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	<title>Strahlung &#8211; Michael Simm</title>
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		<title>Handystrahlung &#8222;schützt Mäuse vor Alzheimer&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 23:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
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					<description><![CDATA[Käme die Nachricht nicht aus dem Labor eines angesehenen Forschers, wäre ein Stirnrunzeln sicher angebracht. Doch Gary Arendash von der Universität Südflorida in Tampa hat sich intensiv mit vielen Aspekten der Alzheimer-Krankheit befasst. Auf bald 90 wissenschaftliche Veröffentlichungen in mehr als 30 Jahren kann der Professor am Alzheimer´s Disease Research Center verweisen &#8211; der Mann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Käme die Nachricht nicht aus dem Labor eines angesehenen Forschers, wäre ein Stirnrunzeln sicher angebracht. Doch Gary Arendash von der Universität Südflorida in Tampa hat sich intensiv mit vielen Aspekten der Alzheimer-Krankheit befasst. Auf bald 90 wissenschaftliche Veröffentlichungen in mehr als 30 Jahren kann der Professor am <a href="http://health.usf.edu/byrd/adrc/index.htm">Alzheimer´s Disease Research Center</a> verweisen &#8211; der Mann ist also kein Bluffer und auch keine Eintagsfliege. Wie alle seiner Studien hat Arendash auch die jüngste Forschungsarbeit nicht mit menschlichen Patienten durchgeführt, sondern &#8222;nur&#8220; mit Labormäusen. Die meisten davon waren allerdings genetisch veränderte Tiere, die als Modell für die Alzheimer-Erkrankung beim Menschen dienen.<img decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/c67cdfb331ab4f8b88a1e6a79f54fd71" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_1146" style="width: 250px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.hirnstimulator.de/?attachment_id=1146" rel="attachment wp-att-1146"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1146" class="size-medium wp-image-1146" style="margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;" title="Alzheimer-Forscher Gary Arendash" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/01/Alzheimer-Forscher-Gary-Arendash1-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a><p id="caption-attachment-1146" class="wp-caption-text">Überraschter Forscher: Gary Arendash (Foto und (c) University of South Florida)</p></div>
<p>&#8222;Überrascht haben wir festgestellt, dass Handystrahlung ab dem frühen Erwachsenenalter das Gedächtnis dieser Mäuse geschützt hat, die ansonsten die Symptome der Alzheimer-Erkrankung bekommen hätten&#8220;, fasst Arendash das Ergebnis zusammen. &#8222;Noch überraschender war es, dass die von den Handys ausgesandten elektromagnetischen Wellen auch bei bereits erkrankten, alten Mäusen Gedächtnisstörungen rückgängig machen konnten.&#8220;</p>
<p>Natürlich telefonierten die Mäuse nicht wirklich. Vielmehr platzierten die Forscher inmitten der Käfige eine Antenne und stellten deren Strahlungsstärke so ein, dass die Gehirne der Mäuse ähnlich viel Energie ab bekamen, wie das Gehirn eines Menschen, der ein Mobiltelefon benutzt. Sieben bis neun Monate lang wurde die Mäuse dann an jedem Tag zwei Mal für jeweils eine Stunde bestrahlt. Bei Mäusen, die genetisch darauf programmiert waren, im Alter Gedächtnisstörungen zu bekommen, konnten die Forscher diese Entwicklung mit der Bestrahlung verhindern. Bei verschiedenen Tests zeigten diese Tiere ähnlich gute Denkleistungen wie eine Gruppe genetisch unveränderter Mäuse, die den Forschern als Vergleich dienten. Bestrahlte man normale Mäuse mehrere Monate lang, so schnitten sie in Gedächtnistests sogar besser ab als normale, unbestrahlte Mäuse. Und bei alten &#8222;Alzheimer-Mäusen&#8220;, deren Gedächtnis bereits Schaden erlitten hatte, verschwanden die Probleme durch die Strahlung wieder.</p>
<div id="attachment_1147" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.hirnstimulator.de/?attachment_id=1147" rel="attachment wp-att-1147"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1147" class="size-medium wp-image-1147" style="margin-top: 3px; margin-bottom: 3px;" title="Versuchsaufbau Handystrahlung Alzheimer-Mäuse" src="http://simmformation.michaelsimm.de/wp-content/uploads/2010/01/Versuchsaufbau-Handystrahlung-Alzheimer-Mäuse1-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a><p id="caption-attachment-1147" class="wp-caption-text">Eine Sendeantenne inmitten von Mäusekäfigen (Foto und (c) University of South Florida)</p></div>
<p>Um heraus zu finden, was die Handystrahlung im Kopf der Tiere bewirkte, opferten die Wissenschaftler die Labormäuse nach den Tests und fertigten Hirnschnitte an, die sie unter dem Mikroskop betrachteten. Dabei zeigten unbestrahlte, alte Kontrolltiere wie erwartet jene charakteristischen Ablagerungen im Gehirn, die auch bei menschlichen Alzheimer-Patienten zu finden sind. Bei den bestrahlten Tieren dagegen waren diese Ablagerungen weitgehend verschwunden.</p>
<p>Aus diesen &#8222;viel versprechenden und unerwarteten&#8220; Ergebnissen schließen Arendash und dessen Kollegen nun, dass &#8222;die Anwendung elektromagnetische Felder eine effektive Möglichkeit sein könnte, um die Alzheimer-Krankheit beim Menschen ohne medizinische Engriffe und ohne Medikamente zu verhindern und zu behandeln.&#8220; Man erprobe derzeit elektromagnetische Felder mit unterschiedlichen Stärken und Frequenzen um herauszufinden, ob die Denkleistung sich damit noch stärker und schneller verbessern ließe. &#8222;Wenn wir die besten Einstellungen herausfinden, um die Ablagerungen im Gehirn zu verhindern oder zu entfernen, ließe sich diese Technik schnell auf Alzheimer-Patienten übertragen&#8220;, sagte Chuanhai Cao, der neben Arendash maßgeblich an der Untersuchung beteiligt war.</p>
<p>Dass die Hirntemperatur bei den Alzheimer-Mäuse nach mehrmonatiger Behandlung in den Bestrahlungszeiten leicht erhöht war, scheint die Wissenschaftler nicht zu beunruhigen. Im Gegenteil spekulieren sie, dass diese Temperaturerhöhung eher nützlich gewesen sei, um neue Ablagerungen &#8211; so genannte amyloide Plaques &#8211; zu verhindern. Die durch Handy-Strahlung verbesserte Denkleistung gesunder Tiere führten sie auf eine gesteigerte Hirnaktivität zurück, ausgelöst durch einen besseren Blutfluss und höheren Energieverbrauch. &#8222;Unsere Studie erbringt Beweise dafür, dass der langfristige Gebrauch von Handys dem Gehirn nicht schadet&#8220;, sagte Cao. &#8222;Im Gegenteil könnten die von Mobiltelefonen abgestrahlten elektromagnetischen Wellen sogar das normale Gedächntis verbessern und eine wirksame Therapie gegen Gedächtnisstörungen sein&#8220;, behauptete der Wissenschaftler.</p>
<p>Mit der neuen Studie dürfte Arendash binnen eines halben Jahres bereits zum zweiten Mal für Schlagzeilen sorgen. Erst im vergangenen Juli hatte der Forscher seine Kollegen mit der Nachricht überrascht, dass Koffein womöglich vor Alzheimer schützt (<a href="http://simmformation.michaelsimm.de/2009/07/koffein-hilft-alzheimer-maeusen/">Bericht dazu</a>). Obwohl auch diese Studie nur an Labormäusen durchgeführt wurde, outete Arendash sich kurz darauf gegenüber Journalisten als fleißiger Kaffeetrinker, der nach seiner Entdeckung die tägliche Dosis auf nunmehr fünf Tassen des schwarzen Gebräus erhöht habe. Ob Arendash im Lichte seiner neuen Studie jetzt auch zwei Mal täglich eine Stunde mit dem Handy telefoniert, hat er nicht verraten. Den immer wieder geäußerten Verdacht, dies könne das Risiko für Hirntumoren erhöhen, hält Arendash jedenfalls für unbegründet. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation, als auch die US-amerikanische Krebsgesellschaft und die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) sind nämlich zu dem Schluss gekommen, dass es bisher keine wissenschaftlichen Beweise für Gesundheitsschäden durch den Gebrauch von Handys gibt, betont er. Auch bei seinen Versuchsmäusen habe sein Team nach mehreren Monaten keinerlei Hinweise auf abnormales Wachstum im Gehirn oder in anderen Organen beobachtet.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19749402">Arendash GW et al. Electromagnetic Field Treatment Protects Against and Reverses Cognitive Impairment in Alzheimer&#8217;s Disease Mice. J Alzheimers Dis. 19:1 (Januar 2010)</a></li>
<li>Pressemitteilung der <a href="http://health.usf.edu/">University of South Florida Health</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://simmformation.michaelsimm.de/Stichwort/alzheimer/">Alle Artikel bei Simmformation zum Thema Alzheimer</a></li>
</ul>
<p><a class="a2a_button_print" href="https://www.addtoany.com/add_to/print?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="Print" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_xing" href="https://www.addtoany.com/add_to/xing?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="XING" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_linkedin" href="https://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="LinkedIn" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_google_translate" href="https://www.addtoany.com/add_to/google_translate?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%E2%80%9Esch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%E2%80%9C" title="Google Translate" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Handystrahlung &#034;schützt Mäuse vor Alzheimer&#034;</title>
		<link>http://www.michaelsimm.de/handystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 23:00:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Käme die Nachricht nicht aus dem Labor eines angesehenen Forschers, wäre ein Stirnrunzeln sicher angebracht. Doch Gary Arendash von der Universität Südflorida in Tampa hat sich intensiv mit vielen Aspekten der Alzheimer-Krankheit befasst. Auf bald 90 wissenschaftliche Veröffentlichungen in mehr als 30 Jahren kann der Professor am Alzheimer´s Disease Research Center verweisen &#8211; der Mann [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Käme die Nachricht nicht aus dem Labor eines angesehenen Forschers, wäre ein Stirnrunzeln sicher angebracht. Doch Gary Arendash von der Universität Südflorida in Tampa hat sich intensiv mit vielen Aspekten der Alzheimer-Krankheit befasst. Auf bald 90 wissenschaftliche Veröffentlichungen in mehr als 30 Jahren kann der Professor am <a href="http://health.usf.edu/byrd/adrc/index.htm">Alzheimer´s Disease Research Center</a> verweisen &#8211; der Mann ist also kein Bluffer und auch keine Eintagsfliege. Wie alle seiner Studien hat Arendash auch die jüngste Forschungsarbeit nicht mit menschlichen Patienten durchgeführt, sondern &#8222;nur&#8220; mit Labormäusen. Die meisten davon waren allerdings genetisch veränderte Tiere, die als Modell für die Alzheimer-Erkrankung beim Menschen dienen.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/c67cdfb331ab4f8b88a1e6a79f54fd71" alt="" width="1" height="1" /></p>
<div id="attachment_2317" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.simmformation.de/wp-content/uploads/2010/01/Arendash.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2317" class="size-full wp-image-2317" title="Arendash" src="http://www.simmformation.de/wp-content/uploads/2010/01/Arendash.jpg" alt="" width="200" height="250" /></a><p id="caption-attachment-2317" class="wp-caption-text">Überraschter Forscher: Gary Arendash (Foto und (c) University of South Florida)</p></div>
<p>&#8222;Überrascht haben wir festgestellt, dass Handystrahlung ab dem frühen Erwachsenenalter das Gedächtnis dieser Mäuse geschützt hat, die ansonsten die Symptome der Alzheimer-Erkrankung bekommen hätten&#8220;, fasst Arendash das Ergebnis zusammen. &#8222;Noch überraschender war es, dass die von den Handys ausgesandten elektromagnetischen Wellen auch bei bereits erkrankten, alten Mäusen Gedächtnisstörungen rückgängig machen konnten.&#8220;</p>
<p>Natürlich telefonierten die Mäuse nicht wirklich. Vielmehr platzierten die Forscher inmitten der Käfige eine Antenne und stellten deren Strahlungsstärke so ein, dass die Gehirne der Mäuse ähnlich viel Energie ab bekamen, wie das Gehirn eines Menschen, der ein Mobiltelefon benutzt. Sieben bis neun Monate lang wurde die Mäuse dann an jedem Tag zwei Mal für jeweils eine Stunde bestrahlt. Bei Mäusen, die genetisch darauf programmiert waren, im Alter Gedächtnisstörungen zu bekommen, konnten die Forscher diese Entwicklung mit der Bestrahlung verhindern. Bei verschiedenen Tests zeigten diese Tiere ähnlich gute Denkleistungen wie eine Gruppe genetisch unveränderter Mäuse, die den Forschern als Vergleich dienten. Bestrahlte man normale Mäuse mehrere Monate lang, so schnitten sie in Gedächtnistests sogar besser ab als normale, unbestrahlte Mäuse. Und bei alten &#8222;Alzheimer-Mäusen&#8220;, deren Gedächtnis bereits Schaden erlitten hatte, verschwanden die Probleme durch die Strahlung wieder.</p>
<p>Um heraus zu finden, was die Handystrahlung im Kopf der Tiere bewirkte, opferten die Wissenschaftler die Labormäuse nach den Tests und fertigten Hirnschnitte an, die sie unter dem Mikroskop betrachteten. Dabei zeigten unbestrahlte, alte Kontrolltiere wie erwartet jene charakteristischen Ablagerungen im Gehirn, die auch bei menschlichen Alzheimer-Patienten zu finden sind. Bei den bestrahlten Tieren dagegen waren diese Ablagerungen weitgehend verschwunden.</p>
<p>Aus diesen &#8222;viel versprechenden und unerwarteten&#8220; Ergebnissen schließen Arendash und dessen Kollegen nun, dass &#8222;die Anwendung elektromagnetische Felder eine effektive Möglichkeit sein könnte, um die Alzheimer-Krankheit beim Menschen ohne medizinische Engriffe und ohne Medikamente zu verhindern und zu behandeln.&#8220; Man erprobe derzeit elektromagnetische Felder mit unterschiedlichen Stärken und Frequenzen um herauszufinden, ob die Denkleistung sich damit noch stärker und schneller verbessern ließe. &#8222;Wenn wir die besten Einstellungen herausfinden, um die Ablagerungen im Gehirn zu verhindern oder zu entfernen, ließe sich diese Technik schnell auf Alzheimer-Patienten übertragen&#8220;, sagte Chuanhai Cao, der neben Arendash maßgeblich an der Untersuchung beteiligt war.</p>
<div id="attachment_2319" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.simmformation.de/wp-content/uploads/2010/01/Versuchsaufbau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2319" class="size-full wp-image-2319" title="Versuchsaufbau" src="http://www.simmformation.de/wp-content/uploads/2010/01/Versuchsaufbau.jpg" alt="" width="200" height="138" /></a><p id="caption-attachment-2319" class="wp-caption-text">Eine Sendeantenne inmitten von Mäusekäfigen (Foto und (c) University of South Florida)</p></div>
<p>Dass die Hirntemperatur bei den Alzheimer-Mäuse nach mehrmonatiger Behandlung in den Bestrahlungszeiten leicht erhöht war, scheint die Wissenschaftler nicht zu beunruhigen. Im Gegenteil spekulieren sie, dass diese Temperaturerhöhung eher nützlich gewesen sei, um neue Ablagerungen &#8211; so genannte amyloide Plaques &#8211; zu verhindern. Die durch Handy-Strahlung verbesserte Denkleistung gesunder Tiere führten sie auf eine gesteigerte Hirnaktivität zurück, ausgelöst durch einen besseren Blutfluss und höheren Energieverbrauch. &#8222;Unsere Studie erbringt Beweise dafür, dass der langfristige Gebrauch von Handys dem Gehirn nicht schadet&#8220;, sagte Cao. &#8222;Im Gegenteil könnten die von Mobiltelefonen abgestrahlten elektromagnetischen Wellen sogar das normale Gedächntis verbessern und eine wirksame Therapie gegen Gedächtnisstörungen sein&#8220;, behauptete der Wissenschaftler.</p>
<p>Mit der neuen Studie dürfte Arendash binnen eines halben Jahres bereits zum zweiten Mal für Schlagzeilen sorgen. Erst im vergangenen Juli hatte der Forscher seine Kollegen mit der Nachricht überrascht, dass Koffein womöglich vor Alzheimer schützt (<a href="http://simmformation.de/2009/07/koffein-hilft-alzheimer-maeusen/">Bericht dazu</a>). Obwohl auch diese Studie nur an Labormäusen durchgeführt wurde, outete Arendash sich kurz darauf gegenüber Journalisten als fleißiger Kaffeetrinker, der nach seiner Entdeckung die tägliche Dosis auf nunmehr fünf Tassen des schwarzen Gebräus erhöht habe. Ob Arendash im Lichte seiner neuen Studie jetzt auch zwei Mal täglich eine Stunde mit dem Handy telefoniert, hat er nicht verraten. Den immer wieder geäußerten Verdacht, dies könne das Risiko für Hirntumoren erhöhen, hält Arendash jedenfalls für unbegründet. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation, als auch die US-amerikanische Krebsgesellschaft und die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) sind nämlich zu dem Schluss gekommen, dass es bisher keine wissenschaftlichen Beweise für Gesundheitsschäden durch den Gebrauch von Handys gibt, betont er. Auch bei seinen Versuchsmäusen habe sein Team nach mehreren Monaten keinerlei Hinweise auf abnormales Wachstum im Gehirn oder in anderen Organen beobachtet.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>
<p><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19749402">Arendash GW et al. Electromagnetic Field Treatment Protects Against and Reverses Cognitive Impairment in Alzheimer&#8217;s Disease Mice. J Alzheimers Dis. 19:1 (Januar 2010)</a></p>
</li>
<li>
<p>Pressemitteilung der <a href="http://health.usf.edu/">University of South Florida Health</a></p>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><a class="a2a_button_print" href="https://www.addtoany.com/add_to/print?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="Print" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_xing" href="https://www.addtoany.com/add_to/xing?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="XING" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_linkedin" href="https://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="LinkedIn" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_google_translate" href="https://www.addtoany.com/add_to/google_translate?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fhandystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer-2%2F&amp;linkname=Handystrahlung%20%22sch%C3%BCtzt%20M%C3%A4use%20vor%20Alzheimer%22" title="Google Translate" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p>]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Strahlenschutz: &#8222;Ein Meilenstein für die Risikoabschätzung&#8220;</title>
		<link>http://www.michaelsimm.de/strahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 1990 11:30:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Albrecht Kellerer]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur C. Upton]]></category>
		<category><![CDATA[Atombombe]]></category>
		<category><![CDATA[BEIR V]]></category>
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		<category><![CDATA[Strahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Warren Sinclair]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gefahr, die dem Menschen bereits durch geringe Strahlenbelastungen droht, wurde wahrscheinlich bisher unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Erwartet wird jetzt eine Reaktion der Behörden in Form einer Verschärfung der bestehenden Strahlenschutzgesetze. Die nach fast zehnjähriger Arbeit vorgelegte Studie &#8211; 421 Seiten dick und 860000 Dollar teuer &#8211; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gefahr, die dem Menschen bereits durch geringe Strahlenbelastungen droht, wurde wahrscheinlich bisher unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Erwartet wird jetzt eine Reaktion der Behörden in Form einer Verschärfung der bestehenden Strahlenschutzgesetze.</p>
<p>Die nach fast zehnjähriger Arbeit vorgelegte Studie &#8211; 421 Seiten dick und 860000 Dollar teuer &#8211; ist die genaueste, die jemals zu diesem Thema durchgeführt wurde. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist demzufolge drei bis vier Mal so groß wie vor angenommen. <a href="http://amzn.to/2lN9COd">Die Resultate der Kommission zu den biologischen Auswirkungen ionisierender Strahlung (BEIR V)</a>, die derzeit aus 17 unabhängigen Medizinern und Strahlenforschem besteht, werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Herabsetzung der gesetzlich zulässigen Grenzwerte für ionisierende Strahlung führen.</p>
<p>Ionisierende Strahlen gehen nicht nur von Röntgengeräten und Atomlagen aus. Sie entstehen auch beim radioaktiven Zerfall verschiedener Elemente der Erdkruste und sind in der kosmischen Höhenstrahlung enthalten. Im menschlichen Körper kann diese Strahlung zu Veränderungen des Erbmaterials (Mutationen) führen und Krebs auslösen. Seit langem streiten sich Wissenschaftler darüber, wieviel Strahlung der Körper verkraftet, bevor es zu irreparablen Schäden kommt. Gibt es eine untere Grenze, bis zu der ionisierende Strahlen unbedenklich sind? Kann man von der verhältnismäßig hohen Strahlendosis, die bei Versuchstieren zur Entstehung eines Krebsgeschwürs führt, überhaupt Rückschlüsse ziehen auf die Wirkung kleiner Strahlenmengen?</p>
<p>Die bisherigen Richtlinien zum Strahlenschutz beruhen &#8211; nicht nur in den Vereinigten Staaten &#8211; zum großen Teil auf der Erfassung der Krebsfälle bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. &#8222;Diese Daten sind die bei weitem wichtigste Quelle zur Risikoabschätzung&#8220;, so Professor Albrecht Kellerer, Vorsitzender der Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministers. Die amerikanische Expertengruppe war sich aber in ihrem letzten Report aus dem Jahre 1979 über die Bewertung der vorliegenden Daten nicht einig geworden: Im Abschlussbericht standen sich die widersprüchlichen Meinungen zweier Fraktionen gegenüber.</p>
<p>Nun hat man beobachtet, dass die Zahl der Krebsopfer unter den Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki auch 40 Jahre nach dem Abwurf der Bomben weiter zunimmt und inzwischen weit über den früheren Voraussagen der Wissenschaftler liegt. Nachdem Physiker Anfang der achtziger Jahre auch noch die Schätzungen über die damals freigesetzten Strahlenmengen nach unten korrigiert hatten, ergibt sich nun ein völlig neues Bild.</p>
<p>Die Gammastrahlung etwa &#8211; hauptverantwortlich für den größten Teil der Krebserkrankungen &#8211; war also nur etwa halb so stark, wie zuvor geglaubt. Wenn aber die freigesetzte Strahlung geringer war, als angenommen, und dennoch zu mehr Krebstoten führte als erwartet, mussten die früheren Modelle falsch sein. Für 95000 Überlebende wurde daher mit einem immensen Aufwand nachgerechnet, wie viel Strahlung sie im August des Jahres 1945 aufgenommen hatten. Dabei kalkulierten die Experten nicht nur die Abschwächung der Strahlenwirkung durch Luft und Luftfeuchtigkeit mit ein, sondern auch die Schutzwirkung von Fenstern, Dächern und Mauerwerk.</p>
<p>Auch ob die Atombombenopfer dem Explosionsherd zu- oder abgewandt waren und welche Körperseite am stärksten betroffen wurde, floss in die Berechnungen mit ein. Gegenwärtig richten sich die Bemühungen der Forscher darauf, auch noch die empfangene Strahlendosis für einzelne Organe zu ermitteln. Schon heute lässt sich aber sagen, dass das Risiko, nach einer geringen Dosis ionisierender Strahlen an Krebs zu erkranken, drei bis vier Mal größer ist, als bisher angenommen. Obwohl von der Kommission keine öffentliche Stellungnahme erwartet worden war, sagte deren Vorsitzender, <a href="http://www.aacr.org/Membership/Pages/FellowDetailsNoModal.aspx?ItemID=94#.WLvtiTs1-Uk">Arthur C. Upton</a>, auf einer Pressekonferenz, er erwarte eine Reaktion der Behörden in Form verschärfter Strahlenschutzgesetze.</p>
<p>Dieser Meinung ist auch <a href="http://icru.org/latest-news/latest-news/in-memoriam">Warren Sinclair</a>, Präsident des Nationalen Strahlenschutzrates der Vereinigten Staaten. Er sagte, unter dem Druck der neuen Studie könne sich seine Organisation sehr wohl veranlasst fühlen, den gegenwärtigen Grenzwert für Angestellte in Nuklearbetrieben herabzusetzen. Auswirkungen sind auch in der Bundesrepublik Deutschland zu erwarten. &#8222;BEIR V ist ein wichtiger Meilenstein für die Risikoabschätzung&#8220;, so Kellerer. Der Experte erwartet, dass ein neuer Richtlinienentwurf bereits im Verlauf der nächsten Wochen fertiggestellt wird.</p>
<p>Für 1991 sei dann mit offiziellen neuen Empfehlungen zu rechnen. &#8222;Ich glaube, dass die <a href="http://www.icrp.org/">Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP)</a> empfehlen wird, die maximal zulässige Strahlenexposition auf 1,5 oder 2 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rem_(Einheit)">rem</a> pro Jahr herabzusetzen.&#8220; Derzeit gilt in der Bundesrepublik für beruflich strahlenexponierte Personen noch ein jährlicher maximaler Wert von 5 rem. Nach Schätzungen von Kellerer liegt die Zahl der Menschen, deren Strahlenbelastung in Höhe dieses Grenzwertes gelangt, bundesweit bei etwa 100. Im Durchschnitt nehmen die rund 50 000 Menschen, die hierzulande unter das Strahlenschutzgesetz fallen, aber nur 0,5 rem auf. Diese Dosis ist nicht einmal das Doppelte dessen, was der Durchschnittsbürger jährlich verkraften muss.</p>
<p><em>(erschienen in der WELT am 22. Februar 1990)</em></p>
<p><strong>Originalliteratur:</strong></p>
<p><a href="http://amzn.to/2lN9COd">National Research Council: Health Effects of Exposure to Low Levels of Ionizing Radiation: BEIR V. ISBN-10: 0309039959.</a> (<a href="https://www.nap.edu/catalog/1224/health-effects-of-exposure-to-low-levels-of-ionizing-radiation">Kostenloser Download</a>)</p>
<p><strong>Was wurde daraus?</strong> Inzwischen sind wir beim 7. Bericht des BEIR Kommittees angelangt. Laut Wikipedia sind sie noch immer eine wesentliche Grundlage der internationalen Strahlenschutzregeln, unter anderem auch der in Deutschland geltenden Grenzwerte gemäß Strahlenschutzverordnung. Die <a href="https://www.bfs.de/DE/themen/ion/strahlenschutz/grenzwerte/grenzwerte.html">Grenzwerte</a> wurden tatsächlich verschärft und liegen heute für Menschen, die beruflich mit Strahlung zu tun haben, bei 20 Millisievert. Das entspricht 2 rem und etwa dem 7-fachen dessen, was man natürlicherweise an Strahlung aufnimmt &#8211; oder auch einem CT-Scan, wie er bei manchen medizinischen Untersuchungen (Herz, Krebs) notwendig ist.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/0affd01bb48b4814a44e2352b373866e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><a class="a2a_button_print" href="https://www.addtoany.com/add_to/print?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="Print" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_xing" href="https://www.addtoany.com/add_to/xing?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="XING" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_linkedin" href="https://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="LinkedIn" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_google_translate" href="https://www.addtoany.com/add_to/google_translate?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fstrahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung-2%2F&amp;linkname=Strahlenschutz%3A%20%E2%80%9EEin%20Meilenstein%20f%C3%BCr%20die%20Risikoabsch%C3%A4tzung%E2%80%9C" title="Google Translate" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Strahlenschutz: „Ein Meilenstein für die Risikoabschätzung“</title>
		<link>http://www.michaelsimm.de/strahlenschutz-ein-meilenstein-fuer-die-risikoabschaetzung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 1990 11:45:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Albrecht Kellerer]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur C. Upton]]></category>
		<category><![CDATA[Atombombe]]></category>
		<category><![CDATA[BEIR V]]></category>
		<category><![CDATA[Hiroshima]]></category>
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		<category><![CDATA[Warren Sinclair]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gefahr, die dem Menschen bereits durch geringe Strahlenbelastungen droht, wurde wahrscheinlich bisher unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Erwartet wird jetzt eine Reaktion der Behörden in Form einer Verschärfung der bestehenden Strahlenschutzgesetze. Die nach fast zehnjähriger Arbeit vorgelegte Studie – 421 Seiten dick und 860000 Dollar teuer – [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gefahr, die dem Menschen bereits durch geringe Strahlenbelastungen droht, wurde wahrscheinlich bisher unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Report der Amerikanischen Akademie der Wissenschaften. Erwartet wird jetzt eine Reaktion der Behörden in Form einer Verschärfung der bestehenden Strahlenschutzgesetze.</p>
<p>Die nach fast zehnjähriger Arbeit vorgelegte Studie – 421 Seiten dick und 860000 Dollar teuer – ist die genaueste, die jemals zu diesem Thema durchgeführt wurde. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist demzufolge drei bis vier Mal so groß wie vor angenommen. <a href="http://amzn.to/2lN9COd">Die Resultate der Kommission zu den biologischen Auswirkungen ionisierender Strahlung (BEIR V)</a>, die derzeit aus 17 unabhängigen Medizinern und Strahlenforschem besteht, werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Herabsetzung der gesetzlich zulässigen Grenzwerte für ionisierende Strahlung führen.</p>
<p>Ionisierende Strahlen gehen nicht nur von Röntgengeräten und Atomlagen aus. Sie entstehen auch beim radioaktiven Zerfall verschiedener Elemente der Erdkruste und sind in der kosmischen Höhenstrahlung enthalten. Im menschlichen Körper kann diese Strahlung zu Veränderungen des Erbmaterials (Mutationen) führen und Krebs auslösen. Seit langem streiten sich Wissenschaftler darüber, wieviel Strahlung der Körper verkraftet, bevor es zu irreparablen Schäden kommt. Gibt es eine untere Grenze, bis zu der ionisierende Strahlen unbedenklich sind? Kann man von der verhältnismäßig hohen Strahlendosis, die bei Versuchstieren zur Entstehung eines Krebsgeschwürs führt, überhaupt Rückschlüsse ziehen auf die Wirkung kleiner Strahlenmengen?</p>
<p>Die bisherigen Richtlinien zum Strahlenschutz beruhen – nicht nur in den Vereinigten Staaten – zum großen Teil auf der Erfassung der Krebsfälle bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. „Diese Daten sind die bei weitem wichtigste Quelle zur Risikoabschätzung“, so Professor Albrecht Kellerer, Vorsitzender der Strahlenschutzkommission des Bundesumweltministers. Die amerikanische Expertengruppe war sich aber in ihrem letzten Report aus dem Jahre 1979 über die Bewertung der vorliegenden Daten nicht einig geworden: Im Abschlussbericht standen sich die widersprüchlichen Meinungen zweier Fraktionen gegenüber.</p>
<p>Nun hat man beobachtet, dass die Zahl der Krebsopfer unter den Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki auch 40 Jahre nach dem Abwurf der Bomben weiter zunimmt und inzwischen weit über den früheren Voraussagen der Wissenschaftler liegt. Nachdem Physiker Anfang der achtziger Jahre auch noch die Schätzungen über die damals freigesetzten Strahlenmengen nach unten korrigiert hatten, ergibt sich nun ein völlig neues Bild.</p>
<p>Die Gammastrahlung etwa – hauptverantwortlich für den größten Teil der Krebserkrankungen – war also nur etwa halb so stark, wie zuvor geglaubt. Wenn aber die freigesetzte Strahlung geringer war, als angenommen, und dennoch zu mehr Krebstoten führte als erwartet, mussten die früheren Modelle falsch sein. Für 95000 Überlebende wurde daher mit einem immensen Aufwand nachgerechnet, wie viel Strahlung sie im August des Jahres 1945 aufgenommen hatten. Dabei kalkulierten die Experten nicht nur die Abschwächung der Strahlenwirkung durch Luft und Luftfeuchtigkeit mit ein, sondern auch die Schutzwirkung von Fenstern, Dächern und Mauerwerk.</p>
<p>Auch ob die Atombombenopfer dem Explosionsherd zu- oder abgewandt waren und welche Körperseite am stärksten betroffen wurde, floss in die Berechnungen mit ein. Gegenwärtig richten sich die Bemühungen der Forscher darauf, auch noch die empfangene Strahlendosis für einzelne Organe zu ermitteln. Schon heute lässt sich aber sagen, dass das Risiko, nach einer geringen Dosis ionisierender Strahlen an Krebs zu erkranken, drei bis vier Mal größer ist, als bisher angenommen. Obwohl von der Kommission keine öffentliche Stellungnahme erwartet worden war, sagte deren Vorsitzender, <a href="http://www.aacr.org/Membership/Pages/FellowDetailsNoModal.aspx?ItemID=94#.WLvtiTs1-Uk">Arthur C. Upton</a>, auf einer Pressekonferenz, er erwarte eine Reaktion der Behörden in Form verschärfter Strahlenschutzgesetze.</p>
<p>Dieser Meinung ist auch <a href="http://icru.org/latest-news/latest-news/in-memoriam">Warren Sinclair</a>, Präsident des Nationalen Strahlenschutzrates der Vereinigten Staaten. Er sagte, unter dem Druck der neuen Studie könne sich seine Organisation sehr wohl veranlasst fühlen, den gegenwärtigen Grenzwert für Angestellte in Nuklearbetrieben herabzusetzen. Auswirkungen sind auch in der Bundesrepublik Deutschland zu erwarten. „BEIR V ist ein wichtiger Meilenstein für die Risikoabschätzung“, so Kellerer. Der Experte erwartet, dass ein neuer Richtlinienentwurf bereits im Verlauf der nächsten Wochen fertiggestellt wird.</p>
<p>Für 1991 sei dann mit offiziellen neuen Empfehlungen zu rechnen. „Ich glaube, dass die <a href="http://www.icrp.org/">Internationale Strahlenschutzkommission (ICRP)</a> empfehlen wird, die maximal zulässige Strahlenexposition auf 1,5 oder 2 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rem_(Einheit)">rem</a> pro Jahr herabzusetzen.“ Derzeit gilt in der Bundesrepublik für beruflich strahlenexponierte Personen noch ein jährlicher maximaler Wert von 5 rem. Nach Schätzungen von Kellerer liegt die Zahl der Menschen, deren Strahlenbelastung in Höhe dieses Grenzwertes gelangt, bundesweit bei etwa 100. Im Durchschnitt nehmen die rund 50 000 Menschen, die hierzulande unter das Strahlenschutzgesetz fallen, aber nur 0,5 rem auf. Diese Dosis ist nicht einmal das Doppelte dessen, was der Durchschnittsbürger jährlich verkraften muss.</p>
<p><em>(erschienen in der WELT am 22. Februar 1990)</em></p>
<p><strong>Originalliteratur:</strong></p>
<p><a href="http://amzn.to/2lN9COd">National Research Council: Health Effects of Exposure to Low Levels of Ionizing Radiation: BEIR V. ISBN-10: 0309039959.</a> (<a href="https://www.nap.edu/catalog/1224/health-effects-of-exposure-to-low-levels-of-ionizing-radiation">Kostenloser Download</a>)</p>
<p><strong>Was wurde daraus?</strong> Inzwischen sind wir beim 7. Bericht des BEIR Kommittees angelangt. Laut Wikipedia sind sie noch immer eine wesentliche Grundlage der internationalen Strahlenschutzregeln, unter anderem auch der in Deutschland geltenden Grenzwerte gemäß Strahlenschutzverordnung. Die <a href="https://www.bfs.de/DE/themen/ion/strahlenschutz/grenzwerte/grenzwerte.html">Grenzwerte</a> wurden tatsächlich verschärft und liegen heute für Menschen, die beruflich mit Strahlung zu tun haben, bei 20 Millisievert. Das entspricht 2 rem und etwa dem 7-fachen dessen, was man natürlicherweise an Strahlung aufnimmt – oder auch einem CT-Scan, wie er bei manchen medizinischen Untersuchungen (Herz, Krebs) notwendig ist.<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/0affd01bb48b4814a44e2352b373866e" alt="" width="1" height="1" /></p>
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