machen. Der Traum vom Fliegen? Klimaforscher und Umweltschützer sind skeptisch: „Der Flugverkehr ist bereits […]
  • 29. Juli - Eine Bibliothek auf der Laserdisk
    Die Liebhaber von ledergebundenen, goldbedruckten Büchern werden den funkelnden Kompakt-Disketten in ihren Plastikhüllen wenig abgewinnen können. Dennoch: für viele Praktiker, die täglich mit großen Mengen wissenschaftlicher Literatur arbeiten, haben die Glitzerscheiben Dank ihrer gewaltigen Speicherkapazität ihre Reize. Seit April dieses Jahres bereits nutzen eine Handvoll Interessenten, vorwiegend aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie, diese Technik. Ein gemeinsam […]
  • 25. Juli - Neues Benzin schont die Umwelt
    Eine verblüffende Variante, die zunehmende Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen, wurde in den Vereinigten Staaten entwickelt. Nicht mit Bio-Alkohol, Wasserstoff oder Solarkraft sollen die Automobile des 21. Jahrhunderts angetrieben werden, sondern mit – Benzin. Die achtgrößte amerikanische Ölgesellschaft, Atlantic Richfield (Arco), hat nach eigenen Angaben einen Kraftstoff entwickelt, dessen Verbrennung gegenüber normalem Benzin wesentlich […]
  • 17. Juli - Schon zehn Kilo Uran reichen aus
    Trotz gewaltiger Anstrengungen scheint Saddam Hussein nicht in der Lage zu sein, eigene Kernwaffen herzustellen. Nicht nur die Kontrollen der Internationalen Atomenergie-Organisation und die Aktivitäten des UN-Sicherheitsrates versperren dem Diktator den Weg zur Bombe; auch die technischen Schwierigkeiten sind nicht zu unterschätzen. Zu diesem Urteil kommt Joachim Fechner, der im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und […]
  • 13. Juli - Größter Saurier-Schädel gefunden
    Den größten Dinosaurierschädel, der jemals gefunden wurde, hat der amerikanische Student Tom Evans im texanischen Big Bend National Park entdeckt. Der 80 Millionen Jahre alte, gehörnte Schädel eines Chasmosaurus ist fast 180 Zentimeter lang und vollständig erhalten. Der Chasmosaurus brachte vermutlich ein Gewicht von fünf Tonnen auf die Waage und erreichte eine Länge von zehn Metern. […]
  • 06. Juli - Mangelware Organspender
    Ein Kind – Ausdruck der Liebe und des Vertrauens zwischen zwei Menschen, Ausdruck auch der Hoffnung in die Zukunft. Ein Baby – gezeugt und geboren, weil sein Blut oder seine Organe das Leben eines anderen Menschen retten sollen. Kann es einen größeren Gegensatz geben? Die enormen Fortschritte der biomedizinischen Grundlagenforschung haben dazu geführt, daß heute […]
  • 03. Juli - Viele Schlupflöcher für den illegalen Tierhandel
    Seit fünfzehn Jahren gilt in der Bundesrepublik das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA), mit dem der internationale Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen geregelt werden sollte. Westdeutschland unterzeichnete damals als erster EG-Staat; mittlerweile haben sich 110 Nationen dem Abkommen angeschlossen. Ein Grund zum Jubeln? Die Meinungen gehen auseinander. Noch vor zwei Jahren wurden von den zuständigen Bundesämtern […]
  • 29. Juni - Bulgarien droht ein Tschernobyl
    Eine akute Gefährdung des gesamten südeuropäischen Raumes stellt das einzige bulgarische Kernkraftwerk Kozloduj nach Meinung der Betriebsmannschaft dar. In einem inoffiziellen Hilfeersuchen an die Wiener Atomenergiebehörde IAEA ist die Rede davon, daß besonders die Dampferzeuger in dem Kraftwerk sowjetischer Bauart zu versagen drohten. Aber auch der Druckbehälter und der primäre Kühlkreislauf der Blöcke I und […]
  • 28. Juni - Der Pinatubo beeinflußt das Weltklima kaum
    Fast zeitgleich mit der Einsetzung einer Enquetekommission Klima durch Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth hat Forschungsminister Heinz Riesenhuber gestern in Bonn zu den möglichen Auswirkungen von Vulkanausbrüchen auf das Klima Stellung genommen. Der Minister wollte dabei nicht prinzipiell ausschließen, daß die Ausbrüche des Vulkans Pinatubo auf den Philippinen das Weltklima beeinflussen könnten. Dies sei allerdings nur dann […]
  • 28. Juni - Rekordflieger soll Atmosphäre erforschen
    Ein Rekordflugzeug besonderer Art wird derzeit in Bayern konzipiert. Wie Forschungsminister Heinz Riesenhuber gestern in Bonn bekanntgab, könnte das Flugzeug mit dem Namen Strato 2C einen wertvollen Beitrag zur Überwachung der Ozonschicht leisten und für einen relativ geringen Preis auch Teilaufgaben von Satelliten übernehmen. Die Strato 2C könne eine Flughöhe von 25 Kilometern erreichen und […]
  • 21. Juni - Kampf gegen Heuschrecken und Rüsselkäfer
    Ein „Institut für Kartoffelkäferforschung und -bekämpfung“ wird heute in Deutschland nicht mehr gebraucht. Dennoch gab es eine solche Einrichtung bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Darmstadt. Auch heute noch wird in der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft an der Schädlingsbekämpfung gearbeitet, allerdings will man jetzt der afrikanischen Heuschreckenplage zu Leibe rücken. Besonders schwer […]
  • 21. Juni - Viele Hürden für die Biologische Schädlingskontrolle
    Die biologische Schädlingskontrolle, häufig gepriesen als umweltfreundliche Alternative zur industriellen Landwirtschaft, wird auf absehbare Zeit nur einen sehr kleinen Anteil am Weltmarkt erreichen. Dies war die ernüchternde Bilanz eines Symposiums der Firma Bayer, das kürzlich in Monheim bei Leverkusen stattfand. Obwohl bereits Tausende verschiedener Insekten, Fadenwürmer und Mikroorganismen erprobt wurden, wird weltweit nur jede zweihundertste […]
  • 15. Juni - Supercomputer eröffnen neue Perspektiven
    Eine lebhafte Phantasie kann für Wissenschaftler oft von Nutzen sein; etwa wenn es darum geht, sich die Zustände in der Nähe eines Schwarzen Loches vorzustellen, oder die Kollisionen von energiereichen Elementarteilchen nachzuvollziehen. Um die Wirkung eines neuen Arzneistoffes auf den menschlichen Organismus vorherzusagen oder die globalen Folgen grenzüberschreitender Luftverschmutzung abzuschätzen, bedarf es fast schon prophetischer […]
  • 13. Juni - Neuer Impfstoff stoppt Ausbruch von AIDS
    Mit einem gentechnisch hergestellten Impfstoff ist es offenbar möglich, das Fortschreiten der Aids-Erkrankung zum tödlichen Endstadium aufzuhalten. Dies meldet das „New England Journal of Medicine“ in seiner heute erscheinenden Ausgabe. Ärzte des amerikanischen Militärkrankenhauses Walter Reed in Washington bestätigten, daß in den letzten 18 Monaten ein Impfstoff getestet worden sei, der bei HIV-infizierten Personen den […]
  • 07. Juni - Krebsgefahr durch Halogenlampen?
    Die elegant gestylten Halogenlampen, gestern noch begehrtes Objekt zeitgenössischer Wohnkultur, sind ins Zwielicht geraten. Handfeste Hinweise darauf, daß zumindest ein Teil der vielgepriesenen Lichtspender eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellen, haben bereits zur Rücknahme der ersten Typen aus den Verkaufsräumen der Einrichtungshäuser geführt. Unter bestimmten Umständen, so lautet der Verdacht, könnten die Strahler Hautkrebs verursachen. […]
  • 29. Mai - Zwischen Ökologie und Ökonomie
    Dreißig Milliarden Dollar – das ist der Preis, den die Vereinigten Staaten jährlich für eine verbesserte Luftqualität aufbringen. Dennoch lebten 1989 rund 60 Millionen US-Bürger in Gegenden, wo die gesetzlichen Richtwerte für die Luftreinheit nicht eingehalten werden konnten. Dieses drastische Beispiel macht deutlich, daß auch in einem der reichsten Länder der Welt nicht genug Geld […]
  • 06. Mai - James Watson im Interview
    Vorweg ein Bekenntnis, oder auch die Erklärung eines Interessenkonfliktes: James Watson war es, der mich mit seinem Buch „Die Doppelhelix“ maßgeblich dazu inspiriert hat, Biologie zu studieren. Ich halte ihn nach wie vor für einen der größten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Als ich 1991 die erste längere Dienstreise für meinen damaligen Arbeitgeber „DIE WELT“ planen […]
  • 03. Mai - Der Taifun und das Treibhaus
    Ein tropischer Wirbelsturm (Zyklon, Taifun) traf am 29. April 1991 auf die Küste Bangladeschs und forderte mindestens 138000 Menschenleben. Neben dem Bericht einer Kollegin zu den Schäden im Land bin ich der Frage nachgegangen, inwiefern die globale Erwärmung beziehungsweise der Anstieg des Meeresspiegels damit in Zusammenhang stehen könnte. Naturkatastrophen, so entsetzlich sie für die betroffene […]
  • 30. April - Schöne blaue Donau? Von wegen!
    Das grenzenlose Europa ist im Bereich der Umweltverschmutzung längst traurige Wirklichkeit, wie ein Blick auf die Flüsse des Kontinents verdeutlicht. Mit fast 3000 Kilometern Länge bildet die Donau als größter Strom Europas eine Brücke zwischen Ost und West. Der Strom, der für viele ein einzigartiges Naturdenkmal darstellt, ist gleichzeitig ein wirtschaftlich bedeutsamer Wasserweg und gewaltiger […]
  • 27. April - Zellulose aus Mikroben
    Zum ersten Mal ist jetzt gelungen, Zellulose in industriellem Maßstab mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien zu produzieren. Zellulose ist das häufigste Makromolekül der Erde und findet sich vorwiegend in den Zellwänden der Pflanzen. Die Substanz, welche aus unzähligen miteinander verknüpften Zuckermolekülen besteht, wird vorwiegend zur Herstellung von Papier benutzt. Eine Kooperation zwischen Professor Moshe […]
  • 23. April - Supercomputer: Connection Machine spricht mit Cray Y-MP
    Erstmalig ist es Wissenschaftlern des Supercomputer Centers in Pittsburgh gelungen, eine Verbindung zwischen einem „herkömmlichen“ und einem parallelen Superrechner herzustellen. Obwohl beide Elektronenhirne – ein Cray Y-MP und die Connection Machine am Massachusetts Institute of Technology – nach völlig verschiedenen Prinzipien arbeiten, gelang es, bis zu 250 Millionen Zeichen pro Sekunde zwischen den beiden Maschinen […]
  • 19. April - Geschichte des Mittelmeeres
    Die Vergangenheit des Mittelmeeres wollen europäische Wissenschaftler ergründen, die in diesem Sommer gleich zwei Studienfahrten unternehmen werden. Dabei hoffen die Forscher, in sauerstoffarmen Meeresregionen auf spezialisierte Bakterien und möglicherweise auch riesige Würmer und Krebse zu stoßen. Begründet wird diese Überlegung durch Berechnungen, wonach im gesamten Mittelmeerraum wesentlich mehr Wasser verdunstet, als durch Niederschläge und Flußmündungen […]
  • 19. April - Schallmessung verrät Wassertemperatur
    Schallwellen können nicht nur durch die Luft übertragen werden, auch unter Wasser funktioniert dieses Prinzip, wie Flipper der Delphin zahllosen Fernsehzuschauern beweisen konnte. Nun soll diese Tatsache außer verliebten Walen auch besorgten Klimaforschern zugutekommen: Ein neues Verfahren zur Temperaturmessung in den Weltmeeren erproben derzeit Wissenschaftler des Scripps Institutes für Ozeanographie im kalifornischen La Jolla. Die […]
  • 18. April - Sintflut ante portas
    „Warum muß gerade meine Insel untergehen? Was habe ich getan, daß die Weltmeere ansteigen läßt?“ Diese Fragen des Herrn Bukhari aus Bangladesh auf der internationalen Konferenz „Ozeane, Klima und Menschen“ in Turin machen betroffen und verdeutlichen zugleich, daß die globale Erwärmung und der vermutlich zusammenhängende Anstieg des Meeresspiegels längst keine graue Theorie mehr ist, die […]
  • 18. April - Die Kapazität der Meere für CO2 ist begrenzt
    Müllkippe und Speisekammer, Rohstoffquelle und Naturgewalt – die Ozeane der Erde haben viele Gesichter. Jedes Kind weiß heute, daß über zwei Drittel der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind. Wie wichtig die Erforschung jener 361 Millionen Quadratkilometer ist, wurde auch auf der internationalen Konferenz „Ozeane, Klima und Menschen“ der San Paolo-Stiftung deutlich, die gestern in Turin […]
  • 10. April - Papier ohne Chlor und Schwefel
    Die deutsche Zellstoffindustrie war lange Zeit vom Aussterben bedroht. Der Zwang, gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten und die im internationalen Maßstab äußerst strengen Umweltschutzbestimmungen einzuhalten, trieb den Industriezweig, der den Grundstoff für Papier, Taschentücher, Windeln und vieles mehr produziert, fast in den Ruin. Denn „wenn die übrige Welt unsere Grenzwerte hätte, würde kein Zellstoff mehr hergestellt […]
  • 06. April - Leberkrebs durch Pilzgifte
    Viele Fälle von Leberkrebs lassen sich auf Veränderungen in einem „Anti-Krebs-Gen“ zurückführen. Diese Mutation wird durch bestimmte Pilzgifte (Aflatoxine) ausgelöst, welche sich in verseuchtem Getreide und Lebensmitteln ansammeln, die an feuchtwarmen Plätzen aufbewahrt werden. Die Beobachtung amerikanischer Wissenschaftler, die in dem Fachblatt „Nature“ veröffentlicht wurde, erklärt auch, warum Leberkrebs in China und Südafrika so häufig […]
  • 06. April - Künstler aus Blech
    Ein Roboter an der Universität Yale im amerikanischen Bundesstaat Connecticut erlernt derzeit das Jonglieren. Nach jahrelangen Bemühungen ist es einem Team um Professor Daniel Koditschek gelungen, dem Blechkameraden das scheinbar simple Kunststück beizubringen, einen Ball ständig in Bewegung zu halten. Mit Hilfe einer Gruppe von Ingenieuren soll die Maschine bald schon mit zwei Bällen gleichzeitig […]
  • 06. April - Venus-Mission erfolgreich
    Hochzufrieden über die Ergebnisse der Erkundung unseres Nachbarplaneten Venus durch die Raumsonde Magellan ist die amerikanische Weltraumbehörde Nasa. Die Mission, die ursprünglich nur bis zum Mai dauern sollte, wurde daher verlängert. Seit August letzten Jahres konnte mehr als die Hälfte der Oberfläche des wolkenverhüllten Planeten kartiert werden. Nach dem neuen Fahrplan soll Magellan jetzt jeden […]
  • 05. April - Verbrennung ohne Schadstoffe?
    Wenn Professor Jürgen Warnatz, Direktor des Institutes für technische Verbrennung an der Universität Stuttgart, seine Arbeit beschreibt, hört sich das so an: „Flammen sind äußerst komplizierte dreidimensionale, zeitabhängige, physikalisch-chemische Systeme, in denen sich ständig unterschiedlichste Reaktionen überlagern.“ Kein Wunder also, daß Warnatz zur Untersuchung von Verbrennungsvorgängen auf die Hilfe eines Supercomputers angewiesen ist. Wenn dieser […]
  • 05. April - Schutz für den Tropenwald
    Einen Rodungsstopp für alle Tropenwälder fordert Professor Gundolf Kohlmaier vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Frankfurt. Der Klimaforscher weiß, wovon er redet, denn der 57jährige hat in einem aufwendigen Computerprogramm den Einfluß der Pflanzenwelt auf das Weltklima simuliert. Ergebnis der Studie: Die ständig steigende Produktion des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) durch den Menschen […]
  • 02. April - Amgen erhält Patent auf EPO
    In den Vereinigten Staaten darf ein Eiweiß, welches das Wachstum von roten Blutkörperchen anregt, künftig nur noch von der Firma Amgen vertrieben werden. Die Entscheidung des US-Patentamtes garantiert Amgen Exklusivrechte auf die gentechnisch hergestellte Substanz Erythropoietin (EPO). Einem Forscher des Unternehmens war es 1983 als erstem gelungen, das Gen zu finden und zu isolieren, welches die Erbinformation für […]
  • 28. März - Software-Test Norton Backup
    Ein perfektes Instrument zur Sicherung der wertvollen Daten, die jeder ernsthafte Computernutzer auf seiner Festplatte ansammelt – dies ist der Anspruch des englischsprachigen Programmes Norton Backup 1.1. Innerhalb von fünf Minuten ist die Installation abgeschlossen. Nach mehreren Kurztests, in denen das Programm die optimalen Einstellungen für den jeweiligen Computer eigenständig vornimmt, erscheint die beruhigende Meldung, […]
  • 27. März - Schreiben wie gedruckt
    Eine neue Entwicklung auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung könnte schon bald vielen Computeranwendern Erleichterung bringen. Nach den Vorstellungen der kalifornischen Firma Go wird nämlich ein sogenannter Clipboard-Computer bald schon das Erlernen zahlreicher Befehle überflüssig machen. Der Rechner, der etwa 8000 Mark kosten soll, ist außerdem in der Lage, handschriftliche Eingaben direkt in Druckbuchstaben zu […]
  • 20. Februar - Schlacht kann auf Bildschirm verfolgt werden
    Amerikanischen Spionagesatelliten wird in der allseits erwarteten Bodenoffensive der alliierten Streitkräfte im Golfkrieg eine entscheidende Rolle zufallen. Diese Ansicht vertraten mehrere hochkarätige Experten auf der Tagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft (AAAS) in Washington. Danach steht der irakischen Armee im besetzten Kuwait, die über keinerlei Möglichkeiten der Aufklärung verfügt, die bestinformierte Streitmacht aller […]
  • 19. Februar - Besuch im Supermarkt der Wissenschaften
    Was haben Gentherapie und – Abtreibungspille, Kosmologie und Ackerbau gemeinsam? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Regenwald und Golfkrieg, zwischen der Zukunft der Nasa und dem Berufsbild von Zahnärzten, zwischen Frauen in der Wissenschaft und der Verbreitung von Atomwaffen? All diese Themen und mehr werden auf einer einzigen Mammut-Konferenz besprochen. Die Rede ist von der Tagung der […]
  • 12. Februar - Gen-Probe für Lincolns Krankheiten
    Auch 126 Jahre nach der Ermordung Abraham Lincolns streiten Experten noch über den Gesundheitszustand des amerikanischen Präsidenten zum Zeitpunkt des Attentats. Mit Hilfe einer äußerst empfindlichen Nachweismethode ist eine Antwort auf die Fragen der Historiker jetzt in greifbare Nähe gerückt. Ein Komitee, eingesetzt vom Nationalen Gesundheits- und Medizinmuseum der Vereinigten Staaten, soll zunächst überprüfen, ob […]
  • 09. Februar - Wenn Gene aus der Kanone fliegen
    Während eine gespannte Öffentlichkeit die ersten zaghaften Versuche zur Gentherapie beim Menschen verfolgt, planen Biologen und Mediziner schon den nächsten Schritt in die Zukunft. Doch wie soll die Raffinesse eines Verfahrens übertroffen werden, in dem gentechnisch veränderte Viren winzige Bruchstücke der menschlichen Erbinformation in hochspezialisierte Immunzellen einschmuggeln, die dann – so die Hoffnung aller Beteiligten […]
  • 02. Februar - Die größte Ölpest aller Zeiten
    Einen traurigen Rekord mußten Umweltschützer in dieser Woche aus der Kriegsregion am Persischen Golf vermelden: Noch nie wurde so viel Rohöl in die Natur entlassen wie in den vergangenen Tagen. Die Rede ist von etwa zwei Milliarden Litern, das entspricht dem Fassungsvermögen von sieben Supertankern oder der fast unvorstellbaren Anzahl von 100000 Tanklastzügen Mittlerweile haben […]
  • 31. Januar - Erstmals Gentherapie gegen Hautkrebs erprobt
    Zum ersten Mal haben Wissenschaftler die Methode der Gentherapie angewandt, um eine Krebserkrankung beim Menschen zu bekämpfen. Am Nationalen Gesundheitsinstitut im US-Bundesstaat Maryland wurden einer 29 Jahre alten Frau und einem 49jährigen Mann gentechnisch veränderte Blutzellen injiziert. Man erhofft sich von dieser Behandlung Fortschritte zunächst bei der Bekämpfung des malignen Melanoms, einer bösartigen Form von […]
  • 24. Januar - Ölfeld explodiert nicht bei Angriffen
    Der Zustand der Ölfelder in Kuwait ist wegen widersprüchlicher Meldungen unklar. Die kuwaitische Exilregierung spricht in Zusammenhang mit der angeblichen Zerstörung von Ölfeldern von einer „neuen verbrecherischen Handlung“ der Iraker. Dagegen liegen britischen Militärkreisen keine Informationen über brennende Ölfelder vor. Ein Sprecher der US-Streitkräfte in Saudi-Arabien hatte erklärt, Luftaufnahmen zeigten, daß der Irak seine Drohungen […]
  • 18. Januar - Klimakatastrophe durch Golfkrieg?
    Nachdem die internationale Streitmacht sich bereits am ersten Tag der kriegerischen Auseinandersetzungen die Lufthoheit über den Irak und Kuwait gesichert hat, gibt es nach wie vor Befürchtungen, daß die Kämpfe zu einer ökologischen Katastrophe ohnegleichen führen könnten. Schätzungsweise ein Drittel der 1000 kuwaitischen Ölquellen wurde durch die irakischen Besatzungstruppen vermint. Nach unabhängigen Schätzungen könnten bei […]
  • 10. Januar - Blick in den Elfenbeinturm
    Es ist später Abend im Neuenheimer Feld. Die meisten der phantasielosen Zweckgebäude liegen im Dunkeln verborgen. Aus einigen wenigen Instituten aber dringt noch Licht nach draußen: Hier arbeiten Menschen, deren Tätigkeit den meisten Mitbürgern nur schwer verständlich, vielen sogar unheimlich ist. „Meine Mutter ist davon überzeugt, daß ich am Untergang der Menschheit arbeite“, beschreibt Manfred […]
  • 10. Januar - Tumor Nekrose Faktor wird demnächst auch in Deutschland produziert
    Ein vielgelobter Eiweißstoff, von dem man sich Erfolge bei der Be­handlung von Krebserkrankungen verspricht, darf jetzt auch in Deutsch­land hergestellt werden. Mit soforti­ger Wirkung wurde der BASF die Er­laubnis erteilt, jährlich 500 Gramm Tumor Nekrose Faktor (TNF) zu pro­duzieren, der mit Hilfe von gentech­nisch veränderten Bakterien gewon­nen wird. Damit setzte die Stadt Ludwigsha­fen als zuständige […]
  • 09. Januar - Rekordbohrungen nach Öl im Golf von Mexiko
    Mit ehrgeizigen Tiefseebohrungen versuchen sich die großen Erdölkonzerne derzeit aus ihrer Abhängigkeit von der krisengeschüttelten Golfregion zu befreien. Die verhältnismäßig leicht zugänglichen Quellen vor den amerikanischen Küsten beginnen sich zu erschöpfen; Ingenieure und Wissenschaftler sehen sich daher gezwungen, Bohrungen auch in großer Tiefe und weit vor der Küste vorzunehmen. Der rapide gestiegene Erdölpreis läßt jetzt […]
  • 05. Januar - Kannibalismus umstritten
    Einer der wichtigsten „Beweise“ für Kannibalismus unter unseren Vorfahren wurde jetzt widerlegt. Eine gründliche Untersuchung des berühmten Schädels vom Monte Circeo (Italien) zeigt, daß Spuren, die ursprünglich im Sinne eines rituellen Kannibalismus gedeutet wurden, von Hyänen stammen. Der Schädel eines etwa 45 Jahre alten Neandertalers war 1939 in einer Höhle etwa 100 Kilometer südlich von […]
  • 05. Januar - Kommentar: Selbsternannte Propheten
    Viele Argumente sprechen gegen einen Krieg am Golf – an erster Stelle sicherlich das Blutvergießen, das mit jeder Kampfhandlung einhergeht. Aber auch steigende Erdölpreise, eine Stärkung der islamischen Fundamentalisten und großflächige Zerstörungen, die weit über das eigentliche Krisengebiet hinausreichen, gehören zu den unvermeidlichen Folgen eines militärischen Schlagabtausches. Neuerdings wurde von selbsternannten Experten auf einem „Sonderkongreß“ […]
  • 05. Januar - Schnellster Computer
    Schon in diesem Monat soll der Welt schnellster Supercomputer seine Arbeit aufnehmen. Touchstone Delta heißt das Elektronengehirn, welches von der Firma Intel gebaut wird. Während gewöhnliche Supercomputer „nur“ ein bis zwei Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde ausführen können, werden mit der neuen Maschine Durchschnittswerte von 5 bis 10 Milliarden Operationen pro Sekunde möglich sein. Als Spitzenwert […]
  • 04. Januar - Eine Impfaktion kann alliierte Truppen nur begrenzt schützen
    Arsen und Anthrax, Blausäure und Botulinustoxin, Cholera und Chlorcyan; so könnte das furchterregende Abc des Aggressors lauten, wenn es wirklich in elf Tagen zu einem Krieg am Persischen Golf kommen sollte. Die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Golfkonfliktes ist zwar noch nicht begraben, doch bereiten sich die multinationalen Streitkräfte auf alle Eventualitäten vor. Nach […]
1990 (87)
  • 31. Dezember - Software-Test PC-File:dB
    Ein hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis bietet PC-File:dB, ein Datenbankprogramm in englischer Sprache. Die beiden leicht verständlichen und gut geschriebenen Handbücher helfen, die Sprachbarriere zu überwinden. Die kontextabhängige Hilfsfunktion und der zuschaltbare „Lehrmodus“ erleichtern den Einstieg. PC-File überrascht den Anwender mit einer Vielzahl an Funktionen und pfiffigen Ideen. Dabei begnügt sich das Programm mit 416 KB RAM und […]
  • 29. Dezember - Impfung gegen Bio-Waffen
    Amerikanische Soldaten am Golf sollen geimpft werden, um sie vor den Folgen eines Angriffs mit biologischen Waffen zu schützen. Wie die „New York Times“ berichtete, seien die Impfungen Teil eines umfassenden Programms gegen B-Waffen, zu dem auch der Gebrauch von Masken und Schutzkleidung gehöre. Erkenntnisse des CIA deuten darauf hin, dass der Irak über die […]
  • 19. Dezember - Die erste Gentherapie
    Der weltweit erste Versuch zur Gentherapie am Menschen scheint ein Erfolg zu werden. Behandelt wurde ein vier Jahre altes Mädchen, dessen Identität noch geheim ist. Es produziert nach dreimonatiger Therapie jetzt wieder aus eigener Kraft einen Eiweißstoff, der sie vor einer tödlichen Stoffwechselkrankheit schützt. „Dies sind nur die ersten vorläufigen Ergebnisse, aber wir sind darüber […]
  • 17. Dezember - Radon – Der gefährlichste Luftschadstoff Deutschlands?
    „Nach unserer Einschätzung ist Radon der gefährlichste Luftschadstoff in Deutschland.“ Mit dieser Meinung, vorgetragen auf einem Seminar der Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen (AGF), steht Dr. Herwig Paretzke nicht allein. „Da die meisten Menschen es vorziehen, in einem geschlossenen Haus zu leben, müssen wir uns mit einem gewissen Risiko abfinden.“ Auch auf die Frage, wie groß denn […]
  • 17. Dezember - Software-Test Norton Commander
    Der Norton Commander in der Version 3.0 gehört zu den Programmen, die sich ganz auf das Management von DOS-Dateien spezialisiert haben. In den fortschrittlichen Pull-Down-Menüs, die sich auch mit der Maus steuern lassen, kann der Benutzer zwei Fenster ganz nach dem eigenen Geschmack einrichten; das gilt dank des knapp und verständlich gehaltenen Handbuches auch für […]
  • 12. Dezember - Gesundheitsproblem Diesel
    Der Diesel als Treibstoff der Zukunft? Jedem, der schon einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, auf engen Landstraßen stundenlang hinter einem Lkw her kriechen zu müssen, welcher unentwegt dichte Rußwolken ausstieß, muss diese Theorie Furchen der Skepsis auf die Stirn zaubern. Derartige traumatische Erlebnisse seien Einzelfälle, die nicht den Blick auf die unbestrittenen Vorteile dieser Technologie […]
  • 06. Dezember - Rekord-Eisberg auf Reisen
    Unter all den Objekten, welche von den Wissenschaftlern im ewigen Eis untersucht wurden, ist der Eisberg B-9 sicherlich der mit Abstand größte Brocken. Mit einer Länge von über 150 Kilometern und 35 Kilometern Breite war B-9 am Anfang seiner Reise durch antarktische Gewässer größer als Mallorca, Menorca und Ibiza zusammen. Diese Reise begann im Oktober […]
  • 30. November - Ein Impfstoff braucht noch Zeit
    Mit allen Tricks kämpfen die Forscher heute gegen das Aids-Virus (HIV). Ohne Übertreibung lässt sich wohl behaupten, dass noch niemals innerhalb so kurzer Zeit so viel über einen Krankheitserreger gelernt worden ist. Warum, so fragt sich die sensibilisierte Öffentlichkeit, gibt es dann aber „noch immer“ keinen Impfstoff gegen Aids? Eine ganze Reihe von Viren lassen […]
  • 17. November - Eine Handvoll Gene für die Ewigkeit
    Wie alt kann ein Mensch eigentlich werden? Gibt es eine natürliche Grenze oder ist etwas dran an dem ketzerischen Gedanken, dass nur die Stellung einer Handvoll „genetischer Schalter“ uns von der Unsterblichkeit trennt? Einzeller sind praktisch unsterblich; sie teilen sich munter immer weiter, es sei denn, ein „gewaltsamer“ Tod setzt ihrem Dasein ein Ende. Alle […]
  • 14. November - Zwangsarbeit in der Forschung
    Zu 1750 Stunden unbezahlter Forschungsarbeit wurde Syed Zaki Salahuddin verurteilt. Der Wissenschaftler hatte bis vor kurzem noch im Labor des Amerikaners Robert Gallo an der Aufklärung der Immunschwäche Aids gearbeitet. Richter John Hargrove befand ihn jetzt für schuldig, öffentliche Forschungsgelder missbraucht zu haben. Nun muss Salahuddin 12.000 Dollar Geldstrafe zahlen und während der nächsten vier […]
  • 13. November - Umweltmessnetz für die Meere
    Norwegen mit seiner wild zerklüfteten Küstenlinie und den tief eingeschnittenen Fjorden ist stark vom Einfluss des Nordatlantik geprägt. Die großen Anstrengungen, die hier unternommen werden, um diesen Lebensraum zu erforschen und zu überwachen erscheinen unter diesem Blickwinkel gut verständlich. Norwegische Unternehmen sind deshalb auch maßgeblich an einem Forschungsprojekt der EG beteiligt, welches sich hinter dem […]
  • 13. November - Müll vermeiden mit Carlo dem Regenwurm
    In Merdingen im baden-württembergischen Breisgau produzieren die Bürger nur halb so viel Müll wie in anderen Teilen Deutschlands. Dies ist das Verdienst des Förderkreises Aktion Lebensraum und von – Regenwürmern. Ulrich Schäfer, Initiator des Förderkreises und Leiter der Grund- und Hauptschule Merdingen, gehört zu den 12 deutschen Preisträgern, die im Rahmen des europäischen Umweltpreises gestern […]
  • 08. November - Kommentar: Klare Sprache
    Der Wille, Andere anzuhören, ist Grundlage für gerechte Entscheidungen – nicht nur in der Politik. Offensichtlich war die Mehrheit der politisch Verantwortlichen in Genf aber nicht bereit, den Ratschlägen der weltbesten Klimaforscher die gebotene Aufmerksamkeit zu schenken. Namentlich die Hauptproduzenten des Treibhausgases Kohlendioxid – die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion – wollen sich aus der […]
  • 08. November - Klimapolitik: Die Macher und die Bremser
    Gestern ging in Genf die zweite Weltklimakonferenz zu Ende, inmitten vollmundiger Erklärungen, aber ohne dass konkrete Maßnahmen beschlossen wurden. Nach Meinung der Wissenschaftler würde selbst eine sofortige Reduktion des freigesetzten Kohlendioxids um 60 Prozent die bereits stattfindende Erwärmung unserer Erde erst in der Mitte des nächsten Jahrhunderts stoppen können. Derartig drastische Einschnitte in die Energiewirtschaft […]
  • 08. November - Berichte der Enquete-Kommission Erdatmosphäre
    Drei Drucksachen des Deutschen Bundestages sind die Grundlage für die Darstellung der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. In insgesamt vier Bänden werden die Ergebnisse der Enquete-Kommission „Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre“ dargelegt. Von der Zerstörung der Ozonschicht über den Schutz der Tropenländer bis zu globalen Klimaveränderungen reicht die Thematik. Zahlreiche Abbildungen begleiten den klar und verständlich […]
  • 08. November - Buchbesprechung: Der Treibhauseffekt
    Zum Treibhauseffekt wurden mittlerweile Tausende von Untersuchungen vorgenommen; entsprechend viele Fachartikel, Zusammenfassungen und Empfehlungen verwirren den interessierten Laien. Da tut es gut, eine Schilderung der Problematik aus erster Hand zu bekommen. Christian Schönwiese, Mitglied der Enquete-Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre, trennt zusammen mit dem Physiker Dr. Bernd Diekmann menschengemachte von natürlichen Klimaänderungen, unterscheidet Fakten von […]
  • 02. November - Software-Test Turbo-Anti-Virus
    Computer-Viren sind kleine Programme, die sich selbständig an andere Dateien anhängen. So getarnt können sie Daten zerstören und die Leistung des PCs vermindern. Ein vollständiger Schutz vor den heimtückischen „Erregern“ wird wohl niemals möglich sein, doch verleiht das Programm Turbo-Anti-Virus ein Höchstmaß an Sicherheit. Schon vor der Installation wird der Arbeitsspeicher überprüft, dann auf Wunsch […]
  • 01. November - Gentechnik: Freilandversuch mit Petunien gescheitert
    31000 gentechnisch veränderte Petunien, die seit Mai auf dem Gelände des Max-Planck-Institutes für Züchtungsforschung wachsen, hatten keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt. Allerdings erlebten die Genetiker einige Überraschungen. Das erste Freisetzungsexperiment mit gentechnisch veränderten Organismen in Deutschland ist beendet. Ziel des heftig umstrittenen Versuches war es, „springende Gene“ zu isolieren, Erbanlagen also, die nicht wie […]
  • 31. Oktober - Klimapolitik: „Das läuft nicht besonders gut“
    Interview mit Professor Christian Schönwiese, einer der führenden Klimatologen in Deutschland und Mitautor des IPCC-Reports. In dem Report wird nicht ausgeschlossen, dass die beobachteten Klimaveränderungen natürlichen Ursprungs sein könnten. Was sagen Sie denjenigen, die daraus ableiten, dass derzeit noch kein Handlungsbedarf bestünde? Schönwiese: Im Grunde wurden hier zwei Hypothesen genannt, neben der bereits erwähnten gibt […]
  • 31. Oktober - Warnung: Das Weltklima ist in Gefahr
    In Genf diskutieren derzeit Wissenschaftler und Politiker – weitgehend getrennt – über die möglichen Folgen des menschgemachten Treibhauseffektes. Grundlage der Diskussion bilden die Ergebnisse des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), eines Expertengremiums von 170 führenden Klimaforschern aus 25 Ländern. Auftraggeber der in ihrem Umfang bisher einmaligen Studie waren das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen und […]
  • 27. Oktober - Ein Kunstplanet für Ökologen und Raumfahrer
    In der Wüste Arizonas entsteht derzeit eine „Erde im Westentaschenformat“. Es handelt sich dabei um das größte selbsterhaltende Ökosystem, das je gebaut wurde. Wenn das 60 Millionen Dollar teure Projekt im Dezember fertiggestellt wird, werden vier Männer und vier Frauen einziehen, denen die „Biosphäre II“ die Welt bedeuten wird. Und das ist wörtlich zu verstehen, […]
  • 27. Oktober - Strahlende Hinterlassenschaft
    Geld spielte für die Sowjetunion keine Rolle, solange es um die Ausbeutung der Rohstoffe in der ehemaligen DDR ging. Bis zum Zehnfachen der Weltmarktpreise für Uran musste die Wismut AG anlegen, um den Böden Sachsens und Thüringens das begehrte Metall abzugewinnen. Der Urananteil im Gestein war nämlich mit einem Tausendstel so gering, dass ganze Täler […]
  • 27. Oktober - Milliarden-Schäden durch Uranabbau im Erzgebirge
    Schneeberg. Der Uranbergbau in der ehemaligen DDR hat schwerwiegende Umweltprobleme hinterlassen. Umweltminister Klaus Töpfer zeigte sich erschrocken über das Ausmaß der Verwüstungen und den sorglosen Umgang mit schwach radioaktiven Substanzen, der im Erzgebirge jahrzehntelang betrieben wurde und teilweise noch anhält. Anlässlich einer Bürgerversammlung im sächsischen Schneeberg warb Töpfer um Vertrauen für die Umweltpolitik der Bundesregierung. […]
  • 23. Oktober - Verdauungshilfe aus dem Genlabor
    Ein gentechnisch hergestellter Futterzusatz soll schon im nächsten Jahr den Phosphatausstoß der Niederlande reduzieren helfen. Phytase, so der Name des Eiweißstoffes, ist für den Einsatz in der Schweine- und Geflügelzucht vorgesehen. Experten gehen davon aus, dass mit dieser Maßnahme jährlich 25 Millionen Tonnen Phosphat weniger freigesetzt werden. Dies ist mehr, als mit der Einführung phosphatfreier […]
  • 23. Oktober - Software-Test MS-Works 2.0
    Ein ganzes Paket sinnvoller Programme erhält der Anwender beim Kauf von Works 2.0 aus dem Hause Microsoft. Hier finden sich vier der häufigsten Anwendungen unter einer wirklich ansehnlichen Benutzeroberfläche. Aus dem Hauptmenü heraus kann – per Tastatur oder mit der Maus – zwischen Textverarbeitung, Datenbankanwendungen, Tabellenkalkulation oder dem elektronischen Datentransfer gewählt werden. Durch gleichlautende Befehle […]
  • 18. Oktober - „Meisterleistung der organischen Synthese“
    Der mit vier Millionen Kronen (umgerechnet etwa 1,07 Millionen Mark) dotierte Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den US-Amerikaner Elias James Corey. Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigte damit die „Meisterleistung bei der Entwicklung der organischen Synthese“ des 62jährigen Corey, der an der Harvard-Universität in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts lehrt. In der […]
  • 16. Oktober - Umweltbelastung durch Ammoniak
    Der Geruch von kleinen Mengen Ammoniak wird häufig mit würziger Landluft gleichgesetzt. Wenn aber jährlich in Europa 8,5 Millionen Tonnen emittiert werden, so scheint die Frage angebracht, wie sich diese enormen Mengen auf unsere Umwelt auswirken. Von den 22 bis 35 Millionen Tonnen Ammoniak, die jährlich weltweit freigesetzt werden, ist nur ein Zwanzigstel natürlichen Ursprungs. […]
  • 11. Oktober - Harninkontinenz – noch immer tabu
    Unter Inkontinenz der Blase oder des Enddarms leiden in der Bundesrepublik rund 3,5 Millionen Menschen. Trotz der schweren psychischen und körperlichen Belastung für den Einzelnen aber ist das Problem „Inkontinenz“ weitgehend ein Tabuthema geblieben. Diagnose und Therapie der unterschiedlichen Formen der Harninkontinenz (HI) bildeten den Schwerpunkt bei dem deutsch-deutschen Erfahrungsaustausch „Aspekte der Harninkontinenz“, der am […]
  • 09. Oktober - Nobelpreis belohnt zwei Pioniere der Organtransplantation
    Dem Fortschritt der Transplantationsmedizin verdanken tausende Patienten ein längeres oder lebenswerteres Dasein. Nierenkranke Menschen wurden von der Blutwäsche befreit; Patienten mit schweren Erkrankungen von Herz und Leber überlebten. Diese Entwicklung hat sich innerhalb der letzten 40 Jahre vollzogen. Das Nobel-Komitee hat jetzt zwei Forscher gewürdigt, die schon vor Jahrzehnten den Grundstein für den außerordentlichen Erfolg […]
  • 06. Oktober - Organhandel nicht akzeptabel
    Der kommerzielle Handel mit Nieren von lebenden Spendern ist nicht nur aus ethischen und moralischen, sondern auch aus praktischen Gründen nicht akzeptabel. Zu diesem Schluss kommt eine Forschergruppe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Oman. Die Mediziner werteten die Daten von 130 arabischen Patienten aus, die Nieren lebender Spender im indischen Bombay über Makler […]
  • 02. Oktober - Impfstoff gegen Borreliose gesucht
    Bestenfalls lästig und schlimmstenfalls gesundheitsgefährdend können Zecken für den Menschen sein. Wer häufig durch den Wald streift, hat sicher schon mit den kleinen Blutsaugern Bekanntschaft schließen müssen, die sich an der Unterseite von Gräsern, Farnen und niedrigen Sträuchern finden. Wenn sich die Räuber erst einmal festgebissen haben, droht außer dem penetranten Juckreiz auch noch eine […]
  • 22. September - Auch am Nordpol fehlt das Ozon
    Der Schutzschild gegen die krebserregenden UV-Strahlen zeigt auch am Nordpol erste Risse. Für die Entstehung dieses zweiten „Ozonloches“ gab es bisher nur vage Hinweise; genauere Messungen wurden durch die gewaltigen Luftströme über der Arktis erschwert. Michael Proffitt von der Universität Colorado und seine Kollegen haben diese Schwierigkeiten nun überwunden und die Befürchtungen der Klimaforscher bestätigt. […]
  • 21. September - US-Raumfahrt in der Krise
    Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa steckt in Schwierigkeiten. Während in 600 Kilometern Höhe das zwei Milliarden Dollar teure Weltraumteleskop „Hubble“ als Zielscheibe für den Spott und die Enttäuschung der Astronomengemeinde dient, ist die Bodenmannschaft im Kennedy Space Center mittlerweile zum vierten Mal in fünf Monaten daran gescheitert, die Raumfähre „Columbia“ zu starten. Ingenieure und Techniker versuchen […]
  • 14. September - Wenn Herzen aus dem Takt geraten
    Die Frage, wie dem „elektrischen Unfall“ Herzinfarkt am besten beizukommen ist, wird von Experten heftig diskutiert. Auf einer Tagung über Herzrhythmusstörungen in Königswinter bei Bonn bemühen sich Kardiologen zurzeit, die beste Behandlungsmethode zu ermitteln. Allein in der Bundesrepublik sterben jährlich etwa 360000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wie der Direktor der Medizinischen Universitätsklinik Bonn, Professor Berndt Lüderitz, […]
  • 10. September - Software-Test WordPerfect 5.1
    Stark verbessert gegenüber dem Vorläufer präsentiert sich WordPerfect 5.1 als professionelles Textverarbeitungsprogramm. Die Installation des Paketes (elf Disketten á 360 KB) ist einfach, die Dokumentation mit rund 1800 Seiten umfangreich. Obwohl WordPerfect über eine Fülle von Funktionen verfügt, begnügt sich das Programm mit 384-KB-Arbeitsspeicher und kann auch noch von (720-KB-)Disketten betrieben werden. Die Hilfefunktion ist […]
  • 04. September - Software-Test Quattro Pro
    Die Berechnung und Analyse großer Datenmengen bewältigt Quattro Pro von Borland. Das Programm verbindet Tabellenkalkulation und Präsentationsgrafik in vorbildlicher Weise. Dabei kann der erstaunliche Leistungsumfang bereits ab 512 KB RAM genutzt werden – Festplatte vorausgesetzt. Eine hervorragend gestaltete Benutzeroberfläche mit Pull-Down-Menüs, Fenstertechnik und Mausunterstützung sowie eine sorgfältige und umfangreiche Dokumentation erleichtern den Zugang auch zu […]
  • 29. August - Software-Test PC Tools 6.0
    Komfortable Benutzeroberfläche und Organisationswerkzeug in einem ist das englischsprachige Programm PC Tools 6.0. Es fällt schwer, Funktionen zu finden, die in diesem Softwarepaket nicht enthalten sind. Einmal in den Arbeitsspeicher geladen, wartet PC Tools darauf, auf einen Knopfdruck hin den Benutzer bei allen erdenklichen Funktionen zu unterstützen: Eine „Desktop Utility“ stellt Notizblock, Terminkalender, diverse Taschenrechner […]
  • 27. August - Einteilung der Antiarrhythmika – Neue Ergebnisse
    Antiarrhythmika, eine recht heterogene Gruppe von Arzneimitteln, werden nach Vaughan Williams anhand ihrer Wirkungsmechanismen in vier Klassen eingeteilt. Doch wie hilfreich ist diese Einteilung für eine Vorhersage der gefürchteten proarrhythmischen Nebenwirkungen? Neue Erkenntnisse, die auf einer Veranstaltung der Knoll AG Ludwigshafen Ende Mai in Freiburg präsentiert wurden, stellen zumindest die gebräuchliche Subklassifizierung der Klasse I-Antiarrhythmika […]
  • 20. August - Chaos und Evolution: Die Anfänge des Lebens
    Unser Körper besteht zu rund zwei Dritteln aus Wasser. Dazu kommen noch Kohlenstoff, Stickstoff und eine Vielzahl von selteneren Elementen. Aus dem komplexen Zusammenspiel dieser unbelebten Bausteine sind über Milliarden von Jahren hinweg die vielfältigsten Lebensformen entstanden, von den „primitiven“ Urbakterien bis hin zur „Krone der Schöpfung“, Homo sapiens – der vernunftbegabte Mensch – hat […]
  • 16. August - Benzin-Ersatz Methanol soll Ozon-Werte senken
    Auch wenn die wenigsten Auto­fahrer es wahrhaben wollen: Kraftfahrzeuge sind eine der Haupt­quellen für die zunehmende Luftver­schmutzung. Bei der Verbrennung von Benzin und Diesel setzen unsere fahrbaren Untersätze Schadstoffe frei, die für den Smog in Ballungszen­tren und gesundheitsgefährdende Ozonkonzentrationen am Boden ebenso verantwortlich sind wie für sauren Regen und den Treibhaus­effekt. Viele Alternativen zu den […]
  • 11. August - Biologen entdecken den Laser als Werkzeug
    Wie von Geisterhand gesteuert, bewegen sich die beiden Zellen aufeinander zu; ein Kampf David gegen Goliath bahnt sich an. Die kleine „Killerzelle“ berührt schließlich die viel größere Tumorzelle und beginnt sofort, den Kontrahenten mit winzigen Giftpfeilen zu beschießen. Diese Giftpfeile – es handelt sich um den Eiweißstoff Perforin – ordnen sich in der Hülle der […]
  • 06. August - VERDI -Studie: Verapamil versus Hydrochlorothiazid
    Thiaziddiuretika und Betarezeptorenblocker gelten für viele Fachleute als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung einer Hypertonie, obwohl das derzeit gültige Therapieschema der Deutschen Hochdruckliga auf der ersten Stufe ACE-Hemmer und Kalziumantagonisten als gleichwertige Medikamentengruppen empfiehlt. Einen Vergleich über die antihypertensive Wirksamkeit, Verträglichkeit und Nebenwirkungsrate des Kalziumantagonisten Verapamil (Isoptin®, Knoll AG) mit dem Thiaziddiuretikum Hydrochlorothiazid lieferte […]
  • 06. August - Chemiker entdecken die Chaosforschung
    Chaos im Reagenzglas? Eine chemische Reaktion, die scheinbar ziellos mal in die eine, mal in die andere Richtung läuft? Die Beobachtung des Sowjetrussen Boris Belousow schien grundlegenden Naturgesetzen zu widersprechen. Sein Cocktail aus Schwefel und Malonsäure, Bromidionen und Cersulfat funktionierte als „chemisches Pendel“: Bei Zugabe des Farbstoffes Ferroin färbte sich die Lösung abwechselnd blau und […]
  • 04. August - Gen für Blutgruppen entdeckt
    Ein einziges Gen bestimmt beim Menschen die Blutgruppe. Wie amerikanische Forscher herausfanden, kommt dieses Gen in drei Varianten vor, die sich nur minimal unterscheiden. Zwei Varianten, das A-Gen und das B-Gen, enthalten die Information für einen Eiweißstoff (Transferase), der Zuckerreste auf den Zelloberflächen verändern kann. Die Art dieser Zuckerreste bestimmt die Blutgruppen (A, B, AB […]
  • 26. Juli - Symposium 5 Jahre Piracetam
    Der Einsatz von Nootropika zur Behandlung von Hirnleistungsstörungen im Alter und hirnorganischem Psychosyndrom wurde ursprünglich mit großer Skepsis bedacht. Dennoch wird diese Medikamentengruppe in den neunziger Jahren wahrscheinlich das dynamischste Wachstumsgebiet im Bereich der Neuropsychopharmaka darstellen. Über 600 Teilnehmer aus 15 Ländern waren im April in Athen zusammengekommen, um eine Bilanz über Piracetam, den „klassischen“ […]
  • 18. Juli - Das aktuelle Fachbuch: PC-Einkaufsführer
    Die Unsitte vieler „Fachverkäufer“, teure Waren mit viel Geschwätz und wenig Sachverstand an den Kunden zu bringen, kann den Computerkauf zum traumatischen Erlebnis machen. Der „PC-Einkaufsführer“ bietet dagegen eine willkommene Entscheidungshilfe für alle, die sich entschlossen haben, die Schwelle zum elektronischen Zeitalter zu überqueren. Witzig und sehr kenntnisreich geschrieben, gibt das Buch Tipps für die […]
  • 13. Juli - Software-Test Psion-Chess
    Geduldiger als jeder menschliche Schachpartner ist Psion-Chess. Dieses Programm – ein Klassiker – überzeugt durch Spielstärke und eine Reihe von Manipulationsmöglichkeiten, die ein Gegenspieler aus Fleisch und Blut niemals zulassen würde. Eine Installation ist nicht nötig, die knappe Dokumentation ist – Schachkenntnisse vorausgesetzt – ausreichend. Das Spielbrett lässt sich umdrehen und nach Belieben zwei- oder […]
  • 07. Juli - Wespe gegen Feuerameise
    Amerikanische Wissenschaftler haben eine Wespenart entdeckt, die in den Bau der berüchtigten Feuerameise (Solenopsis invicta) eindringen kann und deren Larven auffrisst. Die Feuerameisen, gefürchtet wegen ihrer äußerst schmerzhaften Stiche, waren in den dreißiger Jahren aus Südamerika in die USA eingeschleppt worden. Dort haben die Insekten sich trotz jahrzehntelanger Abwehrmaßnahmen rapide vermehrt und wurden mittlerweile zu […]
  • 07. Juli - Erblicher Wandertrieb
    Die Weibchen der Grünen Meeresschildkröte (Chelonia mydas) werden auf der Wanderung zu ihren Legeplätzen wahrscheinlich von ihren Genen geleitet. Rund 30 Jahre nach ihrer Geburt suchen die geschlechtsreifen Weibchen ihre Eiablageplätze in der Karibik oder am Atlantik auf, wobei manchmal Tausende von Kilometern zurückgelegt werden. Wie man aus Untersuchungen an markierten Tieren weiß, kehren die […]
  • 06. Juli - Software-Test PC Globe
    Elektronischer Atlas und aktuelles Jahrbuch zugleich ist PC Globe 3.0. Die Datenbanken der Vereinten Nationen, der Weltbank und verschiedener amerikanischer Behörden bis zum CIA wurden für die Erstellung des Programmes herangezogen. Karten des gesamten Globus lassen sich darstellen. Mit Cursortasten oder der Maus können 177 Länder angewählt werden, für die einzelnen Länder wiederum lassen sich […]
  • 02. Juli - Software-Test DR DOS 3.41
    Betriebssysteme sind unerlässlicher Bestandteil eines jeden Computers – sie bilden die Schnittstelle zwischen dem Benutzer und den gekauften Anwenderprogrammen. Gleichzeitig übernimmt ein ideales Betriebssystem die Rolle eines Werkzeugkastens, mit dem der Rechner auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders eingestellt werden kann. Soweit zur Theorie. In der Praxis jedoch musste sich zumindest der Anfänger bisher durch […]
  • 24. Juni - BH gegen Brustkrebs
    Mit einem Büstenhalter voll moderner Messelektronik soll das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ermittelt werden. Der von dem Pathologieprofessor Hugh Simpson an der Universität Glasgow entwickelte BH verfügt über 16 Temperaturfühler, die ihre Messungen im Abstand von 64 Sekunden vornehmen. Bis zu 4000 Messwerte können gespeichert und zur Auswertung direkt in einen Computer eingespeist werden. […]
  • 23. Juni - Künstliche Leber im Tierversuch erfolgreich
    Man nehme: einige Streifen feinfaseriges Gore-Tex („Engelshaar“), etwas Kollagen und dazu einen Schuss Wachstumsfaktor und ein paar Leberzellen. Nach sorgfältigem Mischen dieser „Zutaten“ erhält man ein Kunstorgan, das in der Lage ist, die Funktion einer Leber zu übernehmen. Was wie die Phantasie eines Science-fiction-Autors anmutet, wurde im Tierversuch bereits erfolgreich erprobt. Das „Neo-Organ“, entwickelt von […]
  • 09. Juni - Die Spürhunde des Immunsystems
    Warum gibt es trotz jahrzehntelanger Forschung immer noch nicht die „Pille gegen den Krebs“, jene „magischen Kugeln“, von denen zur Jahrhundertwende einer der Väter der Immunologie, Paul Ehrlich, träumte? Tumoren, so meinte er, wurden Strukturen aufweisen, die bei gesunden Zellen nicht vorkommen. Das Immunsystem würde diese „tumorspezifischen“ Strukturen (Antigene) erkennen und die meisten kranken Zellen […]
  • 06. Juni - Trainingsprogramm für aggressive Abwehrzellen
    Heftige Kritik üben einige Experten an einer neuen Form der Krebsbehandlung, die derzeit in mehreren US-Kliniken erprobt wird. Diese „adaptive Immuntherapie“ erfülle nicht die in sie gesetzten Erwartungen und sei zudem teurer und mit mehr Nebenwirkungen verbunden als vergleichbare Verfahren. Entwickelt wurde die Therapie von Steven Rosenberg, Chefchirurg am amerikanischen Krebsforschungsinstitut in Maryland. Rosenbergs erklärtes […]
  • 01. Juni - Forschung in der DDR – Ein Blick hinter die Kulissen
    „Dies ist mein erster Vortrag, den ich in englischer Sprache halte. Fünfzig Jahre real existierender Sozialismus haben unseren Geist und unseren Verstand zerstört.“ Dr. Peter Stosiek hat sichtlich Mühe, seinen Zorn zu verbergen. Seine Präsentation auf dieser Fachkonferenz über neuere Aspekte der Krebsforschung nimmt einen ungewöhnlichen Anfang. Bilder aus Görlitz sind zu sehen; zerfallene Häuserzeilen, […]
  • 23. Mai - Aids-Impfstoff bei Schimpansen erfolgreich?
    Ermutigende Resultate bei der Erprobung eines Aids-Impfstoffes an zwei Schimpansen melden Wissenschaftler des Pasteur Instituts in Paris. Sie impften jeden Affen gleich dreimal, und zwar jeweils mit verschiedenen, aber ähnlichen Substanzen. Die Tiere erhielten einen gereinigten Eiweißstoff aus der Hülle des Virus (gp 160) und ein künstlich hergestelltes Eiweißbruchstück (V3), das einem Virusprotein ähnlich ist. […]
  • 19. Mai - Auf Streicheleinheiten reagieren Pflanzen empfindlich
    Wer glaubt, seinem Gummibaum durch tägliche Streicheleinheiten zu schnellerem Wachstum verhelfen zu können, der irrt. Über 80 Prozent aller Pflanzenarten reagieren zwar auf mechanische Reize wie Wind, Regen und andere Berührungen, doch diese Gewächse bleiben meistens kleiner als ihre unbehelligten Artgenossen. Schon vor 20 Jahren beobachtete man, dass bereits das regelmäßige Vermessen von Laborpflanzen ausreicht, […]
  • 19. Mai - Neuer Antikörper gegen AIDS
    Ein neuartiger Antikörper, der die Vermehrung des Aids-Virus (HIV) zumindest im Reagenzglas verlangsamt, wurde von französischen Wissenschaftlern entdeckt. Antikörper sind Abwehrstoffe des Immunsystems, die fremde und körpereigene Substanzen an ihrer Oberflächenstruktur erkennen können. Durch Bindung der Antikörper an diese „Antigene“ können Eindringlinge wie Bakterien und Viren meist unschädlich gemacht werden. Allerdings wurde bisher nur ein […]
  • 19. Mai - Nervenzellen vermehrt
    Forschern der amerikanischen John-Hopkins-Universität in Baltimore ist es gelungen, menschliche Nervenzellen (Neuronen) über einen Zeitraum von inzwischen bereits 19 Monaten in Kulturschalen am Leben zu erhalten. Die Zellen waren bei der Operation eines 18 Monate alten Mädchens gewonnen worden, das an einer Hirnkrankheit litt, der Megalenzephalie, bei der es zu fortlaufenden Teilungen unreifer Nervenzellen kommt. […]
  • 12. Mai - Eierstöcke ersetzt
    Forschern der Universität Edinburgh gelang es im Tierversuch, komplette Eierstöcke aus unreifen Eizellen wachsen zu lassen. In dem Experiment gewannen Roger Gosden und seine Kollegen zunächst Follikel aus den Eierstöcken sieben Tage alter Mäuse. Die Follikel wurden dann mit Blutplasma vermischt, wobei kleine, klebrige Klümpchen entstanden. Diese setzten die Forscher in kleine Einschnitte im Eileiter […]
  • 12. Mai - Rekombinante Hefe
    Weltweit zum ersten Mal wird in Großbritannien die Herstellung eines gentechnisch veränderten Organismus als Lebensmittelzusatz erlaubt. Es handelt sich dabei um die Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae), die zum Gären des Teiges unerlässlich ist. Die Hefe erhielt zwei genetische Schalter (Promotoren) aus einem eng verwandten Stamm, es wurden also keine neuen Gene eingeführt. Durch die neuen Promotoren […]
  • 05. Mai - Nerv repariert
    Mit der Chemikalie Polyethylenglykol (PEG) lassen sich durchtrennte Nervenfasern (Axone) wieder zusammenfügen. Todd Krause und George Bittner (Universität von Texas in Austin) gelang dieses Experiment beim Regenwurm. Einmal durchtrennte Nervenfasern zerfallen bei höheren Tieren normalerweise innerhalb von einigen Tagen. Eine Reparatur der Axone findet nur in seltenen Ausnahmefällen statt. Die Wissenschaftler erzielten mit ihrer Methode […]
  • 30. April - Aids-Forschung im Jahr 1990
    Die Immunschwächekrankheit Aids wurde erstmalig im Juni 1981 bei jungen amerikanischen Homosexuellen festgestellt. Zwei Forschergruppen, eine französische um Luc Montagnier am Pariser Pasteur-Institut und eine amerikanische um Robert Gallo am amerikanischen Krebsinstitut waren es, die das Virus als erste isolieren und in Zellkulturen vermehren konnten. Damit war die Grundlage für eine weitere Erforschung des Virus […]
  • 28. April - Pilz schützt Pflanze
    Einen Pilz, der das Wachstum von Pflanzen fördert und gleichzeitig Schutz vor Schädlingen vermittelt, haben Forscher der Universität Perth entdeckt. Der als Steriler Roter Pilz (Sterile Red Fungus, SRF) bezeichnete Organismus gedeiht auf allen 40 bisher getesteten Pflanzenarten, von Getreidepflanzen wie Weizen bis hin zu den in Australien heimischen Eukalyptusbäumen. Die infizierten Pflanzen wuchsen schneller, […]
  • 10. April - Software-Test PC-Write 3.02
    Die deutsche Version des Bestsellers PC-Write 3.02 bietet leistungsstarke Textverarbeitung zu einem günstigen Preis. Die Installation verläuft problemlos, allerdings muss der Arbeitsspeicher zuvor von speicherresidenten Programmen befreit werden. Eine beachtliche Sammlung von Druckertreibern (für über 600 Modelle!) wird mitgeliefert, Mausunterstützung ist ebenfalls vorhanden. PC-Write verfügt über alle Standardfunktionen einer modernen Textverarbeitung und bietet darüber hinaus […]
  • 06. April - Software-Test StarWriter 3.0
    Ein Textverarbeitungsprogramm der Spitzenklasse ist Star Writer 5.0. Die Benutzeroberfläche lehnt sich an den von IBM entwickelten SAA-Standard an, was eine einfache Bedienung mit Dialogboxen und Maussteuerung ermöglicht. Alternativ stehen dem Anwender aber auch Pop-up-Menüs und die weitverbreiteten Wordstar-Ctrl-Befehle zur Verfügung. Eine freie Skalierung der Graphik ist auch im Nachhinein möglich; der bereits vorhandene Text […]
  • 04. April - Software-Test Paradox 3.0
    Beeindruckend ist nicht nur der Umfang der mitgelieferten Handbücher (vier Kilogramm beziehungsweise über 2000 Seiten). Die Leistung des Datenbanksystems Paradox 3.0 geht auch sonst weit über das hinaus, was Otto Normalverbraucher benötigt. Für dessen Ansprüche genügt denn auch das Studium eines schmalen Bandes von rund 150 Seiten, der ebenso wie die restlichen Dokumentationen hilfreich und […]
  • 07. März - Software-Test Framework III
    Framework III von Ashton-Tate ist ein sogenanntes integriertes Programm: Es bietet Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Graphik, und Datenfernübertragung unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche an. Ein Zusatzmodul namens Timeframe kann in den Arbeitsspeicher gerufen werden und kümmert sich dann um Routinearbeiten wie Terminverwaltung und Adressregister, stellt einen Taschenrechner bereit oder erleichtert das Schreiben von Memoranden und Serienbriefen. Im […]
  • 03. März - Ein Schalter spielt Schicksal
    Ungefähr 60 Billionen einzelner Zellen, deren Zusammenspiel genauestens aufeinander abgestimmt ist, bilden den Körper eines erwachsenen Menschen. In jeder Sekunde unseres Lebens müssen alleine etwa 2,5 Millionen rote Blutkörperchen neu gebildet werden. Dazu kommen dann noch Hunderttausende anderer, oft hochspezialisierter Zellen. Immer wieder fällt dann die Entscheidung zwischen Teilung und Spezialisierung. Dabei ist das Spezialistentum […]
  • 28. Februar - Software-Test Symphony
    Das Programm Symphony von Lotus gilt mittlerweile als Klassiker unter den integrierten Programmen. Dieser Typ Software bietet eine Vielzahl von Funktionen unter einem Dach: Textverarbeitung, das Erstellen von Geschäftsgraphiken, Einrichten und Verwalten von Datenbanken und die Kommunikation mit anderen Computern. Die Stärke von Symphony liegt vor allem in der Tabellenkalkulation, die eine große Anzahl von […]
  • 22. Februar - Strahlenschutz: „Ein Meilenstein für die Risikoabschätzung“
    Die Gefahr, die dem Menschen bereits durch geringe Strahlenbelastungen droht, wurde wahrscheinlich bisher unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Erwartet wird jetzt eine Reaktion der Behörden in Form einer Verschärfung der bestehenden Strahlenschutzgesetze. Die nach fast zehnjähriger Arbeit vorgelegte Studie – 421 Seiten dick und 860000 Dollar teuer – […]
  • 21. Februar - Software-Test Norton Utilities
    Den Zweck dieser Programmsammlung macht ein Blick auf das Handbuch klar: Auf dem Einband ist ein Rettungsring abgebildet. Wenn der Anwender seine neu erstellten oder ergänzten Dateien nicht gesichert hatte und bei der nächsten Sitzung haareraufend ihren Verlust feststellt, dann schlägt die Stunde des „Daten-Doktors“. Die neueste Version der „Norton Utilities“ erlaubt es nahezu alle […]
  • 14. Februar - Singapur pflegt seine Vergangenheit
    Auch in Singapur hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass prall gefüllte Einkaufszentren, Luxushotels und steil aufragende Bürogebäude wenig zum Charme einer Stadt beitragen. Deutliches Zeichen für frisch gewonnene Einsichten ist ein milliardenschwerer Feldzug, mit dem die ethnischen Bezirke des Stadtstaates zu neuem Leben erweckt werden sollen. Zusammen mit dem privaten Sektor fließen etwa drei Milliarden […]
  • 14. Februar - Die sauberste U-Bahn der Welt
    Obwohl Singapur nicht einmal drei Millionen Einwohner hat, braucht die Metro des Stadtstaates den Vergleich mit den weltbesten Verkehrssystemen nicht zu scheuen: Mit fast 70 Kilometern ist das Streckennetz des „Mass Rapid Transit“ (MRT) erheblich länger als die gesamte Insel. Während der Stoßzeiten rollen die blitzsauberen Züge im Vierminutentakt, transportieren täglich bald 300 000 Menschen […]
  • 11. Februar - Der Wunsch nach menschlicher Größe
    Menschliches Wachstumshormon (HGH), das noch vor wenigen Jahren aus den Hirnanhangsdrüsen (Hypophysen) verstorbener Spender gewonnen wurde, steht jetzt in ausreichender Menge zur Verfügung. Als „Somatotropin“ bietet das mit gentechnischen Methoden produzierte Hormon nicht nur Hoffnung für Klein- und Zwergwüchsige, sondern könnte auch gegen eine Vielzahl anderer Leiden zum Einsatz kommen. Mit der freien Verfügbarkeit und […]
  • 09. Februar - Software-Test Sidekick Plus
    Es gibt zwei Möglichkeiten, Ordnung ins Büro zu bringen: Entweder man vertraut auf ein Sammelsurium von Hilfsmitteln – Telefonbücher, Terminkalender, Taschenrechner, Karteikasten und Kopiergerät -, oder aber man simuliert diese Funktionen auf dem Computer. Dazu dient Sidekick Plus, ein Programm, das im Arbeitsspeicher residiert, also jederzeit mit einem Tastendruck aufgerufen werden kann, auch wenn der […]
  • 03. Februar - Wenn Frauen trinken…
    Dass Frauen weniger Alkohol vertragen als Männer, schien vielen eine Binsenwahrheit zu sein, die mit dem geringeren Körpergewicht der trinkenden Damen erklärt wurde. Doch auch bei gleichem Körpergewicht werden Frauen schneller beschwipst, der Rausch hält zudem länger an. Ein italienisch-amerikanisches Forscherteam scheint jetzt den kleinen Unterschied herausgefunden zu haben, mit dem diese Beobachtungen erklärt werden […]
  • 31. Januar - Kein Dioxin in Mumien
    Die Dioxinwerte, die heute in der Umwelt gemessen werden, können nicht durch das Verbrennen von Feuerholz während der letzten paar tausend Jahre erklärt werden. Stattdessen begannen sich die gefährlichen Umweltgifte erst mit dem Wachstum der petrochemischen Industrie im menschlichen Körper anzusammeln. Zu diesem Ergebnis kam ein amerikanisch-chilenisches Forscherteam, das 2800 Jahre alte Mumien auf ihren […]
  • 24. Januar - Software-Test Word 5.0
    Es fällt schwer, Funktionen zu finden, die in der jüngsten Version des Textverarbeitungsprogrammes von Microsoft, Word 5.0, nicht enthalten sind: Eine leicht überschaubare Benutzeroberfläche mit einer exzellenten Hilfefunktion war schon zuvor enthalten. Hinzugekommen ist die Möglichkeit, Graphiken in den Text einzubinden, das Layout zu kontrollieren oder ein umfangreiches Synonymwörterbuch zu nutzen. Eine leicht verständliche Dokumentation […]
  • 20. Januar - Fünf Viren, die auf die Leber schlagen
    Durch Viren verursachte Leberentzündungen (Hepatitis) haben weltweit jährlich über 500000 Todesfälle zur Folge, so schätzen, Experten. Mit den Waffen der modernen Biologie kämpft die Wissenschaft gegen mindestens vier verschiedene Erreger. Die Namen der Erreger (wie Hepatitis A, B oder C-Virus) suggerieren eine enge Verwandtschaft, doch einzige Gemeinsamkeit ist das betroffene Organ, die Leber. Das Hepatitis […]
  • 18. Januar - Dioxin – Ohne Grenzwerte keine Sanierung
    Wie giftig ist Dioxin? Ab welcher Konzentration besteht eine gesundheitliche Gefährdung des Menschen? Wann müssen die Anwohner verseuchter Deponien evakuiert werden? Diese und andere Fragen standen im Mittelpunkt eines dreitägigen Expertentreffens, das gestern in Karlsruhe zu Ende ging. Das Symposium sollte Hilfestellung leisten bei der Beurteilung der Gefahren, die von Dioxinen und den verwandten Furanen […]
  • 13. Januar - Fingerabdruck im weißen Gold
    Was unterscheidet einen Elefantenstoßzahn, der von einem gewilderten Tier stammt, von legal gewonnenem Elfenbein? Äußerlich ist da sicher kein Unterschied festzustellen, und in den nächsten zwei Jahren ist diese Frage ohnehin nicht akut, da jeglicher Handel mit dem „weißen Gold“ verboten ist. Dann aber könnte es enorm wichtig werden, zum Beispiel ostafrikanisches von südafrikanischem Elfenbein […]
  • 13. Januar - Antibiotika aus Ameisen
    Eine neu entdeckte Substanz, die von Ameisen abgeschieden wird, schützt vor Infektionen durch Pilze und Bakterien. Dies haben australische Wissenschaftler entdeckt, die mehr als ein Dutzend verschiedener Ameisenarten untersuchten. Metapleurin, so der Name des Antibiotikums, wird von Drüsen in der Brust der Tiere abgesondert und verhindert das Wachstum von Mikroorganismen im Körper der Ameisen. Eine […]
  • 13. Januar - Test auf Erbschäden
    Eizellen können jetzt auf Erbschäden untersucht werden, bevor eine Befruchtung im Reagenzglas erfolgt. Die Methode erlaubt es Frauen, die einen genetischen Defekt haben, die Weitergabe dieses Schadens an ihre Kinder zu verhindern. Die Untersuchung wird auch für Abtreibungsgegner akzeptabel sein, weil Embryonen davon unberührt bleiben, glauben die Entdecker der Methode am amerikanischen Illinois Masonic Medical […]
  • 13. Januar - Fahrplan zum roten Planeten
    Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa hat einen Zeitplan für die Erforschung des Sonnensystems vorgelegt. Demnach werden Menschen frühestens im Jahr 2011 auf dem Planeten Mars landen. Eine ständig besetzte Mondbasis wird nicht vor dem Jahr 2002 erwartet. Auch die notwendigen Technologien für diese Projekte werden in dem Bericht beschrieben, der dem National Space Council vorgelegt wurde. […]
  • 05. Januar - Software-Test dBase IV
    Mit dBase IV, der neuesten Version des meistgebrauchten Datenbanksystems für Personal Computer, hofft Hersteller Ashton Tate auch weiterhin die Nase vom zu behalten. Dreieinhalb Megabyte Speicherplatz benötigt das komplette Programm. Dies macht eine Festplatte unentbehrlich; auch die geforderten 640 Kilobyte Arbeitsspeicher (RAM) sind längst nicht bei allen IBM-kompatiblen Rechnern vorhanden. Ein Pull-down-Menüsystem steuert die Installation, […]
1989 (32)
  • 30. Dezember - Schutz vor Bilharziose?
    Eine Substanz, die lang anhaltenden Schutz vor einer der größten Plagen der Menschheit vermitteln kann, glauben Forscher der amerikanischen Armee gefunden zu haben. Weltweit leiden etwa 200 Millionen Menschen unter der Schistosomiasis (Bilharziose), einer Tropenkrankheit, die durch parasitische Würmer ausgelöst wird. Jetzt soll eine Creme, die den Wirkstoff Niclosamid enthält und äußerlich aufgetragen wird, verhindern, […]
  • 23. Dezember - Forscher entdecken neues AIDS-Virus
    Bei der Routineuntersuchung einer Prostituierten aus Ghana, die in der Bundesrepublik Deutschland lebte, haben Frankfurter Wissenschaftler ein sehr urtümliches Aids-Virus entdeckt, das sich von allen bisher isolierten Typen deutlich unterscheidet. Möglicherweise ist das untersuchte Virus weniger gefährlich als andere Erreger der Immunschwächekrankheit, da bei der Frau keinerlei Anzeichen einer Erkrankung festgestellt werden konnten. Dann wäre […]
  • 23. Dezember - Krebsforschung: Angriff auf den neu-Rezeptor
    Mit einem Eingriff in den Mechanismus der Zellteilung wollen deutsche und amerikanische Wissenschaftler das Wachstum von Brustkrebszellen hemmen. Wie die Forscher mitteilten, gelang es, ein Eiweißmolekül an der Weitergabe von Wachstumssignalen zu hindern. Das Molekül, der neu-Rezeptor, steckt in der Zellhülle und ist bei einem Viertel aller Brustdrüsen-Tumore vermehrt zu finden. Wie viele andere Rezeptoren […]
  • 20. Dezember - Computervirus gefährdet medizinische Dateien
    Wie nett, da verteilt doch tatsächlich eine Firma, die um das Wohl der Menschheit besorgt zu sein scheint, zur Weihnachtszeit eine Diskette mit Informationen zum Thema Aids. Ein kleiner Zettel ist beigelegt, in englischer Sprache. Kurze Beschreibung des Programms – klingt wirklich interessant, die Gebrauchsanweisung. Diskette ins Laufwerk schieben und „Install“ eintippen; nach wenigen Minuten […]
  • 02. Dezember - Prionen geben Rätsel auf
    Prionen sind Eiweißstoffe (Proteine), deren ungewöhnliche Eigenschaften die Biologen und Mediziner seit über 15 Jahren faszinieren. Offensichtlich sind Prionen die einzigen Eiweiße, die für ansteckende Krankheiten verantwortlich sind. Bis zur Entdeckung dieser ungewöhnlichen Partikel war man davon ausgegangen, dass alle Krankheitserreger auch Nukleinsäuren besitzen – jene fadenförmigen Moleküle, in denen die Erbinformation gespeichert wird. Heute […]
  • 02. Dezember - Alzheimer doppelt so häufig wie gedacht
    Die Alzheimersche Krankheit (AK) scheint viel weiter verbreitet zu sein, als bisher angenommen wurde. Dies ergab eine Studie amerikanischer Wissenschaftler von der Harvard Medical School, bei der 3623 ältere Einwohner Bostons untersucht wurden. Die AK ist eine geistige Zerfallserscheinung, die vor allem ältere Menschen befällt. Diese Krankheit ist nur schwer zu diagnostizieren, da es immer […]
  • 21. November - Mit Computeraugen auf Entdeckerreise im Gehirn
    Diagnose und Operationen von Krebserkrankungen sollen mit einem neuen Computerverfahren verbessert werden, das am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg entwickelt wurde. Dreidimensionale Abbildungen- erzeugt von einem schnellen Elektronenrechner – werden es dem behandelnden Arzt erlauben, Größe und Lage von Tumoren im Gehirn besser einzuschätzen. Einer Arbeitsgruppe der Abteilung für Medizinische und Biologische Informatik unter Leitung […]
  • 16. November - Auch Fax-Geräte werden jetzt mobil
    Ob Manager oder Vertreter, Bauleiter oder Servicemann, viele Menschen verbringen heutzutage einen großen Teil ihrer Arbeitszeit auf vier Rädern. Dabei sind sie allzu oft nur über das Autotelefon zu erreichen. Das kann in Zukunft jedoch ganz anders aussehen: Der Einsatz neuartiger, mobiler Telefaxgeräte ermöglicht es, dringende Nachrichten und Verträge, Schaltpläne und Grundrisse zu übermitteln. Dies […]
  • 16. November - Ein Computer in der bunten Plastikkarte
    Schon wieder eine neue Kreditkarte? Ein zweiter Blick auf das bunte Plastikstückchen lässt das vertraute Posthorn erkennen – eine Telefonkarte also. Aber eine, die es buchstäblich „in sich“ hat. Diese Berechtigungskarte für das C-Netz der Deutschen Bundespost enthält nämlich einen eingebetteten Halbleiterchip und hat damit gegenüber herkömmlichen Magnetstreifenkarten zahlreiche Vorteile. Hier lassen sich wesentlich mehr […]
  • 28. Oktober - Mit Rettungsring auf Energiefang
    Europäer führend bei der Kernfusion-Forschung Seit fast 40 Jahren versuchen Physiker eine kontrollierte Kernfusion in Gang zu bringen. Ein Blick in den nächtlichen Sternenhimmel oder zur Sonne zeigt, welche gewaltigen Energien bei dieser Reaktion frei werden. Dort vereinigen sich unter ungeheurem Druck und bei Temperaturen von etwa 15 Millionen Grad Celsius jeweils vier Atomkerne des […]
  • 26. Oktober - Wenn Bodendenkmäler Tiefgaragen weichen
    Die Pflege von Bodendenkmälern in deutschen Altstädten steht immer noch im Schatten der Baudenkmalspflege. Dies war die Essenz eines Kolloquiums des Landschaftsverbandes Rheinland und des Rheinischen Amts für Bodendenkmalpflege, das gestern in Bonn stattfand. Mittlerweile leben in der Bundesrepublik 85 Prozent der Bevölkerung in Städten. Dieser Trend hält an, wobei die Altstädte bevorzugt als Wohnviertel […]
  • 12. Oktober - Umweltschutz mit Bußgeldern und Plastik-Verbot
    Die Müllberge in der Bundesrepublik wachsen unaufhörlich, Gleichzeitig wird der Lagerplatz, der auf den Deponien zur Verfügung steht, immer weniger. Mit ungewöhnlichen Maßnahmen will die Stadt Nürnberg – hier fallen jährlich über eine Million Tonnen Abfall an – eine Lösung des Müllproblems erreichen. Nicht mehr Abfallbeseitigung, sondern Abfallwirtschaft heißt die Devise. In Nürnberg produzieren 485000 […]
  • 10. Oktober - Harald Varmus und Michael Bishop gewinnen den Nobelpreis für Medizin 1989
    Ausgezeichnet werden in diesem Jahr die beiden amerikanischen Mediziner Harald E. Varmus und J. Michael Bishop. Varmus wurde am 18. Dezember 1939 in Oceanside im Staat New York geboren. Er besuchte das Amherst College in Massachusetts und studierte dann in Harvard. 1966 promovierte er an der Columbia-Universität. Michael Bishop wurde am 22. Februar 1936 in […]
  • 06. Oktober - Technologiepark Heidelberg: Aus Forschern werden Unternehmer
    Der „schnelle Transfer innovativen Wissens zu modernsten Produktionsmethoden“ wurde von Ministerpräsident Lothar Späth als eines der Hauptziele bei der Gründung des Technologieparks Heidelberg im November 1985 beschrieben: Anwendungsorientierte Forschung zum Wohle von Wirtschaft und Wissenschaft. Erste Früchte hat dieses Projekt bereits getragen. Die Wahl des Standortes Heidelberg mit seiner Vielzahl an internationalen Forschungsinstituten und der […]
  • 03. Oktober - Medikamente aus Schweden für die ganze Welt
    Schwedens Arzneimittelhersteller haben Weltruf. Die Arzneimittelexporte lagen 1988 bei 1,8 Milliarden Mark, die Zuwachsrate gegenüber 1987 erreichte 23 Prozent. Zusammen mit der Biotechnologie gehören pharmazeutische Präparate damit zu den expansivsten Teilgebieten innerhalb der Chemiebranche. Die Gewinne werden bemerkenswerterweise zum größten Teil außerhalb Schwedens erwirtschaftet. Vor allem die Bundesrepublik bildet hier einen wichtigen Markt und ist […]
  • 16. September - Immuntherapie – Schützenhilfe durch körpereigene Kräfte
    Krebstherapien, die das menschliche Immunsystem aktivieren sollen, haben in klinischen Versuchen erste Erfolge vorzuweisen. Sollten sich die Ergebnisse, die amerikanische Wissenschaftler jetzt vorgelegt haben, bestätigen, wäre dies ein Silberstreif am Horizont für Patienten, die unter Krebs im fortgeschrittenen Stadium leiden. Die Forscher selbst warnen jedoch vor übertriebenen Hoffnungen, besonders angesichts der Tatsache, dass diese Richtung […]
  • 11. September - Zystische Fibrose – Die Folge von drei fehlenden Bausteinen
    Das Gen, welches für die häufigste angeborene Stoffwechselkrankheit verantwortlich ist, wurde jetzt von amerikanischen und kanadischen Forschern lokalisiert. Von der Mukoviszidose (oder Zystische Fibrose, ZF) ist in der Bundesrepublik etwa jedes zweitausendste Neugeborene betroffen. Die meisten Patienten sterben noch vor dem Erreichen des 30. Lebensjahres. Die Betroffenen leiden unter einem stark verdickten Schleim, besonders in […]
  • 08. September - Singapur – Facelift für Chinatown
    Die asiatische Schweiz, so wird Singapur, der Stadtstaat an der Südspitze der malaysischen Halbinsel, oft genannt. Und in der Tat ging manch einem Asienliebhaber das Streben nach Sauberkeit und Modernisierung in der Vergangenheit zu weit. Ganze Straßenzüge fielen den Abrissbirnen und Spitzhacken der Städteplaner zum Opfer. und mussten – wie im geschäftigen Chinatown – oft […]
  • 26. August - Polio – Die Ausrottung bleibt ein Traum
    In vielen Entwicklungsländern fordert die Kinderlähmung (Poliomyelitis) auch heute noch ihre Opfer. Schätzungen über die Zahl derjenigen, die von dieser Viruskrankheit betroffen sind, schwanken zwischen 250000 und zwei Millionen Menschen. In den industrialisierten Ländern dagegen, wo schon seit Ende der fünfziger Jahre umfassende Impfprogramme zum Schutz der Bevölkerung‘ eingeführt wurden, tritt die grausame Krankheit nur […]
  • 25. August - Signale aus dem Weltraum leisten Hilfe bei der Landvermessung
    Das „Global Positioning System“ (GPS) – bekannt als Navigationshilfe für den Schiffs- und Flugverkehr – wird nach Meinung von Fachleuten die Vermessungstechnik revolutionieren. Parabolspiegel werden dann die rot-weißen Stangen ersetzen, mit denen die Geodäten zurzeit noch Lagebestimmungen vornehmen. Mit hochempfindlichen Antennen werden bei dem neuen Verfahren Satellitensignale aufgezeichnet, aus denen dann die Position des Empfängers […]
  • 21. August - Forschung betreibt vor allem die deutsche Industrie
    Rund eine Milliarde Mark werden in der Bundesrepublik jährlich für die Krebsforschung aufgebracht. Bei dieser Summe handelt es sich um eine grobe Annäherung, da offizielle Zahlenangaben nicht erhältlich sind. Das liegt nicht etwa daran, dass man Zahlen für die Krebsforschung hierzulande nicht veröffentlichen will. Vielmehr lässt sich bei einem Großteil aller Forschungsgelder nicht von vornherein […]
  • 19. August - Schnappschüsse per Laserblitz
    „Um den Übergang der Energie von der heißen Sonne zur kalten Erde auszunutzen, breiten die Pflanzen die unermesslichen Flächen ihrer Blätter aus und zwingen die Sonnenenergie in noch unerforschter Weise, chemische Synthesen auszuführen, von denen man in unseren Laboratorien noch keine Ahnung hat.“ So fasste der große Physikochemiker Ludwig Boltzman am Anfang dieses Jahrhunderts den […]
  • 18. August - Viele Tüftler erfinden je nach Saison
    Fragen kostet nichts, zumindest für „Erfinder, Erwerbslose und Studenten“, die ihre Einfälle in gewinnbringende Patente ummünzen wollen. Darauf haben Experten gestern bei einem Pressegespräch im Bonner Bundesforschungsministerium (BMFT) hingewiesen. Kreativität und Innovationsbereitschaft bestimmen ganz wesentlich die Zukunftschancen einer Industrienation, so Forschungsminister Heinz Riesenhuber. Vor allem den freien Erfindern steht in der Bundesrepublik eine ganze Reihe […]
  • 16. August - Schlamperei im Labor bringt Forscher in Verruf
    Ungenauigkeiten bei der Auswertung von „genetischen Fingerabdrücken“ werfen Schatten auf ein molekularbiologisches Verfahren, das in der Gerichtsmedizin immer breitere Anwendung findet. Weil keine zwei Personen exakt gleiches Erbmaterial besitzen (eineiige Zwillinge ausgenommen), ist es möglich, durch präzise Analyse der Erbsubstanz (DNA) die Identität eines Menschen zweifelsfrei festzulegen. Dem Engländer Alec Jeffreys gelang es vor vier Jahren, […]
  • 15. August - Singapurs Bohrer fühlen deutschen Ärzten auf den Zahn
    Bislang galt Singapur lediglich als Durchgangsstation für Fernreisende, als Tummelplatz für den guten und teuren Einkauf. Nun gibt es ein neues Angebot in dem südostasiatischen Stadtstaat: Billigpreise in Praxen und Dentallabors locken immer mehr ,,Medizintouristen“ an. Die Praxis, in der sich Hans-Peter Schürmann am Ende noch seinen Zahnstein entfernen lässt, unterscheidet sich wenig von deutschen […]
  • 09. August - „Oostzee“: Nach Unfall schärfere Vorschriften?
    Der Frachter „Oostzee„, auf dem es nach einem Seeunfall zur Freisetzung der krebserzeugenden Chemikalie Epichlorhydrin kam, wird nach erfolgter Entsorgung heute von Brunsbüttel aus seine Rückreise nach Rotterdam antreten. Über mögliche Konsequenzen der jüngsten Serie von Giftfrachtunfällen berichteten Expertengestern vor der Wissenschaftspressekonferenz in Bonn. Wie Ministerialdirektor Christoph Hinz vom Bundesministerium für Verkehr mitteilte, werde sein […]
  • 14. Juli - „Cosmic Space“ und „Ecstacy“ – Bunte Pillen, die töten können
    Auch die Rauschgiftmafia bereitet sich auf den europäischen Binnenmarkt von 1993 vor. Die Dealer sind beim Kampf um Marktanteile nicht zimperlich. Neue synthetische Drogen und Mixturen sind aufgetaucht, die wie Heroin und Kokain mit brutalen Methoden verbreitet werden. Obwohl 1988 mehr Rauschgift beschlagnahmt wurde als je zuvor, steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Über […]
  • 01. Juli - Alzheimer – Das Bild rundet sich immer mehr ab
    Weltweit arbeiten sich Wissenschaftler immer näher an die Ursache der Alzheimer´schen Krankheit (AK) heran. Nach vorsichtigen Schätzungen leiden alleine in der Bundesrepublik rund 600000 Menschen unter dieser Form des frühzeitigen geistigen und körperlichen Zerfalls. Noch weit vor Aids ist die Krankheit, die meist erst bei Menschen in höherem Alter auftritt, die vierthäufigste Todesursache in den […]
  • 28. Juni - Malaria – Mit einem Cocktail gegen die Verwandlungskünstler
    Plasmodien, die einzelligen Erreger der Malaria, haben eine Vielzahl von Mechanismen entwickelt, mit denen sie der Immunabwehr des Menschen immer wieder entkommen. Die Parasiten verstecken sich im menschlichen Organismus innerhalb von Zellen. Als „Sporozoiten“, die mit der Speichelflüssigkeit der weiblichen Anophelesmücke in die Blutbahn gelangen, erreichen sie innerhalb von nur 30 Minuten die Leber. Jeder einzelne […]
  • 27. Juni - Wie eine Prise Salz dem Kropf vorbeugt
    Am Wochenende trat eine veränderte Vorschrift über den Jodgehalt von Speisesalz in Kraft. Die Erlaubnis, Jodsalz auch in industriell gefertigten Lebensmitteln und in der Gemeinschaftsverpflegung einzusetzen, schafft die Grundlage, den Kropf nun auch in der Bundesrepublik wirkungsvoll zu bekämpfen. Endlich sind Vorschläge des Arbeitskreises Jodmangel berücksichtigt worden: Die Änderung der Verordnung über jodiertes Speisesalz schafft […]
  • 23. Juni - Tübinger Wissenschaftler entwickeln neuen Impfstoff gegen Hepatitis A
    Einen Impfstoff gegen die infektiöse Variante der Leberentzündung (Hepatitis A) zu entwickeln, ist jetzt Prof. Bertram Flehmig vom Hygieneinstitut der Universität Tübingen und seinen Mitarbeitern gelungen. In der Bundesrepublik sind nach einer Studie 96 Prozent der jungen Erwachsenen ohne Schutz gegen die Krankheit, die durch das Hepatis-A-Virus (HAV) verursacht wird und sich durch verunreinigte Lebensmittel […]
  • 14. Juni - Patentverbot in der EG für Tiere und Pflanzen?
    Anders als in den USA soll es innerhalb der EG auch weiterhin verboten bleiben, Patente für Tiere und Pflanzen zu vergeben. Im Rahmen des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ), das auch für die Bundesrepublik Gültigkeit besitzt, ist es dagegen möglich, Mikroorganismen wie Hefen, Bakterien und Viren sowie deren Produkte unter Patentschutz stellen zu lassen. Auch die Verfahren, mit denen die Mikroorganismen verändert werden können, sind demnach prinzipiell schützbar. Dies […]
1988 (1)
  • 22. Januar - Außer Boykott bleiben nur wenig Alternativen
    FCKW-haltige Treibgase verursachen Ozon-Loch und gefährden Stratosphäre – Informationsabend der Grünen mit Gerhard Veits Der Wieslocher Ortsverband der Grünen hatte am Montagabend zu einer Informationsveranstaltung über das Ozonloch mit anschließender Diskussion in das TSG-Vereinshaus eingeladen. Vom unerwartet großen Interesse – mehr als 70 Zuhörer drängten sich im Raum – zeigten sich die Veranstalter angenehm überrascht. […]
1987 (2)
  • 06. November - Wieder Furcht und Zittern lernen
    Im Rahmen einer VHS-Vortragsreihe war am Montagabend Professor Günter Altner, Vorstandssprecher des Freiburger Öko-Instituts im Kulturhaus zu Gast. Das Thema des gelernten Biologen und Theologen: Die Gentechnologie als Herausforderung für die christliche Weltanschauung. Ca. 70 Zuhörer jeglichen Alters zeugten von dem Interesse der Öffentlichkeit an dem recht komplexen Thema, das jedoch, wie Prof. Altner schnell […]
  • 30. September - Nur kontrollierte Gen-Forschung nützt
    Das Wieslocher Jugendzentrum „Loch Ness“ hatte hochrangige Vertreter aller politischen Parteien in das Wieslocher Bürgerhaus eingeladen, um dort im Rahmen einer Podiumsdiskussion die verschiedenen Standpunkte zu erörtern. Ebenfalls eingeladen war Ruben Scheller, Dipl. Biologe und Autor des Buches „Das Gen-Geschäft„, dem die Aufgabe zufiel, das Publikum in kurz gedrängter Form mit den Grundlagen dieser jungen […]