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	<title>Minussymptomatik &#8211; Michael Simm</title>
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		<title>Schizophrenie: Minussymptomatik schwer zu behandeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Sep 1993 09:30:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gerd Laux]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuentwickelte Medikamente zur Therapie der chronischen schizophrenen Minussymptomatik haben bisher nur zu &#8222;sehr bescheidenen&#8220; Erfolgen geführt, wenn auch diese Präparate weniger unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Dies sagte Professor Hans-Jürgen Möller anläßlich des Symposiums &#8222;Fortschritte in der Diagnostik und Therapie schizophrener Minussymptomatik&#8220; an der Psychiatrischen Klinik Bonn. Dieser Symptombereich der Schizophrenie, der unter ande­rem mit Effektverarmung, ver­minderter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neuentwickelte Medikamente zur Therapie der chronischen schizophrenen Minussymptomatik haben bisher nur zu &#8222;sehr bescheidenen&#8220; Erfolgen geführt, wenn auch diese Präparate weniger unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Dies sagte Professor <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-J%C3%BCrgen_M%C3%B6ller">Hans-Jürgen Möller</a> anläßlich des Symposiums &#8222;Fortschritte in der Diagnostik und Therapie schizophrener Minussymptomatik&#8220; an der Psychiatrischen Klinik Bonn.</p>
<p>Dieser Symptombereich der Schizophrenie, der unter ande­rem mit Effektverarmung, ver­minderter Belastbarkeit und sozialem Rückzug einhergeht, hat auch heute noch eine be­sonders schlechte Prognose, berichtete der Klinikdirektor. Jeder zweite Patient tendiere zu ei­nem ungünstigen bis schlechten Verlauf.</p>
<p>Schwierig ist schon die Dia­gnose, vor allem wenn die Be­troffenen noch keine akute Krankheitsphase durchgemacht haben. Da sich Schizophrene im Gegensatz zu Depressiven sel­ten als krank einstufen, sind es meistens die Angehörigen, welche bei schweren Fällen auf die Minussymptomatik aufmerk­sam machen. Mit der kürzlich erfolgten Einrichtung einer Angehörigengruppe verfolgt man an der Bonner Klinik auch das Ziel, eine bessere Compliance zu erreichen.</p>
<p>Angesichts der Tatsache, daß von einem einprozentigen Le­benszeitrisiko zur Entwicklung einer Schizophrenie ausgegan­gen werden muß, stellt die Mi­nussymptomatik auch ein gewal­tiges sozioökonomisches Pro­blem dar. Die Bettlägerigkeit der Patienten geht in den mei­sten Fällen mit Arbeitslosig­keit einher, sagte Gerd Laux, Oberarzt an der Psychiatri­schen Klinik Bonn. &#8222;Selbst kleine Fortschritte in der Therapie können bedeuten, daß die Betroffenen im Kreise ih­rer Familie leben können und nicht hospitalisiert werden müssen&#8220;, begründete Laux die Forderung nach mehr Personal und verhal­tenstherapeutischen Program­men.</p>
<p><em>(erschienen in der Ärzte-Zeitung am 14. September 1993)</em></p>
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