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	<title>Arzneikosten &#8211; Michael Simm</title>
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	<description>denken, reden, machen. Seit 1961</description>
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	<title>Arzneikosten &#8211; Michael Simm</title>
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		<title>Deutschland ist Weltmeister &#8211; in Wehleidigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:30:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Das war mal wieder ein gefundenes Fressen &#8211; für die Nachrichtenagenturen ebenso wie für die Zeitungen, die sich auf eine Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse gestürzt haben: Fast alle Patienten (95 Prozent) seien mit ihren Ärzten zufrieden, hallte es durch den Blätterwald und durch das Internet. Allenfalls mehr Informationen hätte Otto Normalpatient gerne von seinem Arzt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das war mal wieder ein gefundenes Fressen &#8211; für die Nachrichtenagenturen ebenso wie für die Zeitungen, die sich auf eine Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse gestürzt haben: Fast alle Patienten (95 Prozent) seien mit ihren Ärzten zufrieden, hallte es durch den Blätterwald und durch das Internet. Allenfalls mehr Informationen hätte Otto Normalpatient gerne von seinem Arzt und er möchte stärker in die ärztlichen Entscheidungen einbezogen werden.<img decoding="async" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/abcb415e1a9a4470ab5486b0154c0d8d" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p>Weitaus interessanter fand ich aber ganz andere Ergebnisse der angeblich repräsentativen Umfrage, die telefonisch mit 1000 gesetzlich Versicherten durchgeführt wurde. Ich schreibe <strong>angeblich </strong>repräsentativ, denn die privat Versicherten hat man offensichtlich ignoriert und deren Verhalten in punkto Gesundheit unterscheidet sich bekanntlich deutlich von dem gesetzlich versicherter Menschen. Jetzt aber genug der Vorrede und weiter mit dem für mich wirklich Erstaunlichen an dieser Untersuchung:</p>
<ul>
<li>45 Prozent der Befragten waren innerhalb der letzten vier Wochen beim Arzt</li>
<li>90 Prozent waren im letzten halben Jahr beim Arzt, und jetzt kommt´s:</li>
<li>nahezu jeder Zweite hielt sich für chronisch krank, bei den über 60-Jährigen waren es sogar zwei Drittel</li>
</ul>
<div id="attachment_1659" style="width: 396px" class="wp-caption alignleft"><a rel="attachment wp-att-1659" href="http://simmformation.de/2010/06/deutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit/grafik_arztreporteinseitig/"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1659" class="size-full wp-image-1659 " title="Grafik_Arztreport(einseitig)" src="http://simmformation.de/wp-content/uploads/2010/06/2immer-oefter-zum-Arzt.jpg" alt="" width="386" height="517" /></a><p id="caption-attachment-1659" class="wp-caption-text">Mehr Arztbesuche pro Kopf als jedes andere Land: Sind wir ein Volk von Heulsusen?</p></div>
<p>Oh je, oh je. Geht es uns wirklich so schlecht? Ein klares &#8222;Nein&#8220; ist die Antwort, den die Schätzungen für den Anteil &#8222;echter&#8220; chronisch Kranker an der Bevölkerung liegt laut statistischem Bundesamt bei 28 Prozent und aus den Versichertendaten der Techniker Krankenkasse ergibt sich &#8222;nur&#8220; ein Wert von 20 Prozent. Als &#8222;chronisch&#8220;, das sei nebenbei bemerkt, gelten Krankheiten, die sich langsam entwickeln oder lange (mehr als vier Wochen) anhalten. Das jeder zweite sich für chronisch krank hält, findet der Vorstandsvorsitzende der TK, Norbert Klusen übrigens bedenklich: &#8222;Und es lässt auch Rückschlüsse auf die Erwartungshaltung der Menschen gegenüber unserem Gesundheitswesen zu&#8220;.</p>
<p>Dem kann ich nur zustimmen und schließe aus dieser Umfrage, dass die Deutschen offensichtlich ganz besonders wehleidig sind. Eine weitere Zahl aus der Umfrage bestätigt meinen Verdacht: Mit 18 Arztbesuchen pro Jahr liegen wir weltweit an der Spitze.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Beate Bestmann, Frank Verheyen. <a title="Im neuen Fenster" onclick="return  openWindowWithParams('/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf',  '', '');" onmousedown="wt_sendinfo  ('.wineg.wissenschaftliche-arbeit.projekte.patientenzufriedenheit.patientenzufriedenheit-pdf','click');" href="http://www.tk-online.de/centaurus/servlet/contentblob/224246/Datei/49342/WINEG%20Wissen%20-%20Patientenzufriedenheit.pdf">Patientenzufriedenheit  (PDF, 478 KB )  <img decoding="async" src="http://www.tk-online.de/centaurus/images/icon_pdf.gif" alt="Datei-Symbol" /></a>. Ergebnisse einer repräsentativen Studie  in der ambulanten ärztlichen Versorgung. WINEG Wissen | 01.  Hamburg: Techniker Krankenkasse 2010.</li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/wissenschaftliche-arbeit/projekte/patientenzufriedenheit/224242">Zusammenfassung der Studie zur Patientenzufriedenheit</a></li>
<li><a href="http://www.tk-online.de/tk/pressemitteilungen/gesundheit-und-service/224996">Arzt und Patient auf Augenhöhe? Deutschlands Patienten  wollen mitreden</a>. (Pressemitteilung der Techniker Krankenkasse zur Studie über Patientenzufriedenheit)</li>
<li><a href="http://www.barmer-gek.de/barmer/web/Portale/Versichertenportal/Presse-Center/Infomaterial/Arztreport/PDF__Arztreport,property=Data.pdf">Der &#8222;Arztreport&#8220; der Barmer GEK vom Januar 2010</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1231945310052.shtml">17,7 Arztbesuche pro Jahr &#8211; ein lesenswerter Artikel im Kölner Stadtanzeiger von Stefan Sauer aus dem Vorjahr</a></li>
<li>Ein Deutungsversuch von Sven Böll im Spiegel: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672500,00.html">Placebo-Politik füllt deutsche Wartezimmer</a></li>
<li><a href="http://www.stern.de/gesundheit/barmer-gek-studie-deutsche-gehen-immer-haeufiger-zum-arzt-1536817.html">Deutsche gehen immer häufiger zum Arzt</a>, berichtete z.B. auch der Stern über den &#8222;Arztreport&#8220; der Krankenkasse Barmer GEK</li>
</ul>
<p><a class="a2a_button_print" href="https://www.addtoany.com/add_to/print?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="Print" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_xing" href="https://www.addtoany.com/add_to/xing?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="XING" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_linkedin" href="https://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="LinkedIn" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_google_translate" href="https://www.addtoany.com/add_to/google_translate?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fdeutschland-ist-weltmeister-in-wehleidigkeit%2F&amp;linkname=Deutschland%20ist%20Weltmeister%20%E2%80%93%20in%20Wehleidigkeit" title="Google Translate" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Pharmaindustrie: Was nicht passt, wird verschwiegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 21:23:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt viele Arten zu lügen, und eine davon ist es, die Wahrheit zu verschweigen. Offensichtlich ist diese Art von Lügen sowohl in der Pharmaindustrie als auch an Universitäten weit verbreitet, wie nun eine Untersuchung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) ergeben hat. Die noch unter Ex-Kanzler Gerhard Schröder gegründete Einrichtung hat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Arten zu lügen, und eine davon ist es, die Wahrheit zu verschweigen. Offensichtlich ist diese Art von Lügen sowohl in der Pharmaindustrie als auch an Universitäten weit verbreitet, wie nun eine Untersuchung des <a href="http://www.iqwig.de/">Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG)</a> ergeben hat. Die noch unter Ex-Kanzler Gerhard Schröder gegründete Einrichtung hat unter anderem die Aufgabe, den Nutzen von Arzneimitteln unabhängig und im Interesse der Patienten und Beitragszahler zu bewerten. Und dass wir solch eine Einrichtung bitter nötig haben, beweisen die Mitarbeiter des IQWIG mit ihrer Studie, die soeben in der Fachzeitschrift <em>Trials</em> veröffentlich wurde. Was da genau ´drin steht, kann man <a href="http://www.trialsjournal.com/content/11/1/37">hier</a> nachlesen, die zugehörige Pressemitteilung habe ich im folgenden komplett abgedruckt:<img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/880d443869654785a1c1e7d622c7a04f" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><strong>Die Geheimarchive der Medizin</strong></p>
<p>Niemand weiß, wie vielen Müttern und Kindern die Geburtszange bereits  das Leben gerettet hat. Das Instrument gehört seit etwa 250 Jahren zur  Grundausstattung jedes Kreißsaals. Trotzdem gibt es einen Schatten auf  der Erfolgsgeschichte: Denn nachdem die Brüder Chamberlen die Zange  Anfang des 17. Jahrhunderts erfunden hatten, wurde sie über 3  Generationen von ihnen und ihren Nachkommen eingesetzt, aber vor anderen  Geburtshelfern geheim gehalten. Während die Familie der Chamberlens  sich dank der Zange Ruhm und Reichtum erwarb, starben andernorts  weiterhin Mütter und Kinder, weil das Instrument dort nicht verfügbar  war.</p>
<p>Die Geschichte der Geburtszange ist eines der ältesten dokumentierten  Beispiele dafür, welche Folgen Geheimhaltung  in der Medizin haben kann.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts für Qualität und  Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben jetzt in einem  Artikel für die Fachzeitschrift „Trials“ über 60 Fälle zusammengetragen,  wie die Ausbreitung von Wissen in der Medizin behindert wurde.  Dazu  haben sie hunderte von Artikeln aus Fachzeitschriften und andere Quellen  ausgewertet, unter anderem aus den Gebieten Psychiatrie,  Schmerztherapie, Herz-Kreislauf-Medizin, Hautkrankheiten, Krebstherapie,  und Infektionskrankheiten. Entsprechend groß ist auch die Spannbreite  der betroffenen Verfahren: Sie reicht von Arzneimitteln über Impfstoffe  bis hin zu Medizinprodukten wie Ultraschallgeräten oder Hilfsmitteln zur  Wundversorgung. Die Sammlung liest sich wie ein Skizzenbuch zu einer  Krimiserie.</p>
<p><strong>Verschweigen ist häufig</strong></p>
<div id="attachment_1490" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a rel="attachment wp-att-1490" href="http://simmformation.de/2010/05/pharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen/iqwig_schriftzug/"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1490" class="size-medium wp-image-1490" title="IQWiG_Schriftzug" src="http://simmformation.de/wp-content/uploads/2010/05/IQWiG_Schriftzug-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p id="caption-attachment-1490" class="wp-caption-text">Ein Gegengewicht zur Pharmaindustrie: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Foto: IQWIG)</p></div>
<p>In der Wissenschaft wird das Phänomen „publication bias“ genannt, zu  Deutsch etwa  „Verzerrung durch selektives Veröffentlichen“. Das  geschieht auf zwei Ebenen. Auf der obersten Ebene bleiben ganze Studien  unveröffentlicht:  So zeigt eine Analyse von 90 neu in den USA  zugelassenen Medikamenten, dass diese in insgesamt 900 Studien erprobt  worden waren. Aber auch 5 Jahre nach der Zulassung waren 60 % dieser  Studien noch nicht veröffentlicht. Auf der zweiten Ebene werden nur  ausgewählte Ergebnisse aus Studien publiziert: Forscher müssen heute vor  Beginn einer Studie in einem so genannten Studienprotokoll  aufschreiben, welche Ergebnisse sie messen wollen und wie diese  ausgewertet werden. Vergleiche mit späteren Veröffentlichungen in  Zeitschriften zeigen, dass in 40 bis 60 % der Studien Ergebnisse  entweder ganz weggelassen oder die Auswertungen geändert wurden.  „Dadurch werden Studienergebnisse oft positiver dargestellt als sie es  eigentlich sind“, sagt Beate Wieseler,  Stellvertretende Leiterin des  Ressorts Arzneimittelbewertung im IQWiG.</p>
<p>Das betrifft nicht nur pharmafinanzierte Studien. So zitieren die  IQWiG-Mitarbeiter eine Analyse, in der 2000 Studien im Bereich  Krebsmedizin nach Geldgebern getrennt ausgewertet wurden. Hier war der  Anteil publizierter Studien extrem niedrig:  Von den  industriefinanzierten Projekten waren 94 Prozent nicht veröffentlicht,  aber auch von den durch Universitäten finanzierten Projekten fehlten 86  %. „Auch Zulassungsbehörden sind aufgrund gesetzlicher Regelungen  teilweise dazu gezwungen Daten zurückzuhalten“, sagt  Thomas Kaiser,  Leiter des Ressorts Arzneimittelbewertung.</p>
<p><strong>Den Schaden haben die Patienten</strong></p>
<p>Das hat oft Konsequenzen für Patientinnen und Patienten. Es kann  einerseits dazu führen, dass – wie im Fall der Geburtszange &#8211;  vorteilhafte Maßnahmen zu spät eingesetzt werden oder sich zu langsam  ausbreiten. Häufiger ist aber, dass gerade schlechte Nachrichten und  Misserfolgsmeldungen unveröffentlicht bleiben. „Das hat zur Folge, dass  Ärzte und Patienten Therapien einsetzen, die in Wahrheit nutzlos oder  sogar schädlich sind“, sagt Beate Wieseler. Forscher schätzen zum  Beispiel, dass in den 1980er Jahren verschriebene Medikamente gegen  Herzrhythmusstörungen zehntausende Menschen das Leben gekostet haben,  weil frühe Hinweise auf gefährliche Nebenwirkungen nicht veröffentlicht  wurden.</p>
<p><strong>Appelle genügen nicht</strong></p>
<p>Auslöser für die Suche der IQWiG-Mitarbeiter nach dokumentierten  Beispielen für „publication bias“ waren die eigenen Erfahrungen, die das  Institut in der täglichen Arbeit macht, zuletzt beispielsweise bei der  Bewertung des Medikaments Reboxetin zur Behandlung von Depressionen.  Hier hat das Pharmaunternehmen Pfizer dem IQWiG erst unter öffentlichem  Druck Studien zur Verfügung gestellt, die es bis dahin unter Verschluss  gehalten hatte. Und in diesen unveröffentlichten Studien schnitt  Reboxetin erheblich schlechter ab, als es zuvor anhand der  veröffentlichten Studien den Anschein hatte. „Über viele Jahre wurden  Patientinnen und Patienten, aber auch Ärztinnen und Ärzte getäuscht“,  sagt Beate Wieseler.</p>
<p>Die in „Trials“ veröffentlichte Fallsammlung zeigt, dass die Neigung,  unliebsame oder nicht den eigenen Erwartungen entsprechende Ergebnisse  unter den Tisch fallen zu lassen, so weit verbreitet ist, dass Appelle  und Vorschläge freiwilliger Lösungen das Problem nicht wirksam beheben  können. „Die zunehmende Anmeldung von Studien in öffentlichen Registern  ist ein wichtiger erster Schritt“, sagt  Thomas Kaiser: „Wir brauchen  aber zum Schutz von Patienten gesetzliche Regelungen, damit Ergebnisse  aller klinischen Studien zügig und vollständig veröffentlicht werden. “</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20388211">McGauran N et al. Reporting bias in medical research &#8211; a narrative review. Trials 2010 Apr. 13;11:37</a></li>
</ul>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Institut_f%C3%BCr_Qualit%C3%A4t_und_Wirtschaftlichkeit_im_Gesundheitswesen">Die Wikipedia über das IQWIG</a></li>
<li><a href="http://www.iqwig.de/antidepressiva-nutzen-von-reboxetin-ist-nicht.981.html">Antidepressiva: Nutzen von Reboxetin ist nicht belegt.</a> (Pressemitteilung des IQWIG vom November 2009)</li>
</ul>
<p><a class="a2a_button_print" href="https://www.addtoany.com/add_to/print?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="Print" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_xing" href="https://www.addtoany.com/add_to/xing?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="XING" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_linkedin" href="https://www.addtoany.com/add_to/linkedin?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="LinkedIn" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_twitter" href="https://www.addtoany.com/add_to/twitter?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="Twitter" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_google_translate" href="https://www.addtoany.com/add_to/google_translate?linkurl=http%3A%2F%2Fwww.michaelsimm.de%2Fpharmaindustrie-was-nicht-passt-wird-verschwiegen%2F&amp;linkname=Pharmaindustrie%3A%20Was%20nicht%20passt%2C%20wird%20verschwiegen" title="Google Translate" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Wochenschau 01-2010</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 16:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Stammzellen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie angekündigt versuche ich mit diesem Wochenrückblick etwas mehr Bewegung und mehr Inhalte auf dieser Webseite zu präsentieren. In der ersten Woche des neuen Jahrzehnts gab es gleich mehrere News zum Thema Alzheimer und Altern. Neben einem Bericht, dass Handystrahlung &#8211; zumindest bei Labormäusen &#8211; den Gedächtnisschwund rückgängig machen konnte und einem weiteren Mausexperiment das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie angekündigt versuche ich mit diesem Wochenrückblick etwas mehr Bewegung und mehr Inhalte auf dieser Webseite zu präsentieren. In der ersten Woche des neuen Jahrzehnts gab es gleich mehrere News zum Thema Alzheimer und Altern. Neben einem <a href="http://simmformation.de/2010/01/handystrahlung-schuetzt-maeuse-vor-alzheimer/">Bericht, dass Handystrahlung &#8211; zumindest bei Labormäusen &#8211; den Gedächtnisschwund rückgängig machen konnte</a> und einem weiteren Mausexperiment das <a href="http://simmformation.de/2010/01/kombinationstherapie-gegen-alzheimer-in-sicht/">Hoffnung auf eine Kombinationsbehandlung</a> weckte, fand ich auch die folgende Meldung:</p>
<ul>
<li>Ein Nährstoff-Mix namens Souvenaid konnte das Wortgedächtnis bei Patienten mit beginnender Alzheimer-Erkrankung verbessern. Bei der von Danone, dem Hersteller der Substanz, bezahlten Studie hatten 225 Teilnehmer nach dem Losprinzip 12 Wochen lang täglich ein Mal entweder Souvenaid oder ein gleich schmeckendes Getränk ohne Wirkstoffe (Placebo) eingenommen. Danach hätten 40 Prozent der Patienten unter Souvenaid sich besser an Worte erinnert, aber nur 24 Prozent derjenigen, die das Placebo bekamen, berichtet die Zeitschrift <em>Alzheimer&#8217;s and Dementia</em>. Der Nährstoffmix enthält außer Uridin, Cholin und Omega-3-Fettsäuren auch Vitamin B, Phospholipide und Antioxidantien und soll angeblich das Wachstum der Synapsen fördern &#8211; jener Zellstrukturen also, die dazu dienen, Signale zwischen benachbarten Nervenzellen zu übertragen. Beim Adas-Cog, einem weit verbreiteten und allgemein anerkannten Leistungstest für Alzheimer-Patienten zeigte sich jedoch kein Unterschied zwischen Souvenaid und dem Getränk ohne die Wirkstoffe.</li>
<li>Wie einer <a href="http://bit.ly/8mLHrl">Broschüre des Robert-Koch-Instituts</a> zu entnehmen ist, wurden im Jahr 2006 in Deutschland für den Erhalt der Gesundheit und die Linderung von Krankheitsfolgen durchschnittlich 2.870 Euro für jeden Einwohner ausgegeben – zusammen entsprach das einer Summe von 236 Milliarden Euro. Zusätzlich ist der Verlust am Arbeitsmarkt infolge von Arbeitsunfähigkeit, Invalidität und Mortalität mit rund 4 Millionen Erwerbstätigkeitsjahren zu berücksichtigen. Die höchsten Kosten entstanden durch Krankheiten des Kreislaufsystems (35,2 Milliarden Euro), an zweiter Stelle stehen die Kosten für Krankheiten des Verdauungssystems (32,7 Milliarden) und an dritter die für psychische und Verhaltensstörungen (26,7 Milliarden). Fast gleich hoch waren die Ausgaben für Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Angesichts einer wesentlich längeren Lebenszeit finde ich es wenig überraschend, dass Frauen fast 36 Milliarden Euro mehr Kosten verursacht haben als Männer. Aber es ist ein Punkt, der mir bei den ständigen Diskussionen um Gleichberechtigung und Gehaltsunterschiede durchaus erwähnenswert scheint.</li>
<li>Mehrere Pharmakonzerne sind in das Visier der EU-Kommission geraten. Sie stehen im Verdacht, den Herstellern von Nachahmerprodukten (Generika) Geld gezahlt zu haben, um die preiswertere Konkurrenz aus dem Markt zu halten. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heißt es dazu, betroffen seien die britischen Konzerne GlaxoSmithKline und AstraZeneca sowie Novartis und Roche aus der Schweiz und Sanofi-Aventis in Frankreich. In Deutschland gingen Anfragen bei Boehringer Ingelheim, beim Darmstädter Merck-Konzern sowie beim Bad Vilbeler Generikahersteller Stada ein. Siehe dazu auch den <a href="http://simmformation.de/2009/07/eu-komission-sieht-pharmaindustrie-als-preistreiber/">Bericht über &#8222;beunruhigende Trends&#8220; auf dem Pharmamarkt</a>.</li>
<li>China ist zu einem der führenden Länder in der Stammzellforschung geworden. Noch im Jahr 2000 hatten Wissenschaftler aus China lediglich 37  Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften vorzuweisen, im Jahr 2008 waren es bereits 1116. Nur die USA, Deutschland, Japan und Großbritannien hätten mehr Fachartikel produziert, ergab eine Analyse des McLaughlin-Rotman Centre for Global Health.</li>
</ul>
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		<title>EU-Kommission sieht Pharmaindustrie als Preistreiber</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michel2015]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 12:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arzneikosten]]></category>
		<category><![CDATA[Patente]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Pharma-Industrie behindert systematisch die Einführung preisgünstiger Medikamente, so das Ergebnis einer Studie, die die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in Brüssel vorgestellt hat. &#8222;Die Hersteller von Originalpräparaten bemühen sich aktiv darum, den Markteintritt von Generika zu verzögern&#8220;, sagte Kroes. Für das Gesundheitswesen bedeute dies unnötige Kosten in Milliardenhöhe. Durchschnittlich sieben Monate müssten die Verbraucher darauf warten, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pharma-Industrie behindert systematisch die Einführung preisgünstiger Medikamente, so das Ergebnis einer <a href="http://ec.europa.eu/competition/sectors/pharmaceuticals/inquiry/communication_de.pdf">Studie</a>, die die <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/kroes/index_de.html">EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes</a> in Brüssel vorgestellt hat. &#8222;Die Hersteller von Originalpräparaten bemühen sich aktiv darum, den Markteintritt von Generika zu verzögern&#8220;, sagte Kroes. Für das Gesundheitswesen bedeute dies unnötige Kosten in Milliardenhöhe. Durchschnittlich sieben Monate müssten die Verbraucher darauf warten, dass billigere Nachahmer-Präparate (Generika) auf den Markt kommen, nachdem die Patente für die Originale ausgelaufen sind. Einsparungen von 20 Prozent wären möglich, wenn die Generika unmittelbar nach Ablauf der Patente für die &#8222;Großen&#8220; auf den Markt kämen, hat die Kommission anhand einer Reihe von Medikamenten errechnet. Wie die Presseagentur AP berichtet, wurde als eine der ersten Konsequenzen aus der Untersuchung ein Kartellverfahren gegen den französischen Pharmakonzern Les Laboratoires Servier eröffnet, sowie gegen mehrere Produzenten von Nachahmer-Präparaten.</p>
<div style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" title="EU-Kommissarin Neelie Kroes" src="http://ec.europa.eu/avservices/avs/files/photo/JPEG/images%20from%20p-012900/p-012991-00-06.smq" alt="Wacht über den Wettbewerb: EU-Kommissarin Neelie Kroes" width="200" height="133" /><p class="wp-caption-text">Wacht über den Wettbewerb: EU-Kommissarin Neelie Kroes</p></div>
<p>Auslöser der Untersuchung seien &#8222;beunruhigende Trends&#8220; auf dem Pharmamarkt gewesen, teilte die Kommission mit. Demnach hat sich die Zahl neuer Arzneien von durchschnittlich 40 in den Jahren 1995 bis 1999 auf lediglich 27 in den Jahren seit 2000 verringert. Demgegenüber stehen Ausgaben der Bürger für Medikamente von derzeit 430 Euro pro Kopf und Jahr. In der gesamten Europäischen Gemeinschaft summiert sich dies auf 214 Milliarden Euro jährlich, was etwa zwei Prozent des Bruttosozialproduktes entspricht. Weil die Bevölkerung immer älter wird, werde sich der Druck auf die Gesundheitssysteme weiter erhöhen, sagt die EU-Kommission voraus und sieht sich in der Pflicht, den Zugang zu &#8222;innovativen, erschwinglichen und sicheren Medikamenten ohne unzulässige Verzögerungen&#8220; zu gewährleisten.</p>
<p>&#8222;Der Wettbewerb funktioniert nicht so, wie er sollte&#8220;, lautet das wichtigste Ergebnis der Untersuchung, bei der neben 70 pharmazeutischen Firmen und Interessenverbänden auch Verbraucher- und Patientengruppen, Ärzte und Apotheker, Versicherungen, Kliniken, Patentämter und weitere Interessensgruppen angehört wurden. In den Dokumenten, die von den Mitarbeitern der Wettbewerbskommissarin Kroes durchforstet wurden, fanden sich klare Belege für eine Blockadepolitik der großen Pharmafirmen: &#8222;Wir identifizieren Möglichkeiten, an Patente heran zu kommen, die alleine dem Zweck dienen, die Bewegungsfreiheit unserer Konkurrenten einzuschränken&#8220;, wird eine Strategie beschrieben und weiter: &#8222;Die Rechte an konkurrenzfähigen Alternativen in den großen Märkten halten wir so lange, bis das Risiko minimal ist, dass konkurrierende Produkte erscheinen&#8220;.</p>
<p>Kroes wirf den Herstellern der Originalpräparate vor, den Zulassungsanträgen der billigeren Konkurrenten oftmals aus rein taktischen Gründen zu widersprechen. Vor Gericht hatten sich dann aber nur zwei Prozent aller geprüften Fälle als stichhaltig erwiesen, bei denen große Pharmafirmen behauptet hatten, die Nachahmerpräparate seien weniger sicher oder weniger wirksam als das Original.</p>
<p>Den Argwohn der Wettbewerbskommission haben außerdem mehrere Gerichtsverfahren erweckt, die nach einem ähnlichen Muster abliefen: Firmen der forschenden Arzneimittelindustrie klagten dabei zunächst gegen die Hersteller von günstigeren Nachahmerpräparaten, dann wurden die Verfahren gegen Zahlung einer Geldsumme an die Generika-Produzenten eingestellt. Diese Abkommen will die Kommission nun ebenfalls genauer untersuchen mit der Begründung: &#8222;Vergleichsvereinbarungen, die die Markteinführung von Generika beschränken sind potentiell rechtswidrig&#8220;.</p>
<p>Für die Hersteller der Originalpräparate liegen die Probleme dagegen ganz woanders: Sie unterstützten zwar die Forderung der Kommission nach Einführung von EU-weit gültigen Patenten. An der verzögerten Markteinführung der preiswerteren Nachahmer-Arzneien seien aber nicht die forschenden Unternehmen schuld, sondern &#8222;Mängel im Rechtrahmen&#8220;.</p>
<p>Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1098&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=en">Pressemitteilung der Europäischen Kommission &#8222;Kartellrecht: Kommission sieht weiteren Handlungsbedarf im Arzneimittelsektor&#8220;</a></li>
<li><a href="http://ec.europa.eu/competition/sectors/pharmaceuticals/inquiry/index.html#">Webseite zur Untersuchung der EU-Wettbewerbskommission über die Pharmabranche</a></li>
</ul>
<p>Lesen Sie auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.vfa.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-027-2009-ohne-patente-keine-forschung.html">Die Erwiderung des Verbandes forschender Arzneimittel-Hersteller (vfa)</a></li>
</ul>
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